DFB-Pokal
Undav und zwei späte Tore: Stuttgart wieder im Halbfinale

Titelverteidiger VfB Stuttgart steht im DFB-Pokal zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren im Halbfinale. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß setzte sich im Viertelfinale bei Zweitligist Holstein Kiel nach torloser erster Halbzeit letztendlich deutlich mit 3:0 durch, obwohl sich der Favorit lange schwertat. Die Gastgeber verpassten in einer am Ende engen Partie den dritten Sprung unter die besten vier Pokalteams nach zuvor 1941 und 2021.
Deniz Undav leitete den Sieg mit seinem Führungstreffer in der 56. Minute ein. Kurz vor Spielende gestalteten Chris Führich (90.) und Atakan Karazor (90.+2) das Ergebnis letztendlich deutlich. Am Vorabend hatte sich Bayer Leverkusen mit einem 3:0 gegen den FC St. Pauli den ersten Platz in der Vorschlussrunde gesichert.
Kiel kommt mit Kälte klar
Bei Temperaturen von mehreren Grad unter Null und eisig kaltem Wind erwischte der klassentiefere Verein vor gut 15.000 Zuschauenden den besseren Start. Die Kieler, die beim VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV in dieser Pokalspielzeit auswärts schon zwei Bundesligisten herausgekegelt hatten, kam gegen die in der ersten Liga zuletzt siebenmal ungeschlagenen Stuttgarter schnell zu zwei guten Chancen. Erst lenkte nach acht Minuten VfB-Torwart Alexander Nübel nach einem schnellen Gegenstoß einen Abschluss von Adrian Kapralik ans Außennetz, drei Minuten später setzte Andu Kelati einen Schuss aus etwa 15 Metern knapp über das Tor (11.).
Erst nach knapp 20 Minuten rissen die Gäste die Spielkontrolle an sich und meldeten sich mit nun deutlich mehr Ballbesitz immer häufiger vor dem Gehäuse der "Störche" an. Gefährlich wurde der Titelverteidiger besonders, als ein Flachschuss von Chris Führich nur hauchzart am rechten Pfosten vorbeizischte (19.). Aus ebenfalls aussichtsreicher Position setzte Undav einen Kopfball dann aber deutlicher über das Tor (25.). Nach einem Fehlgriff des Kieler Pokalkeepers Timon Weiner, der den Ball nach einer harmlosen Hereingabe fallen ließ, konnte die Hintermannschaft des Zweitligisten einen Schuss von Bilal El Khannouss noch gerade rechtzeitig blocken (28.).
Undav belohnt Stuttgarter Dominanz
Dann wurden die Stuttgarter Offensivbemühungen harmloser. Die zweikampfstarken Kieler machten im Mittelfeld nach einer halben Stunde die Räume extrem eng und ließen vom viermaligen Pokalsieger, dem es zunehmend an Durchschlagskraft mangelte, vor dem Seitenwechsel kaum mehr Torgelegenheiten zu. Selbst trat der Bundesliga-Absteiger im Angriff aber auch kaum in Erscheinung, sodass es ohne Tore in die Halbzeitpause ging.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit suchte der VfB weiter nach Lücken im Kieler Defensivverbund, während Kiel auf Konter lauerte. Einen Warnschuss setzte Leweling aus 14 Metern aufs Tor, verzog aber im Laufduell (54.). Zwei Minuten später schlug der Ball dann im Kieler Tor ein. Nach einem Freistoß aus etwa 25 Metern landete der Ball über Umwege bei Undav, der den Ball aus drei Metern über Weiner hinweg ins Tor stocherte (56.).
Auch nach der Führung blieb der Vorjahrespokalsieger zunächst dominant und drückte auf den zweiten Treffer. Kiel musste sich häufiger ins Spiel nach vorne einschalten, was den Stuttgartern wiederum mehr Räume brachte. El Khannouss scheiterte gleich in zwei Anläufen an Weiner. Auf der anderen Seite riskierte Kiel nun immer mehr und kam zu einer Doppelchance: Erst scheiterte der eingewechselte Aldin Jakupovic an Nübel, dann schoss den slowenische Angreifer den Ball aus guter Position am Tor vorbei (80.). In der Schlussphase warf das Team aus Schleswig-Holstein alles nach vorne, nach einem Konter spielte Führich gegen gegnerischen Torwart aus und schob zur Entscheidung ein (90.). Karazor erhöte noch auf 3:0 (90.+2).
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: sid/bt

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