3. Liga
Die Dauerbrenner: Elf Spieler bislang immer dabei

Das Sprichwort "Never change a winning team" zählt vermutlich zu den bekanntesten Fußballweisheiten. Während einer kompletten Spielzeit lässt sich dieser Vorsatz zwar aufgrund von Verletzungen oder Sperren quasi unmöglich umsetzen. Dennoch gibt es in der 3. Liga einige Spieler, die in dieser Saison noch keine Minute verpasst haben. DFB.de mit dem Überblick.
Auf einen eingespielten Teil seiner Startelf kann besonders der MSV Duisburg zurückgreifen. Der Tabellenführer stellt mit Torhüter Maximilian Braune sowie den beiden Innenverteidigern Alexander Hahn und Tobias Fleckstein nicht weniger als drei der insgesamt elf Spieler, die noch keinen Augenblick der Saison 2025/2026 verpasst haben. Das Trio trägt also auch einen maßgeblichen Anteil dazu bei, dass die Zebras mit lediglich 22 Gegentreffern gemeinsam mit dem VfL Osnabrück hinter dem FC Hansa Rostock (20) die stabilste Defensive der Liga stellen.
Unter Umständen wird das Duisburger Trio aber schon bald "getrennt". Kapitän "Ali" Hahn hat bislang vier Gelbe Karten auf dem Konto. Bei einer weiteren Verwarnung müsste der 33-Jährige im folgenden Spiel gesperrt zuschauen. Allerdings hat Hahn bereits fünf Partien beenden können, ohne die fünfte Gelbe Karte zu kassieren. Tobias Fleckstein kassierte am zurückliegenden Spieltag gegen den SSV Jahn Regensburg (2:0) seine dritte Verwarnung.
MSV und Verl mehrfach vertreten
Neben dem MSV Duisburg stellt sonst nur noch der drittplatzierte SC Verl mehr als einen Spieler, der bisher jede der 1890 regulären Minuten absolviert hat. Auch bei den Ostwestfalen ist mit Philipp Schulze (22) ein Torhüter darunter. Hinzu kommt noch Innenverteidiger Martin Ens, der in seinen 21 Begegnungen auch zwei Tore beisteuern konnte. Auch dem 24-Jährigen, der während seiner Laufbahn auch schon fünf Einsätze in der 2. Bundesliga für den SC Paderborn 07 absolviert hatte, droht bei einer weiteren Gelben Karte eine Zwangspause.
Unter den übrigen sechs Dauerbrennern sind nur noch zwei weitere Feldspieler zu finden. Auffällig ist, dass es sich auch hier um Innenverteidiger handelt. Egal, ob Dreier- oder Viererkette: José Enrique Ríos Alonso von Rot-Weiss Essen hat bislang immer einen Platz im Team von Trainer Uwe Koschinat gefunden. Sollte sich der 25-Jährige am Sonntag (ab 19.30 Uhr, live bei MagentaSport) im Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden zum Abschluss des 22. Spieltages oder in den Partien danach eine Verwarnung einhandeln, müsste RWE erstmals ohne den Deutsch-Spanier auskommen.
Zobel ist in Aue immer gefragt
Während der MSV Duisburg, der SC Verl und auch Rot-Weiss Essen jeweils um die vorderen Tabellenplätze mitspielen, hat auch bei einem Team aus dem unteren Drittel ein Feldspieler bislang alle Minuten bestritten. Tristan Zobel wurde zu Saisonbeginn vom Zweitligisten SC Paderborn 07 an den FC Erzgebirge Aue verliehen und ist seitdem eine feste Größe. Dass die Veilchen nach dem 1:3 beim Mitkonkurrenten TSV Havelse zum Auftakt des 22. Spieltags weiterhin auf den ersten Punkt im neuen Jahr warten, konnte der 22-Jährige und seine Teamkollegen allerdings nicht verhindern.
Komplettiert wird die Liste der Dauerbrenner von vier Torhütern. Lukas Jonsson vom VfL Osnabrück blieb bei seinen Einsatzminuten gleich zehnmal ohne Gegentreffer, so häufig wie sonst kein anderer Schlussmann. Auch sein direkter Verfolger in dieser Wertung, Benjamin Uphoff vom FC Hansa Rostock, hat keinen Moment verpasst und spielte beim jüngsten 4:0 in Mannheim zum neunten Mal zu Null. Während Jonsson und Uphoff mit ihren Teams ebenfalls ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitreden, geht es für den früheren Junioren-Nationaltorhüter Felix Gebhardt (SSV Jahn Regensburg) und Phillip Menzel (1. FC Saarbrücken) sowie deren Mitspieler um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.
Trio nur einmal ausgewechselt
Bis zum zurückliegenden Wochenende gehörte noch ein weiterer Torhüter zur Liste mit den Spielern, die jede Minute bestritten haben. Im Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim (3:2) musste aber Jan Olschowsky von Alemannia Aachen dem seit Mitte Januar ausgeliehenen Fotis Pseftis (FC Lugano/Schweiz) den Vortritt lassen.
Äußerst knapp an der maximalen Einsatzzeit schrammte auch ein Feldspieler-Trio vorbei. Zwar standen Simon Lorenz und Jonas Scholz (beide FC Ingolstadt 04) sowie Marco Schuster (FC Hansa Rostock) in jedem der insgesamt 21 Partien auf dem Feld. Jeder der drei Akteure wurde aber von Ingolstadts Trainerin Sabrina Wittmann sowie Rostocks Chefcoach Daniel Brinkmann jeweils einmal ausgewechselt. Simon Lorenz "erwischte" es dabei am 6. Spieltag in der Partie beim TSV Havelse (6:2) erst in der 90. Minute.
Kategorien: 3. Liga
Autor: mspw

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