Google Pixel Frauen-Bundesliga
Frankfurt siegt 1:0 bei Union Berlin
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Eintracht Frankfurt hält in der Google Pixel Frauen-Bundesliga Anschluss an die Tabellenspitze. Das Team von Trainer Niko Arnautis kam beim 1. FC Union Berlin zum Abschluss des 3. Spieltages zu einem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg und rückte auf den dritten Tabellenplatz vor. Mit jetzt sieben Punkten trennen die Hessinnen nur zwei Zähler vom Spitzenduo mit dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München.
Vor 5717 Zuschauer*innen im Stadion An der Alten Försterei ging der einzige Treffer der Partie auf das Konto von Nationalspielerin Laura Freigang (26.), deren Kopfball noch von Union-Zugang Lina Hausicke unglücklich abgefälscht wurde. Die große Chance, den Vorsprung auszubauen, vergab Eintracht-Abwehrspielerin Sara Doorsoun, die mit einem Foulelfmeter an Union-Torhüterin Nadine Böhi scheiterte (35.). Auch in der zweiten Halbzeit vereitelte die gut aufgelegte Schweizerin mehrere hochkarätige Chancen der Frankfurterinnen.
Der 1. FC Union muss weiter auf das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison warten. Die Berlinerinnen kassierten im dritten Ligaspiel auch die dritte Niederlage.
Doorsoun: "Charakter gezeigt"
"Wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess und müssen einfach weitermachen", sagte Union-Geschäftsführerin Jennifer Zietz im Interview mit SPORT1. "Es ist klar, dass wir in der Offensive mehr Durchschlagskraft benötigen. An diesen Baustellen arbeiten wir intensiv."
Mittelfeldspielerin Lina Hausicke erklärte: "Es war ein sehr warmer Empfang für mich. Ich bin glücklich, jetzt hier zu sein. Sehr gerne hätte ich aber auch gewonnen. Es ist bitter, durch einen Standard zu verlieren. Dennoch war es ein Schritt nach vorne."
Eintracht-Verteidigerin Sara Doorsoun meinte: "Es waren nach unserem Ausscheiden aus der Champions League keine einfachen Tage. Das Team hat Charakter und Mentalität gezeigt. Darauf können wir stolz sein."
Frankfurts Torschützin Laura Freigang betonte: "Wir hätten es uns bei den zahlreichen guten Torchancen einfacher machen können. Am Ende steht aber ein 1:0-Auswärtssieg. Dass wir in der Defensive kaum etwas zugelassen haben, ist ein Beleg dafür, dass wir gereift sind."
Hausicke gibt Einstand
Vier Änderungen in ihrer Anfangsformation nahm Union-Trainerin Marie-Louise Eta im Vergleich zum Auswärtsspiel beim SC Freiburg (0:1) vor. Die erst wenige Tage zuvor vom Ligakonkurrenten SV Werder Bremen verpflichtete Lina Hausicke rückte ebenso neu ins Team wie Judith Steinert, Naika Reissner und Kapitänin Lisa Heiseler. Dafür nahmen die angeschlagene Amber Tysiak sowie Sophie Weidauer, die frühere Frankfurterin Jella Veit und Leela Egli zunächst auf der Bank Platz.
Ebenfalls ein Wiedersehen mit ihrem Ex Klub aus Hessen gab es für Nationalspielerin Lisanne Gräwe und Tomke Schneider, die beide in der Startelf standen. Dagegen mussten Torhüterin Cara Bösl, Anna Aehling und Tanja Pawollek gegen ihren früheren Verein ebenso verletzungsbedingt passen wie Hannah Eurlings, Ida Heikkinen, Korina Janež, Mariann Noack und Dina Orschmann.
Eintracht-Trainer Niko Arnautis entschied sich gegenüber dem verlorenen Playoff-Rückspiel um den Einzug in die Ligaphase der UEFA Women's Champions League bei Paris Saint-Germain (1:5 nach Verlängerung) für drei Umstellungen. Pia-Sophie Wolter, Noemi Ivelj und Sara Doorsoun liefen von Beginn an auf. Dafür bekamen Hanna Bennison, Marthine Oestenstad und Paulina Krumbiegel eine Pause. Nicht zur Verfügung standen weiterhin Nationalspielerin Larissa Mühlhaus (muskuläre Verletzung am rechten Oberschenkel), Vivienne Lia (zur U 20-Nationalmannschaft von England abgestellt) und Torhüter Sophia Winkler (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung.
Abgefälschter Kopfball zur Führung
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und umkämpfte Partie. Union hatte zwar schon in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz, die Eintracht wirkte jedoch in der Offensive deutlich gefährlicher. So verfehlten Abschlüsse von Dilara Acikgöz und Laura Freigang nur knapp das Berliner Tor. Auf der Gegenseite hatte Lisa Heiseler die mögliche Führung auf dem Fuß, schoss aber nach einem Zuspiel von Naika Reissner von der Strafraumgrenze hauchdünn am Kasten vorbei. Es war mit Abstand die beste Chance der "Eisernen" vor der Pause.
Wesentlich häufiger tauchten die Frankfurterinnen vor Union-Torhüterin Nadine Böhi auf. Zwei Versuche von Hayley Raso blockte Tomke Schneider jeweils in letzter Sekunde ab. Den folgenden Nachschuss von Ereleta Memeti lenkte Nadine Böhi zur Ecke. Nur wenige Minuten später war aber auch die Schweizerin machtlos. Nach einer Freistoßflanke von Ereleta Memeti kam Eintracht-Kapitänin Laura Freigang zum Kopfball. Weil die Kugel von Debütantin Lina Hausicke kurz vor dem Tor noch unglücklich abgefälscht wurde, landete der Ball zum 0:1 (26.) im Netz.
Die große Chance, um den Vorsprung auszubauen, hatten die Frankfurterinnen noch vor der Pause, nachdem Rebecka Blomqvist im Strafraum von Eileen Campbell zu Fall gebracht worden war. Sara Doorsoun scheiterte jedoch mit dem fälligen Foulelfmeter an Torfrau Nadine Böhi, die den 1. FC Union vor einem weiteren Gegentreffer bewahrte.
Böhi hält Union im Spiel
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften zunächst weitgehend, Torraumszenen hatten Seltenheitswert. Nach einer guten Stunde reagierte Marie-Louise Eta deshalb mit einem Dreifachwechsel. Nele Bauereisen, Sophie Weidauer und die kurz vor dem Ende der Transferperiode vom VfL Wolfsburg geholte Judit Pujols lösten Lisa Heiseler, Judith Steinert und Naika Reissner ab.
In der Folgezeit war Union zwar bemüht, mehr Druck auszuüben. Die besseren Tormöglichkeiten hatten aber weiterhin die Gäste, unter anderem durch Ereleta Memeti, die mit ihrem Abschluss zu lange zögerte. Auf der anderen Seite kam Union lediglich zu einer guten Gelegenheit durch eine Direktabnahme von Eileen Campbell, die Eintracht-Torhüterin Lina Altenburg jedoch vor keine ernsthaften Probleme stellen konnte.
In der Schlussminuten hielt allein Nadine Böhi ihr Team mit zahlreichen Glanzparaden im Spiel. Nacheinander ließen Amanda Ilestedt per Kopfball nach einer Ecke sowie Laura Freigang und Dilara Acikgöz beste Chancen liegen, um die Entscheidung herbeizuführen. Es sollte sich am Ende nicht rächen, weil Lina Altenburg bei der letzten Aktion der Partie gegen Samantha Steuerwald auf dem Posten war und den möglichen Ausgleich verhinderte.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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