Google Pixel Frauen-Bundesliga

Fakten-Flash #3: Bühl bei Bayerns Bestmarke in Bestform

08.09.2026
Ein Tor, zwei Vorlagen gegen Freiburg: Bayerns Bühl (M.) brilliert Foto: IMAGO

Die Google Pixel Frauen-Bundesliga ist zurück. Die Saison 2026/2027 hat begonnen. Im Fakten-Flash wirft DFB.de einen Blick auf die spannendsten Zahlen, Daten und Fakten des 3. Spieltages.

Dass der Deutsche Meister und DFB-Pokalsieger FC Bayern München am 3. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga zum 45. Mal in Folge ungeschlagen blieb und damit einen neuen Rekord aufstellte, daran hatte Nationalspielerin Klara Bühl entscheidenden Anteil. Zum 4:1-Heimsieg gegen ihren früheren Verein SC Freiburg steuerte die 25 Jahre alte Flügelstürmerin einen Treffer und zwei Torvorlagen bei. Außerdem gewann sie sechs ihrer sieben Dribblings (Erfolgsquote 85,7 Prozent). Für Bühl war es das 125. Spiel im Trikot des FC Bayern in der Frauen-Bundesliga. Damit belegt sie den zehnten Platz der vereinsinternen Rekordspielerinnenliste, die von Sandra de Pol mit 223 Einsätzen angeführt wird.

Der Doublesieger stellte gegen Freiburg auch mehrere Bestwerte für den Spieltag auf. Die Münchnerinnen kamen auf fünf Großchancen und wiesen mit 88 Prozent die beste Passquote auf. Mit 23 Torschüssen teilten sie sich den Höchstwert mit dem VfL Wolfsburg (3:2 gegen den SV Werder Bremen). Die Partie gegen die Breisgauerinnen hatte mit 65,2 Minuten außerdem die höchste Nettospielzeit.

Bayern-Mittelfeldspielerin Momoko Tanikawa erzielte gegen Freiburg zwei Tore bei fünf Abschlüssen. Ihr erster Treffer gelang ihr mit einem Distanzschuss aus rund 40 Metern. Mit dem Doppelpack erreichte sie die Marke von zehn Toren für Bayern München in der höchsten deutschen Spielklasse.

Huth findet Küver zweimal

Der aktuelle Vizemeister VfL Wolfsburg drehte das Spiel beim 3:2 gegen den SV Werder Bremen nach einem zweimaligen Rückstand erst in den Schlussminuten und verteidigte dadurch die Tabellenführung. Die eingewechselte Nationalspielerin Camilla Küver benötigte für ihren entscheidenden Doppelpack nur zwei Torschüsse und traf in der 88. sowie in der 90.+4. Minute.

VfL-Kapitänin Svenja Huth bereitete beide Treffer vor. Zuvor hatte U 23-Nationalspielerin Mara Alber nur eine Minute nach ihrer Einwechslung an ihrem 21. Geburtstag den ersten Wolfsburger Treffer erzielt. Der VfL brachte insgesamt 26 Flanken - Höchstwert des Spieltages - und gab ebenso wie der FC Bayern 23 Torschüsse ab. Bremen benötigte für seine beiden Treffer nur neun Abschlüsse.

Union Berlin oft am Ball

Zum Abschluss des Spieltages gewann Eintracht Frankfurt beim 1. FC Union Berlin 1:0. Die Eintracht gab dabei 22 Torschüsse ab, Union lediglich neun. Nationalspielerin Laura Freigang erzielte den einzigen Treffer mit einem ihrer vier Abschlüsse per Kopf. Das Zuspiel kam von Ereleta Memeti, die damit alle vier bisherigen Eintracht-Treffer in dieser Saison vorbereitet hat. Der 1. FC Union kam trotz der Niederlage auf 791 Ballbesitzphasen und 575 Pässe - jeweils Höchstwert des Spieltages.

Auch bei den langen Pässen führte Union die Teamwertung mit 48 an. Die frühere Frankfurterin Tomke Schneider verzeichnete gegen ihren Ex-Klub 119 Ballbesitzphasen und damit den höchsten individuellen Wert. Ihre 100 Pässe wurden nur von Leipzigs Annabel Schasching übertroffen, die beim 1:1 in Hamburg 110 Zuspiele spielte und 87,3 Prozent davon anbrachte.

Boboy macht Boden gut

RB Leipzig war im Spiel beim Hamburger SV (1:1) statistisch deutlich überlegen: 22:5 Torschüsse, 503:320 Pässe und 685:515 Ballbesitzphasen lauteten die Werte zugunsten der Leipzigerinnen. Allein U 23-Nationalstürmerin Delice Boboy gab acht Torschüsse ab - mit deutlichem Abstand Höchstwert unter allen Spielerinnen - und erzielte auch den Leipziger Führungstreffer. Für sie persönlich war es das siebte Tor in der Frauen-Bundesliga für RB.

Nur drei Spielerinnen trafen für Leipzig häufiger. Die vereinsinterne Bestmarke hält Vanessa Fudalla (inzwischen Bayer 04 Leverkusen) mit 20 Toren.

Leverkusen sehr effektiv

Bayer 04 Leverkusen gewann 2:1 bei der TSG Hoffenheim, obwohl die TSG mehr Torschüsse (20:12), mehr Großchancen (3:1), mehr Ballbesitzphasen (664:566) und mehr Pässe (455:367) verzeichnete. Ab der 82. Minute spielte Leverkusen nach der Gelb-Roten Karte für Mittelfeldspielerin Sofie Zdebel außerdem in Unterzahl. Die eingewechselte Paulina Tomasiak erzielte mit ihrem einzigen Torschuss per Kopf den Leverkusener Siegtreffer. Die polnische Nationalspielerin feierte damit im dritten Einsatz ihre Torpremiere in der Frauen-Bundesliga.

Loreen Bender hatte die Rheinländerinnen bereits in der 2. Minute erstmals in Führung gebracht und erzielte dabei ihr zehntes Tor für Bayer 04 in der höchsten deutschen Spielklasse. Nur elf Spielerinnen trafen für Leverkusen häufiger. Vereinsrekordhalterin ist Milena Nikolić mit 26 Treffern.

Nachtigall trifft und legt vor

Der 1. FC Köln gewann 4:0 beim Liganeuling 1. FSV Mainz 05 und stellte gemeinsam mit dem FC Bayern (4:1 gegen den SC Freiburg) die beste Torausbeute des Spieltages.

Die vier Kölner Treffer verteilten sich auf Taylor ZiemerSophie NachtigallVanessa Leimenstoll und Weronika Zawistowska. Nachtigall steuerte auch noch eine Torvorlage bei.

Böhi pariert Strafstoß

Vier von fünf Strafstößen wurden am 3. Spieltag verwandelt. Nur Eintracht Frankfurts Verteidigerin Sara Doorsoun scheiterte vom Elfmeterpunkt an Union-Torhüterin Nadine Böhi. Erfolgreich waren Camilla Linberg (Hamburger SV), Sophie Nachtigall (1. FC Köln), Emőke Pápai (1. FC Nürnberg) und Nicole Billa (VfB Stuttgart). Das 3:3 zwischen Nürnberg und Stuttgart war dabei die torreichste Partie. Der "Club" führte zwischenzeitlich 2:0 und 3:2, die Schwäbinnen glichen jedoch jeweils aus.

Insgesamt fielen in den sieben Partien 26 Tore, verteilt auf 22 verschiedene Torschützinnen. Ebenso wie Momoko Tanikawa vom FC Bayern München und die Wolfsburgerin Camilla Küver schnürten auch Emőke Pápai und Nicole Billa jeweils Doppelpacks. Acht Treffer wurden per Kopf erzielt (30,8 Prozent).

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw