DFB-Präsidium
Neuendorf: Winkler-Aussagen unerträglich und beleidigend

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat heute mit dem DFB-Vizepräsidenten Hermann Winkler zu seinem umstrittenen Social-Media-Post telefoniert. Winkler hatte sich vor dem Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park in Berlin ablichten lassen und dazu geschrieben: "Dank Allgemeinverfügung auf Grund des Besuchs eines ehemaligen ukrainischen Schauspielers ist die City weitestgehend abgeriegelt…" Winkler bestätigte in dem Telefonat die Echtheit des Posts.
Neuendorf machte in dem Gespräch sehr klar, dass er die Äußerungen Winklers mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi als unerträglich und beleidigend empfunden habe. "Am Tag, an dem er und das ukrainische Volk mit dem internationalen Karlspreis ausgezeichnet wurden, wird die verhöhnende Symbolik gegenüber dem ukrainischen Präsidenten noch verstärkt", so Neuendorf.
Vorgehen Winklers mit DFB-Grundsätzen unvereinbar
Das Vorgehen Winklers halte er mit den Grundsätzen des DFB für unvereinbar. Neuendorf wird den Vorgang am kommenden Mittwoch bei der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten thematisieren.
Hermann Winkler hat seinen Instagram-Account deaktiviert und gegenüber Neuendorf angekündigt, sich in dieser Sache gesondert öffentlich erklären zu wollen.
Kategorien: DFB-Präsidium, DER DFB
Autor: dfb

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