Google Pixel Frauen-Bundesliga

Auftakt nach Maß: FC Bayern siegt 4:1 bei Union Berlin

21.08.2026
Titelverteidiger gewinnt Eröffnungsspiel: Der FC Bayern siegt 4:1 beim 1. FC Union Berlin Foto: dpa/picture alliance

Doublesieger und Titelfavorit FC Bayern München ist mit einem Auswärtserfolg in die neue Saison 2026/2027 der Google Pixel Frauen-Bundesliga gestartet. Das Team von Trainer José Barcala behielt zum Auftakt des 1. Spieltages beim 1. FC Union Berlin mit 4:1 (1:0) die Oberhand und legte damit einen gelungenen Saisonauftakt hin.

Vor der Berliner Bundesligarekordkulisse von 17.083 Zuschauer*innen im Stadion An der Alten Försterei, darunter auch Bundestrainer Christian Wück, brachte Nationalspielerin Klara Bühl (26.) die Gäste bereits während der ersten Halbzeit mit einem direkt verwandelten Freistoß 1:0 in Führung. Kurz nach der Pause baute Pernille Harder (47.) den Vorsprung aus, ehe Kapitänin Glodis Perla Viggosdottir (60.) den dritten Treffer nachlegte. Die eingewechselte Nele Bauereisen (79.) verkürzte zwar zu Beginn der Schlussphase für die "Eisernen", doch die ebenfalls erst kurz zuvor ins Spiel gekommene Niederländerin Sophie Proost (90.) stellte bei ihrem Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse für die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt den Endstand her.

Für den FC Bayern war es bereits der 20. Auswärtssieg nacheinander. Seit inzwischen 43 Bundesligapartien sind die Münchnerinnen ungeschlagen und damit nur noch ein Spiel von ihrem eigenen Rekord entfernt. Zwischen 2022 und 2024 waren die FCB-Frauen 44-mal in Folge ohne Niederlage geblieben. Zuletzt gingen das Team im Oktober 2024 leer aus (0:2 beim VfL Wolfsburg).

Bühl: "Es hat sehr viel Spaß gemacht"

"Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel für uns wird", sagte Klara Bühl im Interview mit dem ZDF. "Das Standardtor zum 1:0 hat uns gut getan und war der Dosenöffner. Danach konnten wir unser Spiel besser aufziehen und haben am Ende verdient gewonnen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, bei dieser besonderen Atmosphäre zu spielen."

Glodis Perla Viggosdottir erklärte gegenüber MagentaSport: "Wir sind sehr glücklich über die drei Punkte und auch über unsere Leistung. Über weite Strecken haben wir die Partie kontrolliert."

Trainer José Barcala meinte: "Ich bin zufrieden. Auch wenn noch nicht alles perfekt war, können wir viel mitnehmen. Klara Bühls Freistoß zum 1:0 war sehr wichtig für uns. Da hat sie wieder einmal ihre hohe Qualität gezeigt."

Eta: "Es war nicht alles schlecht"

"Wir sind enttäuscht über das Ergebnis, es war aber nicht alles schlecht", betonte Union-Trainerin Marie-Louise Eta im Gespräch bei MagentaSport. "Es war klar, welch hohe Qualität mit dem FC Bayern auf uns zukommt. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit zu wenig aus unserem Ballbesitz gemacht und konnten die erste Großchance des Spiels leider nicht nutzen. Dennoch können wir darauf aufbauen."

Offensivspielerin Eileen Campbell sagte: "Die individuelle Klasse der Bayern-Spielerinnen hat den Unterschied gemacht. Wir haben es ihnen lange Zeit schwer gemacht, auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausgefallen ist."

Vier Neue in Union-Startelf

Beim 1. FC Union stellte Trainerin Marie-Lousa Eta mit den deutschen Nationalspielerinnen Lisanne Gräwe und Jella Veit (beide von Eintracht Frankfurt) sowie der Belgierin Jill Janssens (von der TSG Hoffenheim) und der Schweizerin Leela Egli (vom SC Freiburg) gleich vier Zugänge von Beginn an auf. Verletzungsbedingt verzichten mussten die Berlinerinnen auf Dina Orschmann, Tanja Pawollek, Mariann Noack, Hannah Eurlings, Korina Janez und Anna Aehling.

Bayern-Trainer José Barcala nahm im Vergleich zum Supercup gegen Vizemeister VfL Wolfsburg (3:0) zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Für Arianna Caruso und Nationalspielerin Alara Sehitler, die beide zunächst auf der Bank Platz nahmen, starteten Bernadette Amani und Momoko Tanikawa im zentralen Mittelfeld.

Weiterhin nicht zur Verfügung standen DFB-Kapitänin Giulia Gwinn (Reha nach Schulteroperation), Franziska Kett (Sprunggelenkverletzung), Torhüterin Anna Klink (Mittelhandbruch) sowie Lena Oberdorf und Sarah Zadrazil (beide nach Kreuzbandriss im Aufbautraining). Die zuletzt angeschlagenen Edna Imade und Vanessa Gilles kehrten in das Aufgebot zurück.

Bühl erzielt erstes Tor der Saison

Die Gastgerinnen hielten zu Beginn gut dagegen und erarbeiteten sich auch die erste klare Tormöglichkeit. Nach einem starken Zuspiel von Lisanne Gräwe lief Eileen Campbell frei in Richtung Bayern-Tor, schoss aber am langen Eck vorbei. Die Union-Fans hatten in dieser Szene den Torschrei schon auf den Lippen.

Im weiteren Spielverlauf bekamen die Titelverteidigerinnen aus München die Partie jedoch deutlich besser in den Griff und ließen im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nur noch einen gefährlichen Abschluss von Union-Abwehrspielerin Tomke Schneider zu, den Nationaltorhüterin Ena Mahmutovic zur Ecke abwehrte.

Nachdem Linda Dallmann die ersten beiden Abschlüsse des FC Bayern abgegeben hatte, sorgte ihre DFB-Teamkollegin Klara Bühl für die Führung und damit für das erste Tor der Bundesligasaison 2026/2027. Die Flügelstürmerin zirkelte einen Freistoß aus etwa 18 Metern mit viel Effet sehenswert zum 0:1 (26.) ins rechte Ecke. Bei der knappen Führung der Gäste blieb es dann auch bis zur Pause.

Harder nutzt Fehler eiskalt aus

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte leitete ein Fehlpass von Leela Egli den zweiten Gegentreffer der Berlinerinnen ein. Die Kugel landete bei Pernille Harder, die direkt in Richtung Tor lief und von der Strafraumgrenze zum 0:2 (47.) ins rechte untere Eck traf.

Die Gäste setzten sofort nach und wollten für die Entscheidung sorgen. Linda Dallmann scheiterte mit einem abgefälschten Schuss an Cara Bösl, nur wenige Minuten später zwar Bernadette Amani die Union-Torfrau zu einer Glanzparade. Der verdiente Lohn für die Drangphase war der dritte Bayern-Treffer: Nach einer Freistoßflanke von Klara Bühl beförderte Kapitänin Glodis Perla Viggosdottir den Ball am zweiten Pfosten im Fallen aus kurzer Entfernung zum 0:3 (60.) über die Linie.

Die Gastgeberinnen gaben sich nicht auf und versuchten, zurück ins Spiel zu finden. Zunächst setzte die aufgerückte Innenverteidigerin Samantha Steuerwald im Anschluss an einen Eckball ihren Abschluss ein wenig zu hoch an. Zu Beginn der Schlussphase sorgte jedoch eine Co-Produktion zweier Einwechselspielerinnen für das Anschlusstor. Sophie Weidauer legte per Kopf auf, Nele Bauereisen erzielte ebenfalls per Kopfball ihr erstes Bundesligator zum 1:3 (79.). Union machte weiter Druck, musste aber kurz vor dem Abpfiff den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen. Die ebenfalls eingewechselte niederländische U 19-Nationalspielerin Sophie Proost krönte ihr Bundesligadebüt mit dem Tor zum 1:4-Endstand (90.).

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw