Männer-Nationalmannschaft

Kremers und Co.: Das ist der "Klub der Hunderter"

02.10.2026
Der 600. Spieler für Deutschland: Erwin Kremers debütiert 1972 gegen die Sowjetunion Foto: IMAGO / Fred Joch

Mit seinen beiden letzten Einwechslungen im Spiel gegen Serbien hat Bundestrainer Jürgen Klopp DFB-Geschichte geschrieben, damit wurde die Marke von 1000 Spielern seit 1908 für die A-Nationalmannschaft geknackt. Mika Baur war die Nummer 1000, Vitaly Janelt die Nummer 1001.

Das Jubiläum von Baur zu ermitteln, war nicht schwer - das seiner Vorgänger teils allerdings schon. Oft kam es vor, dass unmittelbar vor einem Jubiläum mehrere Spieler zeitgleich debütierten.

Schmidt und Fürst teilen sich das 100er-Jubiläum

Nummer 100: Zwei Spieler kamen in Frage. Hans Schmidt (1. FC Nürnberg) und Fritz Fürst (Bayern München) debütierten beide am 18. Mai 1913 in Freiburg gegen die Schweiz (1:2).

Nummer 200: Neun (!) Kandidaten am 2. Oktober 1927 in Kopenhagen (1:3 gegen Dänemark)

Nummer 300: Ebenfalls neun Kandidaten beim 1:0 in Luxemburg am 18. August 1935

Nummer 400: Vier Kandidaten am 15. September 1940 in Preßburg gegen die Slowakei (1:0) 

Nummer 500: Sechs Kandidaten beim 1:2 in Kairo gegen Ägypten am 28. Dezember 1958 

Erst der 600. Spieler ist einwandfrei zu ermitteln

Nummer 600: Die Marke geht an den Schalker Erwin Kremers, der bei der Einweihung des Münchner Olympiastadions am 26. Mai 1972 gegen die Sowjetunion (4:1) in der Startelf stand. Joker Rainer Bonhof wurde nach der Pause die Nummer 601.

Nummer 700: Kaiserslauterns Stürmer Thomas Allofs debütierte unter Franz Beckenbauer am 16. Oktober 1985 ausgerechnet bei der ersten Niederlage in einem WM-Qualifikationsspiel - ein 0:1 gegen Portugal in Stuttgart.

Nummer 800: Am 27. Februar 2001 gab Teamchef Rudi Völler den Startschuss für die lange DFB-Karriere von Torsten Frings. Sie begann mit einer 0:1-Niederlage in Paris gegen Frankreich.

Nummer 900: Bei Jogi Löws Debütantenball am 13. Mai 2014 in Hamburg gegen Polen (0:0) standen acht Spieler ohne Länderspieleerfahrung in der Startelf, darunter Leon Goretzka und Antonio Rüdiger. Auch hier gab es den einen Jubilar nicht.

Ein Fehler erschwert die Recherchen

Erschwerend kam bei der Ermittlung hinzu, dass von 1932 bis 2023 ein Spieler in den Annalen stand, der nie gespielt hatte. Durch einen Übermittlungsfehler wurde Karl Joppich aus Hoyerswerda im Oktober 1932 eine Einwechslung in Budapest zugeschrieben, die es nie gegeben hat.

Der DFB korrigierte den Fehler nach Recherchen der Welt im Rahmen des Jubiläums zum 1000. Länderspiel. Nur gut, dass es für die vorherigen Jubilare keine Ehrungen gab, sie wären alle unverdient gewesen.

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Autor: um