Google Pixel Frauen-Bundesliga
3:0 gegen Hoffenheim: Bremen rückt an Rang drei heran

Der SV Werder Bremen hält in der Google Pixel Frauen-Bundesliga Anschluss an die Spitzenplätze. Das Team von Trainerin Friederike Kromp behielt in einer Nachholpartie vom 7. Spieltag gegen die TSG Hoffenheim 3:0 (1:0) die Oberhand und rückte mit dem fünften Dreier in der laufenden Spielzeit bis auf einen Punkt an den Tabellendritten Eintracht Frankfurt heran.
Vor 1478 Zuschauer*innen auf Platz 11 des Bremer Weserstadions brachte Medina Desic (30.) die Norddeutschen vor der Pause auf die Siegerstraße. In der zweiten Halbzeit sorgten Jenny Hipp (46.) und ein Eigentor von Laura Gloning (75.) für die Entscheidung. Die TSG ging nach zuvor drei Siegen erstmals wieder leer aus und verpasste die Chance, bis auf einen Zähler an den SV Werder heranzukommen.
Bei der Erstansetzung der Begegnung vor elf Tagen war das Duell kurzfristig abgesetzt worden. Der Grund war eine Krankheitswelle beim SV Werder.
Virsinger: "Viel zu hektisch"
"Ich wusste, dass es schwierig wird, gegen eine spielstarke und individuell gut besetzte TSG zu bestehen", sagte Bremens Cheftrainerin Friederike Kromp. "Meine Spielerinnen haben jedoch ihr Herz auf dem Platz gelassen und eine sehr reife Leistung gezeigt. Drei Tore zu erzielen und die Null zu halten, macht uns sehr glücklich. Wir konnten mit der Mannschaftsleistung ein großes Ausrufezeichen setzen."
TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger erklärte: "In der ersten Halbzeit hatten wir über weite Phasen die Kontrolle, uns haben jedoch die Chancen gefehlt. In Umschaltmomenten haben wir keine guten Entscheidungen getroffen, wodurch das Spiel wild wurde. Das kam Bremen entgegen, so dass sie sich auf das Verteidigen, Umschalten und Standards konzentrieren konnten. Das zweite Gegentor war ein denkbar schlechter Start in die zweite Halbzeit, nach dem wir viel zu hektisch wurden. Wir haben nur wenige Aktionen sauber zu Ende gespielt bekommen. Wir können viel von einer abgeklärt spielenden Werder-Mannschaft mitnehmen."
Hoffenheims Torhüterin Laura Dick meinte: "Wir sind gut gestartet, waren jedoch nicht konsequent genug. Wenn wir uns da klare Torchancen erspielen, machen wir einen Schritt nach vorne, bekommen dann aber das Gegentor, so dass wir mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen. Direkt danach trifft Bremen erneut. Danach war es sehr schwierig, dem 0:2-Rückstand hinterherzulaufen. Wir müssen lernen, noch einmal Schwung in die Partie zu bringen und die Wende einzuleiten."
Ex-Bremerin Hahn beginnt
Im Vergleich zum torreichen 4:3-Heimsieg gegen den SC Freiburg setzte Werder-Trainerin "Fritzy" Kromp auf eine unveränderte Startformation. Neu im Aufgebot war Sarah Ernst, die ihren Infekt rechtzeitig auskuriert hatte. Neben den Rekonvaleszentinnen Caroline Siems und Lena Petermann (beide Aufbautraining) standen auch Torhüterin Mariella El Sherif (Handverletzung) sowie Chiara D'Angelo (Fußverletzung) und Julia Magerl (Knieverletzung) weiterhin nicht zur Verfügung.
TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger entschied sich gegenüber dem 3:1-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 für zwei Umstellungen. Die frühere Bremerin Chiara Hahn rückte ebenso neu ins Team wie Jonna van de Velde. Dafür nahmen Lisann Kaut und Linda Natter zunächst auf der Bank Platz. Franziska Harsch und Valesca Ampoorter sind zwar zurück im Mannschaftstraining, befinden sich bei weiterhin im Aufbau. Darüber hinaus mussten die Langzeitverletzten Féli Delacauw, Naomi Luyet und Sara Ritter sowie die zuletzt kurzfristig ausgefallene Ilse Kemper passen.
Purtscheller legt für Desic auf
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie mit zahlreichen Zweikämpfen und zunächst nur wenigen klaren Tormöglichkeiten. Mehrfach versuchten es beide Teams mit Distanzschüssen, die jedoch nur selten wirklich gefährlich wurden. So parierte Werder-Torhüterin Vanessa Fischer einen 25-Meter-Schuss von Janna Grimm ebenso wie auf der anderen Seite Laura Dick einen Versuch von Isabella Jaron. Ein Abschluss von Bremens Defensivspielerin Sarah Gutmann ging über das Tor.
Nachdem TSG-Mittelstürmerin Svenja Fölmli bei der bis zu diesem Zeitpunkt besten Chance an Vanessa Fischer gescheitert war, gingen die Bremerinnen nur wenige Minuten später in Führung. Lilli Purtscheller setzte sich nach einem Zuspiel der früheren Hoffenheimerin Michelle Weiß auf dem linken Flügel durch. Ihre Hereingabe lenkte Angreiferin Medina Desic per Direktabnahme zum 1:0 (30.) ins Netz. Für die Nationalstürmerin von Montenegro war es das erste Saisontor.
Unter dem Strich ging die knappe Führung der Gastgeberinnen zur Pause in Ordnung, denn der SV Werder war insgesamt das aktivere Team. So verfehlten Kopfbälle von Kapitänin Michelle Ulbrich und von Medina Desic den Hoffenheimer Kasten. Die Kraichgauerinnen kamen dagegen zu deutlich weniger Abschlüssen. Erst kurz vor der Pause strich ein Flachschuss von Janna Grimm knapp am langen Eck vorbei.
Glückliches Händchen von Kromp
Trotz des Vorsprungs nahm "Fritzy" Kromp zur Pause zwei offensive Wechsel vor - und bewies damit ein äußerst glückliches Händchen. Für Torschützin Medina Desic und Isabella Jaron kamen Mei Shimada und Elena Dhont neu in die Begegnung. Nur wenige Sekunden später waren beide Einwechselspielerinnen am zweiten Bremer Treffer entscheidend beteiligt. Elena Dhoint behauptete die Kugel im Dribbling und bediente Mai Shimada, die sofort für die heraneilende Jenny Hipp auflegte. Die erst Anfang September vom 1. FC Union Berlin gekommene Mittelfeldspielerin markierte frei vor dem Hoffenheimer Tor mit einem platzierten Linksschuss zum 2:0 (46.) ihren ersten Treffer im Werder-Trikot.
Nur wenig später hätte Elena Dhont den Vorsprung bei zwei guten Gelegenheiten weiter ausbauen können. Nach einer Flanke von Lilli Purtscheller köpfte sie über das Tor, nach einer Ablage von Mei Shimada schrammte ihr Flachschuss nur ganz knapp rechts am Pfosten vorbei. Die Gäste hatten dem nur einen Distanzschuss von Svenja Fölmli entgegenzusetzen, den Vanessa Fischer sicher pariert.
Zu Beginn der Schlussphase erwies sich auch die nächste Bremer Einwechselspielerin als äußerst effektiv. Tuana Mahmoud, nur drei Minuten zuvor ins Spiel gekommen, passte die Kugel so scharf vor das Hoffenheimer Tor, dass Laura Gloning - unter Druck gesetzt durch eine Grätsche von Mei Shimada - den Ball zum 3:0 (75.) ins eigene Netz beförderte. Damit war die Partie entschieden. Kurz vor dem Abpfiff hatte die ebenfalls eingewechselte Felicia Sträßer sogar noch die Chance, auf 4:0 zu erhöhen. Ihr Schuss nach einer Vorlage von Mei Shimada prallte jedoch an die Latte.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

FCN-Kapitänin Lein vor Frankfurt-Duell: "Mutig unsere Chance suchen"
Seit mehr als zehn Jahren spielt Kapitänin Nastassja Lein für den 1. FC Nürnberg. Am Sonntag (ab 14 Uhr, live bei DFB.TV) will sie gegen Frankfurt ins DFB-Pokalviertelfinale einziehen. Mit DFB.de spricht Lein über über das Pokalduell.

Elf Vereine als DFB-Leistungs- und Talentförderzentren weiblich anerkannt
Elf Vereine, davon zehn aus der Google Pixel Frauen-Bundesliga und einer aus der 2. Frauen-Bundesliga, sind durch die zuständige Fachabteilung als DFB-Leistungszentrum, beziehungsweise DFB-Talentförderzentrum weiblich zertifiziert worden.

Fakten-Flash #8: Besonderes Jubiläum für Linda Dallmann
Linda Dallmann feierte am 8. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga ihren insgesamt 300. Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse. DFB.de wirft im Fakten-Flash einen Blick auf die spannendsten Zahlen, Daten und Fakten des 8. Spieltages.