Google Pixel Frauen-Bundesliga
Bayer 04 siegt in Hoffenheim in Unterzahl

Zweites Auswärtsspiel, zweiter Sieg: Bayer 04 Leverkusen hält in der Google Pixel Frauen-Bundesliga Anschluss an die Tabellenspitze. Das Team von Trainer Roberto Pätzold behielt zum Auftakt des 3. Spieltages bei der TSG Hoffenheim nach einem intensiven Duell 2:1 (1:1) die Oberhand. Die Gastgeberinnen aus dem Kraichgau gingen damit auch im dritten Saisonspiel leer aus.
Zwei U 23-Nationalspielerinnen sorgten im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion für die ersten beiden Treffer. Loreen Bender (2.) brachte Bayer 04 schon früh in Führung, Marie Steiner (21.) glich für die TSG aus. Den Siegtreffer für Bayer 04 erzielte die nur wenige Minuten zuvor eingewechselte Paulina Tomasiak (68.). Nach der Gelb-Roten Karte für Sofie Zdebel wegen Ballwegschlagens (82.) gerieten die Leverkusenerinnen in der Schlussphase noch einmal in Bedrängnis. Torhüterin Rafaela Borggräfe war aber nicht mehr zu überwinden.
Carolin Simon muss passen
Im Vergleich zur 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln entschied sich TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger für zwei Umstellungen. Die zuvor angeschlagene Chiara Maria Hahn und Valesca Ampoorter rückten für Franziska Harsch, die krankheitsbedingt passen musste, und Janna Grimm, die zunächst auf der Bank Platz nahm, in die Anfangsformation.
Bei Bayer 04 Leverkusen war Trainer Roberto Pätzold zur einzigen Veränderung in seiner Startelf gezwungen, weil Kapitänin Carolin Simon angeschlagen passen musste. Dafür kehrte Loreen Bender, die das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:2) verpasst hatte, ins Team zurück. Marlene Müller rückte aus dem linken Mittelfeld auf die linke Abwehrseite und Vertrat dort Carolin Simon. Sofie Zdebel trug die Spielführerinnenbinde. Melissa Friedrich (angeschlagen) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) fielen weiterhin aus.
Bender legt schon früh vor
Die Gäste aus dem Rheinland erwischten den deutlich besseren Start. Schon nach wenigen Sekunden kam Vanessa Fudalla nach einem Zuspiel von Maja Sternad völlig frei zum Abschluss, traf aber den Ball nicht richtig. Nur eine Minute später lag die Kugel jedoch zum ersten Mal im Hoffenheimer Tor. Nach einem hohen Ballgewinn von Cornelia Kramer leitete Maja Sternad den Ball zu Loreen Bender weiter, die aus der Drehung abzog und aus etwa 14 Metern durch die Beine von Innenverteidigerin Lisa Doorn zum frühen 0:1 (2.) traf. TSG-Torhüterin Laura Dick sah den Schuss erst spät und konnte nichts mehr ausrichten.
Insgesamt dominierten die Leverkusenerinnen die Anfangsphase, offenbarten aber in der eigenen Defensive auch immer wieder Lücken. So vergaben zwar Paulina Platner, die an Laura Dick scheiterte, und Vanessa Fudalla, die knapp vorbei zielte, das mögliche 0:2. Auf der Gegenseite verpassten jedoch Valesca Ampoorter und Mittelstürmerin Svenja Fölmli jeweils den Ausgleich. Daher war das 1:1 (21.), das Marie Steiner nach einer Linksflanke von Lisann Kaut per Direktabnahme erzielte, nicht unverdient.
Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs konnten sich beide Teams noch einige Chancen auf den Führungstreffer erarbeiten. Bayer-Torhüterin Rafaela Borggräfe war jedoch gegen Laia Martret auf dem Posten und hatte Glück, dass Valesca Ampoorter und vor allem Laura Gloning den Kasten hauchdünn verfehlten. Aber auch Laura Dick musste mehrfach eingreifen, parierte unter anderem einen Versuch von Maja Sternad und - in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs - einen abgefälschten Schuss von Cornelia Kramer.
Torpremiere für Tomasiak
Nach der Pause gab es zunächst deutlich weniger Höhepunkte vor beiden Toren. Erst nach einer guten Viertelstunde bekam die Leverkusenerin Justine Brandau, die zur Pause für die an der Wade verletzte Loreen Bender eingewechselt worden war, nach einer Hereingabe von Marlene Müller den Ball in aussichtsreicher Position nicht unter Kontrolle, so dass Laura Dick rechtzeitig zupacken konnte. Nur kurz darauf gab es jedoch eine Schrecksekunde für Bayer 04, als Marie Steiner von der Strafraumgrenze abzog und der Ball an die Oberkante der Latte prallte. Kurz danach wehrte Rafaela Borggräfe Abschlüsse von Chiara Maria Hahn und der eingewechselten Linda Natter mit guten Paraden ab.
Genau in der Phase, als die TSG am Drücker schien, gelang den Gästen der erneute Führungstreffer. Hoffenheims Kapitänin Vanessa Diehm verlor im eigenen Strafraum den Ball, die folgende Flanke von Marlene Müller köpfte die nur wenige Minuten zuvor eingewechselte Paulina Tomasiak wuchtig zum 1:2 (68.) ins Netz. Für die polnische Nationalspielerin war es im dritten Einsatz das erste Tor in der Frauen-Bundesliga.
Diehm im Aluminium-Pech
Die Hoffenheimerinnen steckten jedoch nicht auf, sondern drängten auf den Ausgleich. Vor allem nach der Gelb-Roten Karte für Sofie Zdebel wegen Ballwegschlagens (82.) wurden die Gäste hinten eingeschnürt. Die überragende Torfrau Rafaela Borggräfe war jedoch weder von der auffälligen Laia Martret noch von Linda Natter zu bezwingen.
In der Nachspielzeit prallte ein Kopfball von Vanessa Diehm an den Innenpfosten und von dort an den Kopf von Rafaela Borggräfe, die den Ball dadurch mit Glück über die Torauslinie beförderte. Als auch der folgende Eckball nichts mehr einbrachte, war die dritte Niederlage der TSG Hoffenheim im dritten Spiel besiegelt.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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