Google Pixel Frauen-Bundesliga

3:0 in Freiburg: Leipzig nutzt lange Überzahl

16.10.2026
Auswärtssieg am Freitagabend: Leipzig jubelt in Freiburg Foto: IMAGO

RB Leipzig ist in der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiter auf dem Weg nach oben. Das Team von Trainer Jonas Stephan kam zum Auftakt des 7. Spieltages zu einem 3:0 (0:0)-Auswärtserfolg beim SC Freiburg. Mit dem dritten Sieg aus den zurückliegenden vier Partien zogen die Gäste in der Tabelle dank der besseren Tordifferenz an den jetzt punktgleichen Breisgauerinnen vorbei

Vor 1915 Zuschauer*innen im Dreisamstadion profitierte RB von einer frühen Roten Karte für Freiburgs Innenverteidigerin Julia Stierli wegen einer Notbremse (18.). In der zweiten Halbzeit nutzten die Gäste die Überzahl aus und kamen durch Tore der beiden Niederländerinnen Alieke Tuin (68.) und Nikée van Dijk (78./84.) zum dritten Saisonsieg.

Starke: "1:0 der Dosenöffner"

"Es hat viel Spaß gemacht, mal wieder auf dem Platz zu stehen", sagte Leipzigs Kapitänin Sandra Starke, die einige Wochen verletzungsbedingt gefehlt hatte, nach dem Erfolg an ihrer früheren Wirkungsstätte. "Es war lange Zeit nicht leicht, zu Torchancen zu kommen. Das 1:0 war für uns dann aber der Dosenöffner. Am Ende haben wir verdient gewonnen."

RB-Trainer Jonas Stephan erklärte: "Die Rote Karte für Freiburg hat uns sicherlich in die Karten gespielt. Es ist aber nicht selbstverständlich, einen Gegner in Überzahl zu besiegen. Wir waren gierig im Gegenpressing und haben den Gegner dadurch unter Druck gesetzt."

Freiburgs Trainer Marco Konrad meinte: "Trotz des negativen Ergebnisses muss ich meinem Team ein Kompliment machen. Wir haben durch unsere starke kämpferische Leistung die Fans komplett abgeholt und begeistert. Das Glück war nicht auf unserer Seite."

Schasching und Joly fehlen

Im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg beim 1. FC Köln vor der Länderspielpause sah Freiburgs Trainer Marco Konrad kaum Gründe für Umstellungen. Lediglich Maj Schneider kehrte für Amira Arfaoui in die Anfangsformation zurück.

Die Personalsituation beim Sport-Club hatte sich nicht verändert. Weiterhin keine Optionen waren Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme), Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden) und Emma Memminger (Weichteilverletzung am Oberschenkel). Mia-Lena Maas fehlte krankheitsbedingt.

Bei RB Leipzig gab es gegenüber dem 5:0-Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 drei Veränderungen in der Startelf, allerdings nicht freiwillig. Vielmehr mussten mit Annabel Schasching und Lou-Ann Joly gleich zwei zentrale Mittelfeldspielerinnen verletzungsbedingt passen. Außerdem nahm Therese Simonsson zunächst auf der Bank Platz. Dafür rückten Andrea Norheim, Emanuela Pfister und Marleen Schimmer, die nach überstandener Verletzung ihr Startelfdebüt in dieser Saison gab, neu ins Team. Erstmals nach längerer Zeit zurück im Aufgebot war RB-Kapitänin Sandra Starke.

Frühe Rote Karte für Stierli

Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start ins Spiel, setzten die Sächsinnen sofort unter Druck. Die erste gute Möglichkeit hatte die Schweizerin Alena Bienz, deren Schuss jedoch geblockt wurde. Auf der Gegenseite kamen aber auch die Leipzigerinnen schon nach wenigen Minuten zu ihren ersten Abschlüssen. Emanuela Pfister schoss von der Strafraumgrenze am Tor vorbei, Alieke Tuin über den Kasten.

Ab der 18. Minute musste der Sport-Club in Unterzahl spielen. Bei einem schnellen Leipziger Konter brachte Julia Stierli als letzte Abwehrspielerin Emanuela Pfister zu Fall und sah wegen dieser Notbremse die Rote Karte. Mit dem folgenden Freistoß aus etwa 20 Metern traf Marleen Schimmer das Außennetz. Nur wenig später stellte den Kopfball von Delice Boboy Freiburgs Torhüterin Anna Reimann vor keine größeren Probleme.

In Unterzahl zogen sich die Freiburgerinnen mehr zurück, überließen den Gästen die Initiative und setzten fast ausschließlich auf Konter. Allzu viele Möglichkeiten konnte sich RB Leipzig jedoch trotz der Überzahl nicht erspielen. Die mit Abstand beste Chance hatte die aufgerückte Defensivspielerin Andrea Norheim, die nach einem abgewehrten Freistoß von Alieke Tuin mit dem Nachschuss den Pfosten traf. Weil zwei Kopfbälle von Emanuela Pfister nicht platziert genug waren, blieb es bis zur Pause beim torlosen Remis.

Van Dijk mit Doppelpack

Zur Pause wechselte RB-Trainer Jonas Stephan mit Charlotte Hulst (für Marleen Schimmer) und Spielführerin Sandra Starke (für Zenia Mertens) zwei frische Spielerinnen ein. Bei Freiburg kam Luca Birkholz für Selina Vobian. Am Spielverlauf änderte sich zunächst nicht viel. Die Gäste blieben überlegen, waren aber oft zu ungenau. Nach einer knappen Stunde Spielzeit hatten stattdessen sogar die Gastgerinnen die Chance zur Führung. Bei einem Schuss von Carina Brunold musste RB-Torhüterin Elvira Herzog schon ihr ganzes Können aufbieten, um einen Gegentreffer zu verhindern.

Wenige Minuten später brach jedoch Alieke Tuin den Bann. Nach einem Zuspiel von Sandra Starke zog die 25-Jährige flach aus 18 Metern ab und platzierte die Kugel zum 0:1 (68.) ins linke untere Toreck.

Die Freiburgerinnen bemühten sich zwar, wieder ins Spiel zurückzukommen, wurden aber für ihre Bemühungen nicht belohnt. Vielmehr begünstigten sie durch individuelle Fehler die weiteren Leipziger Tore durch die eingewechselte Nikée van Dijk (78./84.), die damit für die Entscheidung sorgte.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw