Frauen-Nationalmannschaft
Wück: "Wir werden wieder aufstehen"

Nach dem 1:4 (1:3) im Gruppenfinale gegen Schweden zieht die deutsche Frauen-Nationalmannschaft als Zweiter ins Viertelfinale der UEFA Women's EURO (Samstag, 19. Juli, ab 21 Uhr) in der Schweiz ein. Nach der ersten Turnierniederlage im Züricher Letzigrund waren Bundestrainer Christian Wück und seine Spielerinnen entsprechend enttäuscht. DFB.de mit den Stimmen zum Spiel.
Christian Wück: Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben nach dem 1:0 aber verpasst nachzulegen. Die Schwedinnen sind mit ihrer ersten Chance zum Tor gekommen. Das war eine Aneinanderreihung von Verhaltensweisen, die nicht gut waren. Daran müssen wir arbeiten, das wissen wir. Da hat man die Qualität der Schwedinnen gesehen. Wir hatten dann keinen Zugriff mehr. Spätestens nach der Roten Karte war das Spiel für uns erledigt. Bis zur Roten Karte waren wir nicht unterlegen, es war ein Spiel auf Augenhöhe. Jetzt sind wir am Boden, wir werden aber wieder aufstehen. Wir haben sehr viel Zeit zu regenerieren, werden uns dann aufrichten. Das wird ein paar Stunden dauern, aber dann gehen wir voller Vorfreude ins Viertelfinale.
Klara Bühl: Wir sind sehr, sehr gut ins Spiel gestartet, waren voll drin und die bessere Mannschaft. Wir hatten auch Chancen und die muss man auf diesem Niveau machen. Das ist unser größtes Learning heute. Wir geben das Spiel in zehn bis 15 Minuten her. Das ist sehr bitter. Aber Fehler werden auf diesem Niveau bestraft. Nachher war es ein Kraftakt. Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie so gekämpft hat. Das wird uns im weiteren Turnierverlauf helfen. Wir haben genug Zeit zu analysieren. Es gilt, die Köpfe schnellstmöglich nach oben zu nehmen und dann weiterzumachen. Abhaken und voller Fokus aufs Viertelfinale.
Ann-Katrin Berger: Wir haben gut dagegen gehalten und sind nach der Roten Karte aus dem Konzept gekommen. Der Anfang war stark, wir hatten viele Torchancen. Das Ergebnis spiegelt nicht unsere Leistung wider. Manchmal lief es unglücklich, wie bei dem 2:1, dann ist uns das Quäntchen Glück abhanden gekommen. Aber wir haben unser letztes Hemd gegeben, Schweden hat irgendwann auch nachgelassen. Auch zu Zehnt haben wir guten Fußball gespielt und hatten Chancen. Wir waren in Unterzahl geduldig und haben nicht viel zugelassen. Das gibt uns Mut. Aber so wird ein Spiel gegen Schweden unfassbar schwer. Wir analysieren jetzt, dann es geht weiter und das ist erstmal die Hauptsache.
Janina Minge: Es war ein total wildes Spiel. Wir sind super reingestartet, haben genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Es war dann ein Nackenschlag, dass wir direkt zwei Gegentore bekommen haben. Da haben wir nicht gut verteidigt. Carlotta kann man keinen Vorwurf machen, das war ein Reflex. Es hat uns gekillt, dass wir drei Gegentore bekommen haben. Dann haben wir es deutlich besser gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir mitgespielt, obwohl wir eine weniger waren. Das kann uns Mut machen.
Kategorien: Frauen-Nationalmannschaft, Europameisterschaft, Frauen-EURO 2025
Autor: dfb

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