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DFB-Stiftungen und Bundesagentur für Arbeit verlängern Kooperation bis 2031

21.10.2026
Neuendorf (l.) zur Verlängerung der Kooperation: "Ich freue mich sehr, dass wir diese erfolgreiche Partnerschaft fortsetzen" Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Die DFB-Stiftungen Sepp Herberger und Egidius Braun setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit fort. Die seit 2010 bestehende Kooperation wurde um weitere fünf Jahre bis Ende 2031 verlängert.

Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Aktivitäten in den Themenfeldern Integration, Inklusion und Resozialisierung. "Unsere Stiftungen nutzen die verbindende Kraft des Fußballs, um Menschen Perspektiven zu eröffnen und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit schaffen wir Angebote, die Orientierung geben, Chancen eröffnen und den Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützen. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir diese erfolgreiche Partnerschaft fortsetzen", sagt DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der Kuratoriumsvorsitzende der DFB-Stiftungen Sepp Herberger und Egidius Braun.

Besonders engagiert sich die DFB-Stiftung Sepp Herberger gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Initiative „Anstoß für ein neues Leben“, die Jugendstrafgefangene auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft unterstützt. In derzeit 21 Justizeinrichtungen aus zehn Bundesländern werden dazu Angebote aus den Bereichen Fußball, Beruf/Schule und soziale Entwicklung umgesetzt.

Ausbau gemeinsamer Resozialisierungsprojekte

"Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit schaffen wir bereits während der Haft neue Perspektiven für junge Strafgefangene und unterstützen sie bei der Vorbereitung auf ein straffreies Leben nach der Entlassung", sagt DFB-Vizepräsident Ralph-Uwe Schaffert, Vorsitzender des Vorstands der DFB-Stiftungen Sepp Herberger und Egidius Braun.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der beruflichen Orientierung und der Vorbereitung auf den Einstieg in Ausbildung und Arbeit. Künftig soll die Kooperation zudem im Rahmen des neuen Resozialisierungsprojekts "Rückspiel der Frauen" ausgebaut werden. Das Programm richtet sich an inhaftierte Frauen und verbindet Sportangebote mit Maßnahmen zu Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung, Familie und beruflicher Orientierung. Ziel ist es, die Teilnehmerinnen auf ein selbstbestimmtes Leben nach der Entlassung vorzubereiten.

"Viele der jungen Menschen haben keine positiven Erfahrungen mit Schule oder Ausbildung. Unsere Resozialisierungsprojekte zeigen ihnen, dass ihre berufliche Zukunft noch offen ist und sie selbst etwas ändern können. Fußball ist dabei ein wichtiger Hebel, um sie auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft zu begleiten und auf das Berufs- und Arbeitsleben vorzubereiten. Denn die Erfahrungen, die die Jugendlichen im Sport machen, helfen auf dem späteren Lebensweg", erklärt Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. Die Regionaldirektion Hessen übernimmt bundesweit gemeinsam mit der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland die Koordination der Zusammenarbeit.

Integration von Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen

Darüber hinaus wollen die Partner ihre Aktivitäten im Bereich Integration weiterentwickeln. In den vergangenen Jahren haben die DFB-Stiftung Egidius Braun und die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam Fußballturniere für Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen organisiert. Die Besonderheit: Sportliche Wettkämpfe werden mit praxisnahen Berufsorientierungsangeboten verknüpft. Diese Formate sollen weiter ausgebaut und verstetigt werden.

Hierzu sagt Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit: "Im Fußball wie auf dem Arbeitsmarkt kommt es darauf an, Chancen zu schaffen und zu nutzen. Gemeinsam mit den DFB-Stiftungen möchten wir Perspektiven in Ausbildung und Arbeit eröffnen – besonders auch für Frauen, junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen und Menschen mit Behinderungen. Ich freue mich sehr über die Verstärkung unserer Zusammenarbeit, denn sie hilft uns ganz konkret, mit den Sportlerinnen und Sportlern beruflich am Ball zu bleiben."

Auch im Bereich Inklusion wollen die Partner künftig gemeinsame Projekte entwickeln. Geplant sind unter anderem inklusive Fußballturniere, die sportliche Aktivitäten mit zielgruppengerechter Berufsorientierung verbinden.

Im Mittelpunkt der Kooperation steht weiterhin die Förderung und Entfaltung der Potenziale von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dafür werden die DFB-Stiftungen und die Bundesagentur für Arbeit mindestens bis Ende 2031 eng zusammenarbeiten.

Kategorien: Stiftungen, DER DFB

Autor: dfb