Frauen im Fußball

Future Leaders in Football: 18 Wegbereiterinnen in Mexico City

24.06.2026
Abschluss in Mexico City: die Teilnehmerinnen der siebten FLF-Auflage Foto: MYL DISPLAY / Kebyn Luna

Anlässlich der FIFA Weltmeisterschaft der Männer 2026 in den USA, Kanada und Mexiko veranstaltete der DFB gemeinsam mit seinem Hauptpartner Volkswagen und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) vom 10. bis 15. Juni in Mexico City die siebte Ausgabe des internationalen Leadershipprogramms für Frauen im Fußball, das "Future Leaders in Football"-Programm (FLF).

18 Teilnehmerinnen aus Nationalverbänden, Konföderationen und dem Bereich "Sport für Entwicklung" aus Mexiko, Zentralamerika, der Karibik und Deutschland nahmen an dem Programm teil. Während der gesamten Woche fanden Sessions statt, die sich mit Leadership und deren Anwendung im sportlichen Kontext befassten und gleichzeitig die strukturellen Herausforderungen thematisierten, mit denen Frauen im Fußball konfrontiert sind. Der FLF umfasste zudem praktische "Sport-für-Entwicklungs"-Einheiten, in denen gezeigt wurde, wie Fußball als Instrument zur Förderung der Geschlechtergleichstellung eingesetzt werden kann.

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"Gleichstellung der Geschlechter im Fußball vorantreiben"

Seit seinem Start im Jahr 2021 hat das FLF-Programm mehr als 100 aufstrebende weibliche Führungskräfte aus aller Welt ausgebildet. Diese siebte Ausgabe, deren Schwerpunkt auf der CONCACAF-Region lag, schuf eine einzigartige Plattform für Austausch, Weiterentwicklung und internationale Zusammenarbeit. Das Programm unterstreicht das anhaltende Engagement des DFB, Volkswagen und GIZ für die Förderung der Geschlechtergleichstellung im Fußball, insbesondere durch die Stärkung der Präsenz von Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Fußballverbänden und Konföderationen weltweit.

DFB-Generalsekretär Dr. Holger Blask eröffnete das Programm und betonte dabei, wie wichtig es sei, Frauen in Führungspositionen im Fußball zu stärken:

Das FLF-Programm steht im Einklang mit dem Engagement des DFB, die Gleichstellung der Geschlechter im Fußball voranzutreiben und die internationale Zusammenarbeit zu stärken. Die Workshopinhalte zum Thema Leadership und deren praktischer Anwendung im Sportkontext, statten die Teilnehmerinnen mit den richtigen Werkzeugen aus, um Führungspositionen im Fußball zu übernehmen. Jede dieser Frauen bringt den Ehrgeiz und das Potenzial mit, den Fußball von morgen mitzugestalten, und wir freuen uns darauf, zu sehen, wie sich dies in Zukunft entfalten wird.

"Programm verbindet und schafft wertvolle Netzwerke"

DFB-Hauptpartner Volkswagen unterstützt das Programm bereits von Beginn an und das aus gutem Grund:

"Das 'Future Leaders in Football' Programm zeigt, wie Sport Menschen weltweit verbindet und wertvolle Netzwerke schafft. Für Volkswagen ist es ein zentrales Anliegen, diesen Austausch zu fördern und positiven, nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben – deshalb unterstützen wir das Programm bereits zum siebten Mal mit voller Überzeugung", sagt Gerd Voss, Leiter der Volkswagen Sportkommunikation.

Ergänzt wurde das Programm durch eine Reihe hochkarätiger Gastrednerinnen, die der nächsten Generation weiblicher Führungskräfte Fachwissen, Inspiration und praktische Anleitungen für ihre zukünftigen Leadershippositionen vermittelten. Heidi Pellerano, Chief Commercial Officer der CONCACAF, und Mariana Gutiérrez, Präsidentin der Liga MX BBVA Femenil, teilten wertvolle Einblicke in die Chancen und Herausforderungen bei der Entwicklung des Männer- und Frauenfußballs in der gesamten CONCACAF-Region und leiteten daraus wichtige Erkenntnisse für angehende Führungskräfte ab.

Von der Pionierin zur Führungskraft

Im weiteren Verlauf der Woche teilte Jill Ellis, Chief Football Officer bei der FIFA, Führungserfahrungen aus ihrer Trainerinnenkarriere und ermutigte die Teilnehmerinnen, ihr Selbstvertrauen so zu stärken, dass es größer ist als ihre Zweifel. Laura McAllister, Vizepräsidentin der UEFA und Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, gab Einblicke in ihre Rolle innerhalb eines der höchsten Führungsgremien des Fußballs und forderte die Teilnehmerinnen auf, so ambitioniert wie möglich zu sein.

Andrea Rodebaugh, Direktorin der Frauen-Nationalmannschaften beim mexikanischen Fußballverband, trug mit ihrer Geschichte – von der Pionierin zur Führungskraft – eine eindrucksvolle Perspektive bei und ermutigte die Teilnehmerinnen, selbst zu Gamechangerinnen zu werden. Cecilia Vales, Gründerin von SheWins, hob zudem hervor, wie Fußball als Instrument zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter genutzt werden kann.

Der FLF-Projektpartner, die GIZ, fügte hinzu: "Future Leaders in Football zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial der Ansatz Sport für Entwicklung entfalten kann. Durch die gezielte Verbindung von Sport, Bildung und persönlicher Entwicklung stärken junge Menschen ihre Führungskompetenzen, übernehmen Verantwortung und gestalten positive Veränderungen in ihren Gemeinschaften. Besonders Mädchen und junge Frauen erhalten neue Chancen auf Teilhabe, Selbstbestimmung und gesellschaftliches Engagement", Axel Caldas, Projektleiter, GIZ

Neben den Fachvorträgen umfasste der FLF ein Kulturprogramm, das die theoretische Lernerfahrung ergänzen sollte. Die Teilnehmerinnen verfolgten das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft beim Public Viewing in der Stadt, erkundeten Mexico City bei einem geführten Stadtrundgang und lernten lokale Traditionen kennen. Ein besonderes Highlight war eine Veranstaltung mit der Lucha-Libre-Kämpferin Kathrin Zeiske, die die Teilnehmerinnen dazu ermutigte, "wie ein Mädchen zu kämpfen", gefolgt vom gemeinsamen Besuch einer Live-Lucha-Libre-Veranstaltung in der Arena México.

"Beeindruckt, mit wie viel Engagement die Frauen ihren Weg gehen"

Im Mittelpunkt des Programms standen die Teilnehmerinnen selbst, die die Woche durch ihre Offenheit, Entschlossenheit und gegenseitige Unterstützung prägten. Indem sie einen sicheren und bestärkenden Raum schufen, beflügelten sie sich gegenseitig und knüpften dauerhafte Verbindungen, die weit über das Programm hinausreichen.

In diesem Jahr entsendete der DFB ebenfalls eine eigene Mitarbeiterin, um die internationale Zusammenarbeit zwischen den Verbänden zu stärken. Aline Czaplicki, Managerin für die strategische Entwicklung der Frauenbundesliga, teilte ihre Erfahrung im Folgenden:

"Neben den Inhalten des Programms und den nahbaren Guest Speakerinnen war für mich vor allem der Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen das Highlight. Die Gespräche waren offen, ehrlich und sehr wertvoll. Besonders beeindruckt hat mich, mit wie viel Engagement, positiver Energie und gegenseitiger Unterstützung die Frauen aus der Region ihren Weg gehen.

Der FLF hat eines gezeigt: Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, Strukturen zu verändern, um den Fußball vielfältiger und letztendlich besser zu machen. Indem wir mehr Frauen in Führungspositionen bringen, kann der Fußball sein volles Potenzial entfalten.

Kategorien: Frauen im Fußball, FF27, Mädchenfußball, DER DFB

Autor: dfb