Google Pixel Frauen-Bundesliga
Dank Küvers Doppelpack: Späte Wolfsburger Wende
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Mit einem Kraftakt in den Schlussminuten hat der VfL Wolfsburg am 3. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga doch noch den dritten Saisonsieg perfekt gemacht. Das Team von Trainer Stephan Lerch bezwang nach einem zweimaligen Rückstand den zuvor ebenfalls noch verlustpunktfreien SV Werder Bremen am Ende 3:2 (0:1). Der entscheidende Treffer fiel erst tief in der Nachspielzeit.
Vor 2698 Zuschauer*innen im AOK Stadion brachten Luna Vanzeir (14.) und die eingewechselte Elena Dhont (64.) die Gäste jeweils in Führung. Für den VfL waren mit Mara Alber (57.), die am Spieltag ihren 21. Geburtstag feierte, und Nationalverteidigerin Camilla Küver (88./90.+4), die in der Schlussphase im Sturmzentrum eingesetzt wurde und prompt ihren ersten Doppelpack in der höchsten deutschen Spielklasse schnürte, ebenfalls zwei Einwechselspielerinnen erfolgreich.
Damit bleiben die Wölfinnen gegen den Nordrivalen weiterhin ungeschlagen. Von bislang 18 Bundesligaduellen entschieden sie 17 für sich, zweimal trennten sich die Teams unentschieden.
Lerch: "Unfassbar stolz"
"Das waren Gänsehaut-Momente", sagte Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch im Interview. "Der VfL ist für seine Comeback-Qualitäten bekannt. Diesmal haben wir es fast bis auf die Spitze getrieben. Wir mussten in den zurückliegenden Tagen viel durchmachen, das geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Ich bin unfassbar stolz auf das Team."
Matchwinnerin Camilla Küver erklärte: "Vor ein paar Tagen waren wir nach dem Verpassen der Champions League noch am Boden zerstört. Das hat unfassbar weh getan. Jetzt kämpfen wir uns so in ein Spiel zurück und dürfen diese Momente feiern. Das ist schon krass. Es wird ein wenig dauern, bis ich das richtig realisiert habe. Wir haben uns gegen Bremen lange Zeit sehr schwergetan, um wieder in die Spur zu finden. Deshalb ist es ein sehr besonderer Sieg."
Werder-Trainerin Friederike Kromp meinte: "So spät noch den entscheidenden Gegentreffer zu kassieren, ist extrem bitter. Wenige Minuten zuvor waren wir noch dem 3:1 sehr nah, am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Am Ende konnten wir nicht mehr für genügend Entlastung sorgen. Dennoch können wir stolz auf die gezeigte Leistung sein."
Drei Bremer Debütantinnen
Vier Tage nach der verpassten Qualifikation für die UEFA Women's Champions League durch die Niederlage bei Inter Mailand (1:3 nach Verlängerung sowie 4:5 im Elfmeterschießen) stellte VfL-Trainer Stephan Lerch seine Anfangsformation auf drei Positionen um. Sophia Kleinherne, Joelle Wedemeyer und Lou Bogaert starteten für Camilla Küver, Thea Bjelde und Sarai Linder. Die 22 Jahre alte Französin Bogaert, die vom Paris FC nach Wolfsburg gewechselt war, feierte damit ihr Startelfdebüt in der Frauen-Bundesliga.
Weiterhin passen mussten bei den Wölfinnen Giovanna Hoffmann und Cecilie Floe aufgrund ihrer Knieverletzungen. Torhüterin Martina Tufekovic war nach dem Abschlusstraining angeschlagen und fehlte ebenfalls im Kader. Kessya Bussy (Kniebeschwerden) befindet sich weiterhin in einem Therapieprozess, Lena Lattwein ist noch im Aufbautraining. Weronika Arasniewicz weilt aktuell bei der polnischen U 20-Nationalmannschaft und steht daher auch nicht zur Verfügung.
Beim SV Werder gab es gegenüber dem 2:0-Heimsieg gegen RB Leipzig ebenfalls drei Veränderungen in der Startelf, allerdings nicht ganz freiwillig. Während die bisherige Kapitänin Lina Hausicke kurz vor dem Ablauf der Transferperiode noch zum Ligakonkurrenten 1. FC Union Berlin wechselte, fehlte Chiara D’Angelo aufgrund einer Fußverletzung. Außerdem nahm Elena Dhont zunächst auf der Bank Platz. Dafür liefen Wiktoria Zieniewicz, Marie Gmeineder und Lilli Purtscheller erstmals von Beginn an auf.
Neben Chiara D’Angelo standen auch Tuana Mahmoud, Caroline Siems (beide im Aufbautraining), Felicia Sträßer (Bänderverletzung) und Lena Petermann (Hüftprobleme) den Bremerinnen nicht zur Verfügung. Dagegen kehrten Sarah Gutmann und Elena Mühlemann nach kurzen Verletzungspausen wieder in den Kader zurück. Auch Neuzugang Jenny Hipp (zuvor 1. FC Union Berlin) gehörte erstmals zum Aufgebot.
Vanzeir nutzt Fehlpass
Die Gäste von der Weser begannen mutig und übernahmen in der Anfangsphase die Initiative. Dem nicht unverdienten Führungstreffer ging allerdings ein kapitaler Fehlpass in der Wolfsburger Abwehr voraus. Lieske Carleer spielte die Kugel genau in die Füße von Luna Vanzeir, die sich diese Chance nicht entgehen ließ und zum frühen 0:1 (14.) traf.
Auch in der Folgezeit tat sich der VfL schwer und konnte sich bis zur Pause nur wenige klare Tormöglichkeiten erspielen. Ein Kopfball von Cora Zicai nach einer Flanke von Svenja Huth wurde abgeblockt, einen Flachschuss der Nationalstürmerin konnte Bremens Torhüterin Mariella El Sherif mühelos parieren. Svenja Huth zielte aus der Distanz deutlich zu hoch. Kurz vor der Pause hatte Lara Prasnikar Pech, dass sie nach einer Hereingabe von Lou Bogaert den Ball mit einem sehenswerten Hackentrick nicht richtig auf das Tor bringen konnte.
Auf der Gegenseite hatte Lilli Purtscheller sogar eine gute Gelegenheit, um auf 2:0 zu erhöhen. Zunächst zögerte die Österreicherin zu lange, dann konnte sie VfL-Torfrau Stina Jonannes mit ihrem Abschluss im Nachsetzen nicht wirklich in Verlegenheit bringen.
Alber trifft gegen Ex-Klub
Zu Beginn der zweiten Halbzeit verzichtete der VfL noch auf personelle Wechsel, übte aber deutlich mehr Druck auf den Gegner aus. So verpasste Lara Prasnikar eine Hereingabe von Svenja Huth nur knapp, ein 20-Meter-Schuss von Ella Peddemors strich knapp am linken Pfosten vorbei.
Die Niederländerin war dann auch am Ausgleich entscheidend beteiligt. Die Freistoßflanke von Ella Peddemors von der rechten Seite beförderte die Ex-Bremerin Mara Alber nur eine Minute nach ihrer Einwechslung per Kopfball zum 1:1 (57.) in die Maschen. Für die U 23-Nationalspielerin, die in Mailand im Elfmeterschießen als einzige Spielerin gescheitert war, war es an ihrem 21. Geburtstag der erste Treffer im VfL-Trikot.
Die Freude währte allerdings nicht lange, denn auf der anderen Seite stach auch Bremens Jokerin Elena Dhont, die nach einem Eckball von Luna Vanzeir ebenfalls per Kopf zum 1:2 (64.) erfolgreich war. Sie war auch erst sechs Minuten zuvor ins Spiel gekommen. Glück für den SV Werder: Kurz vor der erneuten Führung war Torhüterin Mariella El Sherif ein Fehlpass außerhalb des Sechzehners unterlaufen, Ella Peddemors setzte ihren Fernschuss aus knapp 40 Meter aber knapp über das verlassene Tor.
Huth legt zweimal vor
In der Schlussphase drängte der VfL immer stärker auf den Ausgleich. Einen Linksschuss der auffälligen Ella Peddemors lenkte Mariella El Sherif jedoch mit einer starken Parade an die Unterkante der Latte. Auf der Gegenseite hatte jedoch auch Elena Dhont Aluminium-Pech, als Wolfsburgs Torhüterin Stina Johannes ihren Schuss ebenfalls noch mit den Fingerspitzen gegen den Querbalken abwehren konnte. Außerdem ging ein Schuss von Mei Shimada nur ganz knapp am Wolfsburger Tor vorbei.
Mit dem Mut der Verzweiflung warf der VfL alles nach vorne - und wurde noch belohnt. Erst drückte die ebenfalls eingewechselte Camilla Küver einen Querpass von Svenja Huth aus kurzer Entfernung zum 2:2 (88.) über die Linie. Dann tropfte ein Kopfball der Nationalspielerin, erneut nach Vorarbeit von Svenja Huth, von der Latte knapp hinter die Torlinie zum umjubelten 3:2 (90.+4).
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw
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