Google Pixel Frauen-Bundesliga
In Überzahl: Frankfurt dreht plötzlichen Rückstand

Eintracht Frankfurt hält in der Google Pixel Frauen-Bundesliga Anschluss an die Tabellenspitze. Das Team von Trainer Niko Arnautis setzte sich am 4. Spieltag nach einer äußerst unterhaltsamen Partie gegen die TSG Hoffenheim 4:2 (1:0) durch und hat mit jetzt zehn Punkten auf dem Konto weiterhin nur zwei Zähler Rückstand auf den aktuellen Ligaprimus VfL Wolfsburg.
Vor 3105 Zuschauer*innen im Stadion am Brentanobad brachte Linksverteidigerin Nina Lührßen (2.) die Hessinnen schon früh in Führung. Obwohl Hoffenheims Abwehrspielerin Svenja Vöhringer wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte, wendeten die frühere Frankfurterin Chiara Hahn (50.) und Svenja Fölmli (62.) in Unterzahl zwischenzeitlich das Blatt.
Die Eintracht kam jedoch bei Dauerregen noch einmal zurück und bejubelte nach den Treffern von Kapitänin Laura Freigang (68.), der eingewechselten Danique Tolhoek (72.) und der ehemaligen Hoffenheimerin Ereleta Memeti (88.) doch noch den dritten Dreier im vierten Saisonspiel. Während die Frankfurterinnen weiterhin ungeschlagen sind, wartet die TSG nach wie vor auf den ersten Punktgewinn in der laufenden Spielzeit.
Arnautis: "Nach 1:2 aufgewacht"
"Wir sind sehr gut gestartet, waren griffig, haben den Ball schnell erobert und waren zielstrebig in Richtung Tor", sagte Eintracht-Trainer Niko Arnautis. "Nach dem Führungstreffer haben wir es versäumt, das zweite Tor nachzulegen. Dann war es ein typisches Fußballphänomen, dass wir nach der Roten Karte die Ordnung verloren und nicht mehr wie noch davor Fußball gespielt haben. Erst nach dem 1:2-Rückstand sind wir aufgewacht. Ich muss meiner Mannschaft deshalb ein Kompliment machen. Sie hat es dann sehr gut gemacht."
TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger meinte: "Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft und ihrem Kampf. Wir haben Eintracht Frankfurt in Unterzahl phasenweise dominieren können. Die Rote Karte hat unseren Matchplan über den Haufen geworfen. Wie wir uns zurückgekämpft haben und sogar in Führung gegangen sind, das war unfassbar. Auch wenn wir nicht punkten konnten, müssen wir genau so weitermachen."
Hoffenheims Spielführerin Vanessa Diehm betonte: "Zu zehnt haben wir es sehr gut gemacht. Man hat gesehen, was wir eigentlich können. Wenn wir unser Spiel auf den Platz bekommen, sind wir da und können sogar in Unterzahl etwas erreichen. Nach solchen Niederlagen hilft es, direkt wieder zu spielen. Deshalb sind wir froh, dass es schon am Freitag gegen den VfL Wolfsburg weitergeht."
Saisondebüt für Vöhringer
In der Anfangsformation der Frankfurterinnen gab es im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg beim 1. FC Union Berlin drei Umstellungen. In der Innenverteidigung lief Marthine Oestenstad für Sara Doorsoun auf, auf der rechten Abwehrseite Paulina Krumbiegel für Pia-Sophie Wolter. Außerdem kehrte Hanna Bennison im Mittelfeld in die Startaufstellung zurück, dafür musste Noemi Ivelj weichen. Es fehlten weiterhin Nationalspielerin Larissa Mühlhaus und Torhüterin Sophia Winkler sowie Vivienne Lia, die sich aktuell bei der englischen U 20-Nationalmannschaft befindet.
Auf ihren früheren Verein traf nicht nur Eintracht-Offensivspielerin Ereleta Memeti, die von 2022 bis 2025 in Sinsheim unter Vertrag stand. Neben der 27 Jahre alten Kapitänin der kosovarischen Nationalmannschaft kam es auch für Paulina Krumbiegel und Jamilla Rankin zum Wiedersehen mit ihrem Ex- Klub.
Bei der TSG Hoffenheim entschied sich Trainerin Eva-Maria Virsinger lediglich für eine Veränderung in ihrer Startelf. Für die leicht angeschlagene Lisa Doorn startete Svenja Vöhringer in der Hintermannschaft und gab damit ihr Saisondebüt in der höchsten deutschen Spielklasse, das allerdings nicht lange dauern sollte. Neben den Langzeitverletzten fiel auch Mittelfeldspielerin Franziska Harsch krankheitsbedingt aus. Ilse Kemper musste wegen ihrer Gelb-Roten Karte bei einem Einsatz in der U 20 in der 2. Frauen-Bundesliga zuschauen. Während die norwegische Angreiferin Martine Fenger nach ihrer Pause in das Aufgebot zurückkehrte, reichte es bei der niederländischen Verteidigerin Wiëlle Douma noch nicht für einen Einsatz.
Lührßen legt früh vor
Gleich die erste Offensivaktion nutzte Eintracht Frankfurt zur frühen Führung. Nationalspielerin Laura Freigang setzte sich auf der rechten Seite in Szene und fand mit ihrer Hereingabe Rebecka Blomqvist, die jedoch aus kurzer Entfernung an der glänzend reagierenden TSG-Torfrau Laura Dick scheiterte. Gegen den Nachschuss von Nina Lührßen zum 1:0 (2.) hatte die U 23-Nationaltorhüterin dann aber keine Chance mehr. Nur wenig später parierte die sehr gut aufgelegte Laura Dick einen Abschluss von Ereleta Memeti, doch auch auf der Gegenseite kam die TSG zu einer sehr guten Möglichkeit. Der 20-Meter-Schuss von Chiara Hahn senkte sich jedoch auf die Latte.
Ab der 18. Minute musste Hoffenheim in Unterzahl spielen, nachdem Svenja Vöhringer als letzte Frau die davoneilende Rebecka Blomqvist zu Fall gebracht hatte. Schiedsrichterin Angelika Söder blieb nichts anderes übrig, als diese Notbremse mit der Roten Karte zu ahnden.
In Überzahl blieb die Eintracht bis zur Pause klar am Drücker und verpasste mehrfach die Chance, den Vorsprung auszubauen. Vor allem bei einem Kopfball von Laura Freigang und bei einem wuchtigen Schuss von Hayley Raso zeigte Laura Dick ihr gesamtes Können.
Fölmli sorgt für Wende
Kurz nach der Pause hatte Laura Freigang nach einem Pass von Hayley Raso erneut die große Chance, den Vorsprung auszubauen. Laura Dick verkürzte jedoch geschickt den Winkel und lenkte den Ball mit einer starken Parade zur Ecke. Umso überraschender fiel nur wenig später der Ausgleich. Chiara Hahn wurde im linken Strafraumeck nicht richtig gestört und schlenzte die Kugel an ihrer früheren Wirkungsstätte sehenswert zum 1:1 (50.) in die lange Ecke.
Dieser Treffer zeigte Wirkung und nur zwölf Minuten später war die Partie trotz der Unterzahl der Gäste plötzlich gedreht. Frankfurts Torhüterin Lina Altenburg verschätzte sich bei einer Rechtsflanke von Laia Martret, so dass Mittelstürmerin Svenja Fölmli am zweiten Pfosten aus kurzer Entfernung zum 1:2 (62.) einnicken konnte.
Memeti setzt zum Solo an
Diesmal schüttelte sich die Eintracht allerdings nur kurz und meldete sich mit dem schnellen Ausgleich zurück. Nach einer Maßflanke von Ereleta Memeti, die damit bereits zum fünften Mal in dieser Saison als Vorbereiterin glänzte, markierte Laura Freigang mit einem platzierten Kopfball ihr viertes Saisontor zum 2:2 (68.).
Danach ließen die die Hessinnen nicht mehr aushalten. Nach einem Hoffenheimer Ballverlust in der eigenen Hälfte setzte Nina Lührßen die eingewechselte Danique Tolhoek in Szene, die sich sehenswert durchsetzte und zum 3:2 (72.) ins kurze Eck traf. In der Schlussphase stellte dann Ereleta Memeti nach einem spektakulären Solo an zahlreichen TSG-Abwehrspielerinnen vorbei den 4:2-Endstand (88.) her.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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FAQ: Hier ist der 4. Spieltag live im TV und Stream zu sehen
Der 4. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga wird heute mit drei Spielen fortgesetzt. Ab 14 Uhr gastiert der Tabellenführer VfL Wolfsburg beim bislang ungeschlagenen Aufsteiger VfB Stuttgart. DFB.de mit den Infos zu den Liveübertragungen.