Google Pixel Frauen-Bundesliga
Torreiches 4:3 gegen Jena! SGS Essen hält Anschluss

Der SGS Essen gelang in der Google Pixel Frauen-Bundesliga ein wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenverbleib. Das Team von Trainerin Heleen Jaques behauptete sich am 23. Spieltag gegen den direkten Konkurrenten FC Carl Zeiss Jena in einem torreichen Kellerduell 4:3 (2:1) und verkürzte den Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz wieder auf drei Punkte. Für Essen war es der erste Erfolg in der Rückrunde.
Vor 1327 Zuschauer*innen im Stadion an der Hafenstraße sorgten Ella Touon (6.) und Kapitänin Jacqueline Meißner (8.) schon früh für eine zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung der Gastgeberinnen. Rieke Tietz (37.) konnte noch vor der Pause in Jena verkürzen. In einem von beiden Teams offen geführten zweiten Durchgang zogen die Gastgeberinnen erneut durch einen Doppelschlag von Jacqueline Meißner (56.) und Ella Touon (58.) auf 4:1 davon. Die Thüringerinnen bewiesen erneut Moral und hofften nach den Treffern von Melina Reuter (61.) und Helen Börner (72.) wieder auf etwas Zählbares. Es blieb aber beim dritten Saisonsieg der SGS Essen.
Für die Gäste aus Thüringen, die weiterhin den letzten Tabellenplatz belegen, ist der Klassenverbleib bei nun nur noch drei ausstehenden Partien nur noch sehr schwer möglich. Nach acht Begegnungen ohne Sieg beträgt der Rückstand zum rettenden zwölften Rang (Hamburger SV) schon sieben Zähler.
Trainerin Jaques: "Nerven behalten"
"Das Spiel war am Ende noch unnötig spannend, dennoch bin ich sehr stolz auf die Mannschaft", sagte Essens Trainerin Heleen Jaques im Interview. "Wir wollten heiß in das Spiel starten, das ist uns auch gelungen. Nach den unnötigen Gegentoren haben wir den Fokus behalten und weitergemacht. Wir haben die Nerven behalten."
Jenas Torschützin Melina Reuter erklärte: "Ein paar Minuten haben uns das Spiel gekostet. Wir haben dennoch versucht, die Tore zu schießen und zu Aktionen zu kommen. Wir haben aber zu einfache Gegentore bekommen. Das waren Momente, in denen wir einfach nicht wach waren. Umso bitterer ist es, das Spiel zu verlieren, obwohl wir noch einmal herangekommen sind."
AnkerDrei Wechsel auf beiden Seiten
SGS-Trainerin Heleen Jaques konnte gegen Jena erstmals seit Ende Februar wieder mit Stammtorhüterin Kim Sindermann planen. Während eine Adduktorenverletzung die 25-Jährige außer Gefecht gesetzt hatte, wurde sie von Luisa Palmen vertreten. Gegenüber dem DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Bayern München (0:4) starteten außerdem Kapitänin Jacqueline Meißner und Leonie Köpp für Julie Terlinden und die gelbgesperrte Angreiferin Ramona Maier.
Der FC Carl Zeiss Jena legte ebenfalls mit drei Veränderungen im Vergleich zur Runde der letzten vier Teams im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg (4:5 nach Elfmeterschießen) los. Felicia Sträßer (Gelb-Rotsperre) und Gwendolyn Mummert gehörten nicht zum Aufgebot, außerdem blieb Emily Reske draußen. Die freien Plätze in der Startelf nahmen Lara Schenk, Steffi Schmid und Fiona Gaißer ein.
Essens früher Doppelschlag
Der FC Carl Zeiss Jena startete mit Feldvorteilen in das wichtige Duell zweier Konkurrenten um den Klassenverbleib. Bei den Thüringerinnen fehlte aber noch die Genauigkeit, um die Essener Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Stattdessen nutzte die SGS gleich ihre erste Torchance zur Führung. Eine Freistoßflanke von Paulina Platner legte Jacqueline Meißner wieder ins Zentrum. Dort verpasste zwar Lena Ostermeier zunächst den Abschluss knapp, die 29-Jährige legte aber für Ella Touon zurück, die aus kurzer Distanz Jenas Torhüterin Jasmin Janning beim (6.) keine Chance ließ.
Und die Essenerinnen legten direkt nach: Torschützin Touon spielte einen Steilpass in den Strafraum. Kapitänin Jacqueline Meißner legte sich den Ball an Torhüterin Janning vorbei und schob zum 2:0 (8.) ein. Nach den beiden Treffern gehörte auch die Spielkontrolle der SGS. Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte erneut Ella Touon an die Latte. Der FC Carl Zeiss Jena kam anschließend allmählich besser ins Spiel und nach etwas mehr als 20 Minuten zur ersten klaren Gelegenheit. Nach einem hohen Ball scheiterte Josephine Bonsu an der gut reagierenden Torhüterin Kim Sindermann.
Ein Fehler im Spielaufbau brachte Jena wieder heran. Ein Pass von Essens Torhüterin Kim Sindermann missglückte, so dass Rieke Tietz dazwischengehen und zum 1:2 (37.) einschieben konnte. Noch vor der Pause hätten die Thüringerinnen fast ausgeglichen. Nach einer zunächst abgewehrten Freistoßflanke von Nelly Juckel ging der Schuss von Tietz von der Strafraumgrenze knapp über das Tor.
Drei Tore in fünf Minuten
Jenas Trainer Florian Kästner nahm für den zweiten Durchgang zwei Wechsel vor. Olivia Alcaide und Elena Mühlemann wurden von Isabella Jaron und Emily Reske ersetzt. Die erste vielversprechende Gelegenheit gehörte aber wieder der SGS Essen. Nach einer Freistoßflanke von Ella Touon vollendete Jacqueline Meißner aus der Drehung zum 3:1 (56.). Und erneut gelang es der SGS, schnell nachzulegen. Im Anschluss einer flachen Hereingabe von Meißner verhinderte Jasmin Janning bei einer Grätsche von Lara Schenk mit einer guten Parade noch ein unglückliches Eigentor. Beim Abpraller war aber Ella Touon zum 4:1 (58.) zur Stelle und schnürte damit ebenfalls ihren Doppelpack.
Der FC Carl Zeiss Jena ließ sich vom deutlicheren Rückstand aber nicht beeindrucken. Nach einem Steilpass der eingewechselten Emily Reske verkürzte Melina Reuter auf 2:4 (61.). Und das Kästner-Team konnte noch auf etwas Zählbares hoffen. Zunächst konnte Kim Sindermann noch gut gegen Reuter parieren, den Abpraller drückte aber Helen Börner zum 4:3 (72.) über die Linie.
Sindermann hält Sieg fest
Anschließend lieferten sich beide Teams eine Schlussphase mit offenem Visier. Den Versuch von Emily Reske von der Strafraumgrenze konnte SGS-Torhüterin Kim Sindermann ebenso abwehren wie den Nachschuss von Nelly Juckel. Auf der Gegenseite klärte Jenas Josephine Bonsu für ihre bereits geschlagene Torhüterin Jasmin Janning gegen Ella Touon.
Der Versuch von Jenas Melina Reuter aus kurzer Distanz war nicht platziert genug, um Kim Sindermann zu überwinden. Weil die eingewechselte Essenerin Julie Terlinden nach einem Konter über Beke Sterner das Tor verfehlte, blieb es letztlich beim knappen 4:3-Heimerfolg der SGS Essen.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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