DFB-Pokal
Bielefeld kegelt Hannover aus dem Pokal

Drittligist Arminia Bielefeld hat in der ersten DFB-Pokalrunde für die erste Überraschung gesorgt. Die Ostwestfalen siegten mit 2:0 (2:0) gegen den Zweitligisten Hannover 96 und warfen somit als ersten Team einen klassenhöheren Verein aus dem Wettbewerb. Ligakonkurrent Alemannia Aachen schrammte beim 2:3 (1:1) gegen Bundesliga-Neuling Holstein Kiel knapp an einer noch größeren Überraschung vorbei. Champions-League-Finalist Borussia Dortmund siegte dagegen souverän beim Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck mit 4:1 (3:0).
Bielefeld kaufte den klassenhöheren "96ern" von Beginn an vollständig den Schneid ab und verdiente sich so eine Zwei-Tore-Führung durch André Becker nach einem Abwehrfehler (14.) und den früheren Hannoveraner Louis Oppie per sehenswertem Schlenzer (23.). Hannovers Trainer Stefan Leitl nahm bereits in der ersten Halbzeit zwei Spielerwechsel vor, erst dann kam der bis dahin überforderte Zweitligist etwas besser ins Spiel. Bielefeld legte aber insbesondere in der zweiten Halbzeit den Fokus auf die Defensive und ließ kaum etwas zu. Die Überraschung war perfekt.
Am Tivoli entwickelte sich ein noch packenderes Duell zweier Aufsteiger auf Augenhöhe. Der Bundesliga-Neuling aus dem hohem Norden brachte aber durch einen Kopfballtreffer von Shuto Machino (16.) zwar zuerst Zählbares auf die Videoleinwände. Die Alemannia blieb aber am Drücker und kam durch Kapitän Mika Hanraths nach einer Ecke zum Ausgleichstreffer (28.). Bis zum Pausenpfiff war der Drittliga-Aufsteiger nicht nur ebenbürtig, sondern dem zweiten Torerfolg sogar näher. In der zweiten Halbzeit blieb das nur auf dem Papier ungleiche Aufeinandertreffen völlig ausgeglichen - bis die Gastgeber erneut zuschlugen und Aachen durch Charlison Benschop in Führung ging (60.). Kiel wehrte sich mit allen Kräften gegen das frühe Ausscheiden. Benedikt Pichler (63.) und Fiete Arp (76.) vergaben zunächst noch beste Chancen, doch Lasse Rosenboom gelangen dann doch noch die Treffer zum 2:2 und 3:2 aus Kieler Sicht (82., 90.+1), die ihn zum Matchwinner machten.
Nationalspieler treffen bei Dortmunder Sieg
Nach Plan lief jedoch alles für Dortmund beim drei Klassen tiefer angesiedelten Regionalligisten Phönix, nachdem der BVB bereits zuvor 19 Jahre lang nicht mehr in der ersten Runde aus dem Pokal geflogen war. Vor mehr als 30.000 eigenen Fans im gut besuchten Hamburger Volksparkstadion schob Waldemar Anton schon früh als Co-Produktion zweier Sommerzugänge einen Eckstoß von Pascal Groß am langen Pfosten nahezu unbedrängt zur Führung ein (3.). Die Lübecker hatten in ihrem ausgerufenen "Jahrhundertspiel" fast ausnahmslos mit Defensivarbeit zu tun. Nach einem Foul an BVB-Angreifer Karim Adeyemi erhöhte Nationalspieler Emre Can per Foulelfmeter auf 2:0 (31.), Julian Brandt ließ noch vor der Pause den dritten Treffer folgen (45.+1).
Wer nun aber dachte, dass der Underdog die Partie abschenken würde, der irrte, denn Lübeck kam erst nach einer sehenswerten Einzelaktion von Abwehrspieler Obinna Iloka zum Anschlusstreffer (55.). Fünf Minuten später verpasste Emanuel Adou sogar das zweiten Tor nur knapp, als er den Ball ans Lattenkreuz hämmerte (60.). Aber im Gegenzug sorgte der eingewechselte Julien Duranville wieder für klare Verhältnisse (62.).
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: sid/bt

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