U 19-Junioren
0:2 gegen Spanien: U 19-Junioren verpassen EM-Titel
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Die deutschen U 19-Junioren haben das Finale der Europameisterschaft 2026 in Wales verloren. Die Auswahl von Cheftrainer Christian Wörns unterlag dem Rekordsieger Spanien in Wrexham mit 0:2 (0:1). Die Iberer entschieden die Partie durch die Tore von Hugo López kurz vor (44.) - und Mario Rivas kurz nach der Pause (48.).
"Ich bin natürlich enttäuscht, wir haben uns das anders vorgestellt, sagte Wörns. "Aber ich bin auch stolz auf die Mannschaft, was sie geleistet hat und wie die Entwicklung in den letzten zwei Jahren war. Natürlich war Spanien in der ersten Halbzeit spielbestimmend, aber wir haben ganz gut verteidigt, nicht viel zugelassen. Selber haben wir zwei Riesenchancen. Dazu zwei, drei Konteraktionen, die zu schlampig ausgespielt waren. Sowas kannst du dir auf dem Niveau nicht erlauben. Die Spanier waren total effektiv vorne, so viel haben sie nicht gehabt. Der Knackpunkt war dann wirklich der Eckball zum 2:0 kurz nach der Pause. Aber selbst danach haben wir Riesenchancen. Wenn du das 2:1 machst, fangen die an zu wackeln. Dann hast du vielleicht nochmal die Chance aufs 2:2. Die Niederlage heute setzt uns schon ein bisschen zu. Man ist einfach enttäuscht. Aber man muss auch das Positive rausziehen dürfen und fairerweise sagen: Spanien ist wirklich eine Top-Mannschaft."
DFB hat die Chancen, Spanien trifft
Beide Teams gingen konzentriert, aber durchaus mit offensiven Ideen in die Partie im Racecourse Ground. Spanien hatte zunächst etwas mehr vom Spiel, konnte dies aber nicht in Chancen ummünzen. Die erste Gelegenheit des Endspiels hatte DFB-Stürmer Otto Stange, der sich im Strafraum um seinen Gegenspieler drehte, dann aber zu zentral auf den spanischen Keeper Manu González zielte (10.). In der 18. Minute näherten sich die Iberer erstmals dem deutschen Kasten an, Daniel Yañez setzte seinen Freistoß jedoch deutlich am Pfosten vorbei.
Spanien erhöhte den Druck in der Phase, die nächste Chance hatten aber wieder die Deutschen. Francis Onyeka spielte einen langen Steilpass auf Stange, der den Ball gegen drei Spanier behauptete und sogar zum Abschluss kam - aber auch wieder an González scheiterte (30.). Kurz vor der Pause kam Spanien dann sehenswert zu seinem ersten Torschuss. López chippte den Ball aus etwa 15 Metern in Richtung langes Eck - und auf die Latte (39.). In der nächsten Aktion jubelten die Spanier jedoch. Yañez Schuss wurde von einem deutschen Verteidiger an den Pfosten abgefälscht, wo López am schnellsten am Leder war und zur Führung einschob (44.).
Rivas erhöht kurz nach der Pause
Die Spanier knüpften ähnlich stark an die erste Hälfte an und kamen durch Andres Cuencas Fernschuss zur nächsten Chance, Florian Hellstern wehrte zur Ecke ab. Und nach dieser fiel das 0:2 - Rivas köpfte die Hereingabe am kurzen Pfosten ins Netz (48.). Vier Minuten später setzte Thiago Pitarch den nächsten Abschluss ans Außennetz. Die deutsche Mannschaft musste sich für ein paar Minuten sammeln, verpasste den Anschluss dann aber nur um Zentimeter. Moritz Reimers zog von links in den Strafraum ein und schloss wuchtig auf das kurze Eck ab. González rutschte der Schuss durch, mit Hilfe des Innenpfostens konnte er ihn aber noch vor der Linie kratzen (57.).
Die Trinkpause nach etwa einer Stunde sowie viele Wechsel ließen das Spiel etwas stocken. Die deutsche Auswahl warf in der Schlussphase alles nach vorne, scheiterte aber immer wieder an der spanischen Defensive. Der Rekordsieger konnte sich aber auch regelmäßig entlasten und die Deutschen über Konter unter Druck setzen. So dauerte es bis zur 78. Minute, ehe die Deutschen den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatten. Jykese Fields wurde von Luis Engelns in den Strafraum geschickt, sein Schuss aus halbrechter Position wurde von González pariert, auch den Nachschuss von Onyeka bekam die spanische Abwehr geklärt. Nur Sekunden später hatte Montrell Culbreath die nächste Möglichkeit, köpfte aber aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Danach spielte Spanien das Ergebnis über die Zeit - und krönte sich zum Europameister.
Kategorien: U 19-Junioren
Autor: sid/fz

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