Männer-Nationalmannschaft
2:1 gegen Ghana: Undav entscheidet WM-Test spät

Die deutsche Nationalmannschaft hat auch das zweite Länderspiel im WM-Jahr gewonnen. Nach dem 4:3 am Freitag in der Schweiz setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann in Stuttgart 2:1 (1:0) gegen WM-Teilnehmer Ghana durch. Kai Havertz sorgte spät in der ersten Hälfte für die Führung (45.+3), Issahaku Fatawu in der 70. Minute für den überraschenden Ausgleich. Der erlösende Siegtreffer gelang in der 88. Minute Joker Deniz Undav.
Vor Torhüter Alexander Nübel setzte Nagelsmann in der Viererkette innen auf Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck, außen auf Kapitän Joshua Kimmich rechts und Nathaniel Brown links. Im defensiven Mittelfeld wirkte Angelo Stiller an der Seite von Pascal Groß, offensiv Serge Gnabry, Havertz und Florian Wirtz hinter der einzigen Spitze Nick Woltemade.
Und Woltemade hatte in der vierten Minute nach feiner Vorarbeit von Havertz gleich die große Chance auf den Führungstreffer, schob den Ball aus elf Metern aber knapp vorbei. Unmittelbar danach setzte Wirtz einen Freistoß aus zentraler Position an den Außenpfosten (6.). Das DFB-Team gab von Beginn an den Ton an und drängte die Gäste weit in die eigene Hälfte. Aleksander Djiku rettete nach einem Chipball vor dem einschussbereiten Gnabry, nach der folgenden Ecke wurde Schlotterbecks Schuss aus kurzer Distanz geblockt (9.).
Havertz sicher vom Punkt
Danach beruhigte sich das Spiel ein wenig. Der deutsche Druck ließ etwas nach, Ghana konnte sich ab und an befreien. In der 31. Minute wurde es dann wieder einmal gefährlich, als Tah wuchtig im Strafraum abzog, Keeper Benjamin Asare den Ball aber zur Ecke lenken konnte. In der 33. Minute brandete dann Jubel durch die Stuttgarter Arena, doch Woltemade stand bei Wirtz' Treffer hauchzart im Abseits. Die Führung fiel dann aber doch noch vor der Pause: Nach VAR-Eingriff gab es in der Nachspielzeit einen Handelfmeter, den Havertz sicher verwandelte.
Zur zweiten Halbzeit brachte Nagelsmann Youngster Lennart Karl, Antonio Rüdiger und Undav für Karl, Tah und Gnabry. Rüdiger kam dem zweiten Tor in der 49. Minute nach einer Flanke nahe, wurde aber im letzten Moment gestört. Das deutsche Team startete erneut druckvoll: Groß' Schuss geriet aber zu unplatziert (51.). Kurz darauf wurde es vor Nübel erstmals gefährlich, als Antoine Semenyo rechts durchbrach und Prince Adu in der Mitte im letzten Moment von Kimmich behindert wurde (52.). Im direkten Gegenzug rettete zum zweiten Mal das Aluminium: Karl flankte perfekt auf Woltemade, dessen Kopfball aber an die Latte klatschte (53.).
Ein Angriff nach dem anderen rollte nun auf das ghanaische Tor zu, klare Torchancen ergaben sich aber zunächst noch nicht. Chris Führich, Leon Goretzka, David Raum und Josha Vagnoman kamen in der 61. Minute für Wirtz, Groß, Stiller und Brown auf das Feld. Gefährlich wurde es aber erst einmal vor Nübel: Nach einer Ecke lenkte Woltemade einen Schuss von Jordan Ayew knapp neben den Pfosten (63.).
Undav hat das letzte Wort
Deutschland näherte sich auch gleich wieder an, doch Goretzkas Direktabnahme traf Woltemades Hacke statt das gegnerische Tor (65.). Auch Raums direkter Freistoß aus 25 Metern zischte nur knapp am Tor vorbei (66.). Und dann stand es plötzlich 1:1: Derrick Köhn setzte sich auf der linken Seite gegen Vagnoman durch und fand in der Mitte den freistehenden Fatawu, der präzise ins rechte Eck traf.
Die DFB-Auswahl erhöhte das Tempo in der Schlussviertelstunde wieder mehr und Nagelsmann reagierte ein weiteres Mal: Leroy Sané ersetzte Woltemade (79.). Joker Sané mischte direkt mit und legte nach feinem Karl-Solo überlegt zurück auf Kimmich, dem der Ball freistehend aber über den Spann rutschte (81.). Dann hatte Karl die große Chance, setzte den Ball aber im Strafraum unter Bedrängnis am Tor vorbei (86.). Und dann kam der Auftritt von Undav, der vor heimischem Publikum eine Kopfballablage von Sané artistisch zwischen Keeper und Querlatte zum 2:1 einschoss.
Kategorien: Männer-Nationalmannschaft
Autor: sid/js

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