Google Pixel Frauen-Bundesliga
19.000 Fans bei torloser Premiere in Münchner Allianz Arena

Der aktuelle Deutsche Meister FC Bayern München musste sich am 4. Spieltag in der Google Pixel-Frauen-Bundesliga mit einem Remis begnügen. Bei der Punktspielpremiere in der großen Münchner Allianz Arena trennte sich das Team von FCB-Trainer Alexander Straus vor der Rekordkulisse von 19.000 Zuschauer*innen vom weiteren Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt torlos 0:0.
Die Gastgeberinnen hatten zwar mehr Ballbesitz und auch ein leichtes Chancenplus. Zahlreiche hochkarätige Tormöglichkeiten konnten sich die Münchnerinnen allerdings nicht erspielen. Die Eintracht verteidigte kompakt und geschickt, ließ nur wenige Abschlüsse zu, so dass Torhüterin Stina Johannes nicht allzu oft eingreifen musste. So reichte es für den FC Bayern erstmals nach 19 Heimsiegen hintereinander in der Liga nur zu einem Unentschieden. Immerhin blieb der Titelverteidiger auch im 21. Ligaspiel in Folge ungeschlagen.
FCB-Stürmerin Bühl: "Genauigkeit gefehlt"
"Es war ein sehr intensives Spiel", sagte Bayerns Mittelfeldspielerin Lina Magull im Interview mit MagentaSport. "Wir hatten zwar mehr Ballkontrolle und auch einige Möglichkeiten. Allzu viele klare Torchancen sind allerdings nicht dabei herausgekommen. Deshalb ist das Ergebnis bitter für uns. Die Eintracht hat es aber defensiv auch gut gemacht."
Das bestätigte auch Flügelstürmerin Klara Bühl gegenüber der ARD: "Frankfurt bringt viel Intensität ins Spiel, hat es uns schwergemacht. Dennoch hätten wir zumindest eine Chance nutzen müssen. Am Ende hat die letzte Genauigkeit gefehlt. Dennoch müssen wir das Positive aus diesem Spiel mitnehmen und unseren Weg konsequent weitergehen."
Freigang: "Nur wenige Chancen zugelassen"
"Das Unentschieden geht nach dem Spielverlauf in Ordnung", meinte Frankfurts Nationalspielerin Laura Freigang im ARD-Gespräch: "Wir mussten viel laufen, haben es aber geschafft, nur wenige Chancen des Gegners zuzulassen. Wir alle haben es sehr genossen, in dieser großen Arena zu spielen. Das ist ein Traum."
Eintracht-Torhüterin Stina Johannes analysierte gegenüber MagentaSport: "In der ersten Halbzeit war es ein Duell auf Augenhöhe. Nach der Pause hat der FC Bayern mehr Druck gemacht. Vielleicht hätten wir noch etwas mutiger nach vorne spielen können. Unter dem Strich sind wir jedoch zufrieden und freuen uns, dass wir die Null gehalten haben."
Ihr Trainer Niko Arnautis ergänzte: "Das Ergebnis geht in Ordnung, weil wir über 90 Minuten sehr diszipliniert gespielt haben. Am Ende war wegen der hohen Belastung durch die Qualifikation zur Champions League ein wenig Müdigkeit zu spüren. Aber genau das wollten wir doch erreichen."
Gefährliche Kopfbälle von Eriksson
Im Vergleich zum 2:0-Auswärtssieg bei der SGS Essen veränderte Bayern-Trainer Alexander Straus seine Anfangsformation lediglich auf einer Position. Lina Magull ersetzte die dänische Angreiferin Pernille Harder, die mit einer Innenbandverletzung im Knie vorerst ausfällt. Bei der Eintracht ließ Trainer Niko Arnautis dieselbe Startelf auflaufen wie unter der Woche beim 5:0-Hinspielsieg gegen Sparta Prag in den Play-Offs zur "Königsklasse".
Es entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte und recht ausgeglichene Partie, in der beide Defensivreihen nur wenig zuließen. In der Anfangsphase sorgte Bayern Münchens schwedische Innenverteidigerin Magdalena Eriksson mit zwei Kopfbällen für Gefahr, verfehlte aber jeweils das Frankfurter Tor. Auch ein Distanzschuss von Lina Magull war ein wenig zu hoch angesetzt. Auf der Gegenseite stellte Geraldine Reuteler mit ihrem Abschluss nach einem Frankfurter Konter FCB-Torfrau Maria-Luisa Grohs vor keine großen Probleme.
Besserer Bayern-Start - Johannes sicher
In der zweiten Halbzeit starteten die Münchnerinnen besser. Bereits wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff versuchte es Klara Bühl nach einem Solo mit einem sehenswerten Schuss. Stina Johannes war aber in dieser Szene ebenso auf dem Posten wie wenig später gegen Mittelstürmerin Lea Schüller. Danach ließ der Druck wieder ein wenig nach.
Frankfurts Mittelfeldspielerin Lisanne Gräwe hatte kurz nach ihrer Einwechslung die beste Chance der Gäste. Bayern-Torhüterin Maria-Luisa Grohs lenkte den Ball aber über die Latte. In der Schlussphase kamen noch Linda Dallmann und erneut Lina Magull in aussichtsreichen Positionen zum Abschluss, konnten die sichere Stina Johannes aber ebenfalls nicht überwinden. Glasklare Torchancen blieben bis zum Abpfiff aus
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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