Frauen-Nationalmannschaft
Berger: "Es war einfach ein perfekter Rahmen"

Es ist geschafft: Durch das 2:0 am Freitagabend in Köln haben sich die DFB-Frauen für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Brasilien qualifiziert. Entscheidenden Anteil am Erfolg hatte Torhüterin Ann-Katrin Berger, die erneut keinen Gegentreffer zuließ. Im DFB.de-Interview spricht die 35-Jährige über den Erfolg gegen Norwegen, die Erleichterung hinterher und die WM im kommenden Jahr.
DFB.de: Ann-Katrin Berger, wie groß war bei Ihnen und Ihren Teamkolleginnen die Erleichterung nach der vorzeitigen Qualifikation für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr?
Ann-Katrin Berger: Wir sind erleichtert und glücklich. Wir wollten uns so schnell wie möglich qualifizieren. Es ist schön, dass wir es jetzt schon vor dem letzten Spiel in Slowenien geschafft haben. Hinzu kommt, dass wir im Hinspiel in Norwegen beim 4:0 eine sehr starke Leistung gezeigt haben. Wir wollten zeigen, dass wir das nicht nur einmal hinbekommen, sondern auch zweimal. Und das ist uns gelungen. Das Wichtigste ist aber, dass wir jetzt das WM-Ticket in der Tasche haben.
DFB.de: Nach einem etwas schwierigen Start waren Sie super im Spiel. Und dann trifft Marie Müller bei Ihrem Debüt und nach einem langen Ausfall wegen eines Kreuzbandrisses…
Berger: Ich freue mich für sie und dass wir wieder zu Null gespielt haben. Aber ich freue mich auch für Carlotta Wamser, dass sie getroffen hat. Diesmal haben unsere beiden Außenverteidigerinnen getroffen. Das zeigt, dass jede bei uns torgefährlich sein kann. Aber für mich als Torhüterin ist natürlich entscheidend, dass wir wieder keinen Gegentreffer zugelassen haben.
DFB.de: Die Norwegerinnen sind immer gefährlich geblieben – besonders über Caroline Graham Hansen.
Berger: Sie ist einfach eine tolle Fußballerin, die am Ball sehr stark ist. Sie hat uns immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Aber wir haben keinen Treffer der Norwegerinnen zugelassen. Das war wieder super Teamwork bei uns.
DFB.de: Was war hinterher los?
Berger: Wir haben noch ein wenig gefeiert. Vor allem haben wir noch gut gegessen und nett beieinandergesessen. Aber es war nicht ausschweifend. Wir spielen am Dienstag noch in Slowenien. Da wollen wir nochmal eine gute Leistung zeigen und die Qualifikation ungeschlagen und mit einem weiteren Sieg beenden. Darauf richtet sich nun unser Fokus. Alles weitere kann dann später kommen.
DFB.de: Erstmals nach langer Zeit fand wieder ein Frauenländerspiel in Köln statt. Wie haben Sie die Atmosphäre erlebt?
Berger: Es war großartig, ich komme gerne wieder hierher. Besonders die Lichtershow nach dem Schlusspfiff war richtig cool. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Die Fans haben richtig Stimmung gemacht. Es war einfach ein perfekter Rahmen hier in Köln. Mir hat es großen Spaß gemacht, vor diesem Publikum Fußball zu spielen. Wegen mir können wir das gerne demnächst wiederholen.
DFB.de: Die Weltmeisterschaft in Brasilien im kommenden Jahr ist zwar noch etwas entfernt. Dennoch die Frage: Wie groß ist die Vorfreude auf das Turnier bereits?
Berger: Die Vorfreude wird in den nächsten Monaten immer größer werden. Jetzt haben wir den ersten Schritt gemacht. Alle weiteren müssen dann folgen. Wichtig ist, dass wir uns gut auf das Turnier vorbereiten und auch gegen starke Gegner testen. Wir haben jetzt noch etwas Zeit, um dann in einem Jahr ein gutes Turnier zu spielen. Das ist natürlich unser Ziel.
Kategorien: Frauen-Nationalmannschaft
Autor: sw

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