Schiedsrichter
Bittere Diagnose: Kreuzbandriss bei Felix Brych

Ausgerechnet sein Rekordspiel konnte Felix Brych aufgrund einer Verletzung nicht zu Ende bringen. Am späten Samstagabend bestätigte sich der Verdacht: Der DFB-Schiedsrichter hat einen Kreuzbandriss erlitten.
Es war die 32. Minute der Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart, als der Referee aus München wegknickte und sich am Knie verletzte, nachdem er bereits in der Anfangsphase der Partie kurz im Rasen hängen geblieben war. Nach der Behandlung durch den DFB-eigenen Physiotherapeuten und Mannschaftsärzte des Heimvereins kehrte Brych aufs Feld zurück und pfiff vorerst weiter.
Operation steht an
Doch in der Halbzeitpause zeigte sich schnell, dass der 48-Jährige den zweiten Durchgang nicht anpfeifen wird. Auf Anraten der Mediziner blieb er in der Kabine – die Diagnosen waren bereits zu dem Zeitpunkt schlecht, eine schwere Bänderverletzung konnte nicht ausgeschlossen werden. Untersuchungen samt MRT in der Uniklinik brachten schließlich Klarheit. "Recht bald" soll der sechsmalige DFB-Schiedsrichter des Jahres operiert werden. Eine Ausfallzeit lässt sich noch nicht abschätzen.
"Es ist wie es ist. So ist das Leben. Jetzt stehe ich hier und habe den Rekord. Das freut mich auch. Andererseits bin ich auch down", sagte Brych im Interview nach dem Spiel bei Sky. Es war sein 344. Bundesliga-Einsatz, durch den er mit dem bisherigen Rekordhalter Wolfgang Stark gleichzieht.
Unverhofftes Bundesliga-Debüt
Der 4. Offizielle Patrick Schwengers (28) übernahm kurzfristig die Spielleitung und brachte die zweite Halbzeit souverän über die Bühne. Für ihn war es eine ebenso unerwartete wie gelungene Bundesliga-Premiere.
Kategorien: Schiedsrichter
Autor: mv

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