Google Pixel Frauen-Bundesliga
Sara Doorsoun und Co.: Die wichtigsten Wintertransfers

Mit dem 15. Spieltag nehmen die 14 Klubs der Google Pixel Frauen-Bundesliga am kommenden Wochenende den Spielbetrieb im neuen Jahr wieder auf. Einige Klubs waren während der kurzen Winterpause auf dem Transfermarkt aktiv. DFB.de mit einer Übersicht über die bislang wichtigsten Zu- und Abgänge.
Neu und doch schon altbekannt ist die wohl prominenteste Neuverpflichtung in diesem Winter. Nach weniger als sechs Monaten beim Angel City FC in den USA kehrte die langjährige Nationalspielerin Sara Doorsoun zu Eintracht Frankfurt zurück. Die 34 Jahre alte Innenverteidigerin soll helfen, die Hintermannschaft der Hessinnen zu stabilisieren und mit dem Team vom fünften Tabellenplatz weiter nach oben zu klettern. Am Sonntag (ab 15.15 Uhr, live bei Sport1 sowie bei MagentaSport und DAZN) könnte die Rückkehrerin gegen die TSG Hoffenheim ihr Comeback in der höchsten deutschen Frauen-Spielklasse geben.
Doorsoun: "Emotionale Rückkehr für mich"
"Mein Abschied im Sommer war sehr tränenreich und emotional", sagt Sara Doorsoun. "Jetzt ist es eine ebenso emotionale Rückkehr für mich mit ganz viel Freude. Ich bin immer noch sehr dankbar, dass man mir im Sommer die Möglichkeit gegeben hat, meinen Traum zu verwirklichen. Ich wusste aber auch, sollte sich die Tür für eine Rückkehr öffnen, muss ich mich damit beschäftigen. Es gab in Los Angeles keinen Tag, an dem ich nicht an Frankfurt gedacht habe. Wie es im Sommer eine Herzensentscheidung für mich war, so ist es auch jetzt eine und mein Gefühl sagt mir: Mein Platz ist hier." Der neue Vertrag der Abwehrspielerin bei der Eintracht ist bis zum 30. Juni 2028 gültig.
Der Auftaktgegner aus Hoffenheim nahm mit der Dänin Emilie Byrnak (22) ebenfalls eine Innenverteidigerin unter Vertrag. Die U 23-Nationalspielerin ihres Heimatlandes wechselte leihweise vom aktuellen schwedischen Meister BK Häcken in den Kraichgau. Nicht mehr zurückgreifen kann die neue TSG-Cheftrainerin Eva-Maria Virsinger dagegen auf Angreiferin Melissa Kössler (25), die sich Denver Summit FC anschloss und damit ab sofort in der US-amerikanischen Profi-Liga NWSL auf Torejagd geht. "Die Zeit in Hoffenheim hat mich sportlich wie persönlich geprägt und wachsen lassen", so Kössler. "Ich bin unglaublich dankbar für jede erfahrene Unterstützung. In der NWSL zu spielen, ist eine große Chance, auf die ich mich sehr freue."
Vier Neue nach Berlin-Köpenick
Aufsteiger 1. FC Union Berlin, der bereits am Freitag (ab 18.30 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) mit einem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen in den Saisonendspurt startet, war auf dem Transfermarkt besonders aktiv. Kein anderer Klub verpflichtete gleich vier Winterzugänge.
Zuletzt wechselte die belgische Nationalspielerin Amber Tysiak (25) vom englischen Erstligisten West Ham United nach Berlin-Köpenick. Für die "Hammers" absolvierte die Abwehrspielerin in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren 52 Pflichtspiele, davon 48 in der Startformation. "Amber ist eine großgewachsene, abgeklärte Innenverteidigerin, die sich bereits mit den besten Spielerinnen Europas gemessen hat", meint Jennifer Zietz, Geschäftsführerin Profifußball Frauen beim 1. FC Union: "Sie wird unserer Defensive Stabilität, Erfahrung und Präsenz verleihen. Wir sind überzeugt, dass sie sich schnell bei uns einleben und unserer Mannschaft weiterhelfen wird."
Zuvor hatten die Eisernen bereits die norwegische Abwehrspielerin Silje Helgesen (21/Stabaek BK), die Schweizer Mittelfeldspielerin Lia Kamber (19/FC Basel) und Torhüterin Julia Kassen (23) vom Ligakonkurrenten FC Carl Zeiss Jena unter Vertrag genommen. Im Gegenzug verabschiedete sich Torfrau Melanie Wagner (23) zum benachbarten FC Viktoria Berlin in die 2. Frauen-Bundesliga.
Paulina Bartz zurück in Hamburg
Um den Kader für den Kampf um den Klassenverbleib zu verstärken, nahm auch Union Berlins Mitaufsteiger Hamburger SV einige Veränderungen am Kader vor. Torhüterin Lea Paulick (26) wurde von Eintracht Frankfurt verpflichtet, die bosnische Verteidigerin Gloria Sliskovic (20) kam von Juventus Turin und Mittelfeldspielerin Paulina Bartz (20) wurde von Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen. Für die gebürtige Hamburgerin ist es eine Rückkehr in ihre Heimat und zu ihrem früheren Verein.
"Es ist einfach schön, wieder zu Hause zu sein, für den HSV zu spielen und viele bekannte Gesichter wiederzusehen", erklärt Paulina Bartz. "Ich hoffe darauf, wieder mehr Spielzeit zu bekommen, und will helfen, dass wir unsere Ziele erreichen. Ich finde es einfach überragend, dass immer viele Menschen ins Volksparkstadion kommen und alles vom Verein und den Fans mitgetragen wird." Gleich zum Auftakt steht am Sonntag (ab 16 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) gegen den direkten Konkurrenten SGS Essen eine ganz wichtige Partie auf dem Programm. Mit einem Sieg würde der HSV die Abstiegszone verlassen.
Mara Alber stürmt zum SV Werder
Nordrivale SV Werder Bremen kann ab sofort auf eine weitere deutsche U 23-Nationalspielerin zurückgreifen. Die bei der TSG Hoffenheim ausgebildete Offensivspielerin Mara Alber (20) wechselte auf Leihbasis vom FC Chelsea bis zum Saisonende an die Weser. Sie soll beim Tabellendritten die Lücke auf der Außenbahn schließen, die durch den langfristigen Ausfall von Tuana Mahmoud (Kreuzbandriss) entstanden ist.
"Ich freue mich sehr auf die Zeit bei Werder", betont Mara Albert. "Mit Trainerin Fritzy Kromp durfte ich bereits in der U 17-Nationalmannschaft zusammenarbeiten. Ihr Vertrauen war bei der Entscheidung, nach Bremen zu gehen, sehr wichtig für mich. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, alle sportlichen Ziele zu erreichen. Dazu möchte ich mich auch persönlich weiterentwickeln, um dann auch bei Chelsea den Durchbruch zu schaffen."
Nach 103 Toren: Schüller zu ManUnited
Auf dem Weg zum angestrebten vierten Meistertitel in Serie muss der ungeschlagene Tabellenführer FC Bayern München auf Nationalstürmerin Lea Schüller verzichten. Die 28-Jährige entschied sich kurz vor Weihnachten für einen Wechsel zu Manchester United. Deutschlands Fußballerin des Jahres 2022 absolvierte wettbewerbsübergreifend 181 Spiele für den FC Bayern und erzielte dabei 103 Tore. In der Bundesliga-Saison 2021/2022 sicherte sie sich mit 16 Treffern die Torjägerkanone.
"Lea hat die bislang erfolgreichsten Jahre unserer Mannschaft mitgestaltet und geprägt", lobt Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball bei den Münchnerinnen. "Mit ihrer beeindruckenden Torquote und ihrem Einsatz hat sie in fünfeinhalb Jahren maßgeblich zu unseren Erfolgen beigetragen." Schüller selbst sagt: "München ist für mich zu meiner Heimat geworden. Meine Jahre bei Bayern werden immer etwas ganz Besonderes für mich bleiben und haben mich sehr geprägt. Die Mannschaft und der Verein waren immer wie eine zweite Familie für mich."
Zwei Bayern-Zugänge aus Spanien
Bayern-Trainer José Barcala kann dafür ab der Jahrespremiere am Sonntag (ab 18.30 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) gegen RB Leipzig mit zwei neuen Spielerinnen planen, die aus seiner Heimat Spanien den Weg in die bayerische Landeshauptstadt fanden. Angreiferin Edna Imade (25), die gerade mit dem spanischen Nationalteam in zwei Finalspielen gegen Deutschland (0:0 und 3:0) die UEFA Women's Nations League gewann, kam von Real Sociedad San Sebastian zum FCB. Eigentlich war sie noch bis zum Saisonende an den spanischen Erstligisten ausgeliehen, beendete ihr Engagement dort aber vorzeitig. Allein in dieser Saison traf Imade in zwölf Ligaspielen elfmal.
Für das defensive Mittelfeld wurde außerdem Bernadette Amani verpflichtet. Die 28 Jahre alte Nationalmannschaftskapitänin der Elfenbeinküste wechselte vom spanischen Erstligisten CD Tenerife Femenino zum FC Bayern und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. "Bernadette ist eine äußerst zweikampfstarke und kompakte Spielerin, die durch ihre Schnelligkeit, Stabilität und ihr sicheres Passspiel überzeugt", beschreibt Bianca Rech. "Sie ist sehr aufgeschlossen, lernbereit und zeigt eine bemerkenswerte Neugier, sich weiterzuentwickeln. Wir schätzen besonders ihre engagierte und teamorientierte Art."
Einen erheblichen Verlust musste der SC Freiburg kurz vor dem Restrundenstart am Samstag (ab 12 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) beim 1. FC Köln hinnehmen. Offensivspielerin Aurélie Csillag (22) heuerte beim FC Liverpool an. Bis zur Winterpause kam die Schweizer Nationalspielerin auf zwölf Einsätze in der Bundesliga für den Sport-Club und absolvierte zwei Spiele im DFB-Pokal. Für die Breisgauerinnen traf Csillag, die erst vor dieser Saison vom FC Basel gekommen war, insgesamt viermal.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

Union-Trainerin Ailien Poese: "An schwierigen Situationen gewachsen"
Ailien Poese hat Union Berlin von der Regionalliga auf direktem Weg in die Google Pixel Frauen-Bundesliga geführt. Nun soll mit den Köpenickern der Klassenverbleib gelingen. Mit DFB.de spricht die Trainerin über die Entwicklung und die Perspektiven.

Die Winterfahrpläne: Ziele in Spanien, Portugal und Malta
Mit dem 15. Spieltag startet die Google Pixel Frauen-Bundesliga vom 23. bis zum 25. Januar in die zweite Saisonhälfte. Acht der insgesamt 14 Klubs nutzen bis dahin die Wintervorbereitung, um auf Reisen zu gehen. DFB.de mit einem Überblick.

Trainingslager auf dem DFB-Campus: Schiedsrichterinnen bereit für die Rückrunde
Die Schiedsrichterinnen und Assistent*innen der Google Pixel Frauen‑Bundesliga sowie die Unparteiischen der 2. Frauen‑Bundesliga haben sich auf dem DFB‑Campus intensiv auf die Rückrunde vorbereitet. Alle zogen im Anschluss ein positives Fazit.