Google Pixel Frauen-Bundesliga

Leipzig holt beim HSV ersten Saisonzähler

05.09.2026
Erzielt den Leipziger Treffer beim Punktgewinn in Hamburg: Delice Boboy (M.) Foto: imago

Der Hamburger SV und RB Leipzig müssen in der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten. Die beiden Teams trennten sich am 3. Spieltag vor 2855 Zuschauer*innen im Hamburger Volksparkstadion 1:1 (1:1). Die Gastgeberinnen haben damit nach drei Partien zwei Punkte auf dem Konto, für RB war es der erste Zähler.

Dabei dominierten die Gäste zumindest in den ersten 30 Minuten eindeutig die Partie. U 23-Nationalstürmerin Delice Boboy (21.) brachte RB mit dem ersten Saisontreffer für ihre Mannschaft auch 1:0 in Führung, weitere Chancen blieben jedoch ungenutzt. So kam der HSV durch einen von Camilla Linberg (34.) verwandelten Handelfmeter zum recht glücklichen Ausgleich. Der zweite Spielabschnitt verlief deutlich ausgeglichener, am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Stephan: "Nicht zufrieden"

"Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein", sagte Leipzigs Trainer Jonas Stephan im Interview. "In der ersten Halbzeit haben wir einen sehr dominanten Auftritt hingelegt. Wir machen aber weiterhin zu wenig aus unseren Tormöglichkeiten. Deshalb fühlt sich das Unentschieden am Ende nicht gut an."

Torschütze Delice Boboy erklärte: "Wir hatten uns vorgenommen, drei Punkte zu holen. Wir haben den Gegner gut gepresst und viele gute Chancen kreiert. Es ist unglücklich für uns, dass es dennoch nur zu einem Punkt gereicht hat."

HSV-Torhüterin Kina Szemik meinte: "Leipzig hatte einige gute Tormöglichkeiten. Deshalb können mir mit dem Remis leben, auch wenn wir natürlich in jedes Spiel gehen, um es zu gewinnen. Wir hatten zu viele Ballverluste, daran müssen wir arbeiten."

Kapitänin Machtens startet

Im Vergleich zur Niederlage beim Aufsteiger VfB Stuttgart (1:2) veränderte HSV-Trainer Rodolfo Cardoso seine Anfangsformation lediglich auf einer Position. Kapitänin Pauline Machtens kehrte in die Startelf zurück. Sie ersetzte Melina Krüger. Weiterhin verzichten musste Ex-Profi Cardoso auf die angeschlagenen Andrea Svibkova, Sylwia Matysik, Lotta Wrede und Sophie Hillebrand.

Bei RB Leipzig entschied sich Trainer Jonas Stephan gegenüber dem 0:2 beim SV Werder Bremen für drei Umstellungen. Während Lou-Ann Joly wegen ihrer Gelb-Roten Karte nicht eingesetzt werden durfte, nahmen Andrea Norheim und Emanuela Pfister zunächst auf der Bank Platz. Dafür feierten Nikée van Dijk im Angriff und Sára Pusztai im Mittelfeld jeweils ihr Startelfdebüt. Außerdem rückte Emilia Asgeirsdottir neu ins Team. Verletzungsbedingt standen Spielführerin Sandra Starke sowie Marleen Schimmer, Aude Waldbillig, Lara Marti und Diana Nemeth nach wie vor nicht zur Verfügung.

Boboy bricht den Bann

Die ersten 30 Minuten dominierten die Gäste aus Sachsen deutlich. Schon in der Anfangsphase hätten Delice Boboy, die nur die Latte traf, und Nikée van Dijk, die einen Kopfball nicht in Richtung Tor bringen konnte, den Führungstreffer erzielen können. Wenig später wehrte HSV-Torhüterin Kinga Szemik einen Distanzschuss von Sára Pusztai und einen platzierten Kopfball von Delice Boboy glänzend ab.

Dann aber wurden die Bemühungen der Leipzigerinnen belohnt. Nach einem Ballgewinn und dem folgenden Solo zog Mittelstürmerin Delice Boboy einfach mal aus mehr als 20 Metern ab und platzierte den Ball genau neben den Pfosten zum 0:1 (21.) ins Eck. Für RB war es nach exakt 201 Minuten das erste Tor in der laufenden Saison.

Auch nach der verdienten Führung blieben die Gäste zunächst am Drücker, kassierten dann aber fast mit der ersten torgefährlichen Aktion der Hamburgerinnen den Ausgleich. Ein Schuss von Leila Peneau prallte im Strafraum an den ausgetreckten Arm von Alieke Tuin, den fälligen Handelfmeter verwandelte Camilla Linberg zum 1:1 (34.). Dabei bewies die Norwegerin große Nervenstärke, denn eine Woche zuvor hatte sie in Stuttgart noch einen Strafstoß vergeben und dabei die mögliche 2:0-Führung verpasst. Diesmal traf Linberg souverän und bescherte ihrem Team einen glücklichen Halbzeitstand. Ihren Beitrag dazu leistete auch Torhüterin Kinga Szemik, die mit einer guten Reaktion gegen Delice Boboy den erneuten Rückstand verhinderte.

Szemik mit starkem Reflex

Auch in der zweiten Halbzeit verzeichnete RB Leipzig die erste Torannäherung. Nach einem Querpass von Therese Simonsson kam Emilia Asgeirsdottir frei zum Abschluss, setzte ihren Versuch aber zu hoch an. Insgesamt konnten die Gäste aber nicht mehr so viel Druck ausüben, wie es noch vor der Pause der Fall war. Der HSV, bei dem die niederländische Abwehrspielerin Celainy Obispo durch ihre Einwechslung für Jonna Wrede (55.) zu ihrem Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse kam, gestaltete die Partie nun ausgeglichener.

Erst zu Beginn der Schlussphase waren die Leipzigerinnen wieder gefährlicher. Nach einer Flanke von Jasmien Mathys auf den zweiten Pfosten bekam Alieke Tuin den Ball aus spitzem Winkel nicht an Kinga Szemik vorbei. Nach dem folgenden Eckball verhinderte die polnische Nationaltorhüterin mit einem starken Reflex ein Eigentor von Paulina Bartz, die den Ball unfreiwillig per Kopf in Richtung Tor verlängert hatte. Einen Freistoß von Alieke Tuin aus etwa 25 Metern parierte Kinga Szemik kurz darauf erst im zweiten Nachfassen.

Wenige Minuten vor dem Abpfiff meldete sich aber auch der HSV noch einmal offensiv an. Die eingewechselte Carla Morich versuchte es aus spitzem Winkel, mit einiger Mühe wehrte RB-Torfrau Elvira Herzog ihren Schuss jedoch ab. In der Nachspielzeit zielte außerdem die ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Viktoria Schwalm von der Strafraumgrenze ein wenig zu hoch. So blieb es beim 1:1. Schon das erste HSV-Heimspiel in dieser Saison endete gegen den SC Freiburg mit demselben Ergebnis.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw