Google Pixel Frauen-Bundesliga
Kowalskis Elfmeter-Doppelpack lässt SGS Essen jubeln

Der Tabellenletzte 1. FFC Turbine Potsdam schrammte in der Google Pixel Frauen-Bundesliga nur knapp am zweiten Punktgewinn in dieser Saison vorbei. Das Team von Trainer Kurt Russ musste sich am 17. Spieltag bei der SGS Essen knapp 1:2 (1:1) geschlagen geben und steht nach der neunten Niederlage in Folge weiterhin bei einem Zähler. Der Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz beträgt drei Punkte und 20 Tore.
Vor 1.423 Zuschauer*innen im Essener Stadion an der Hafenstraße gingen zunächst die Potsdamerinnen durch einen Treffer von Irena Kuznezov (5.) 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause gelang SGS-Spielmacherin Natasha Kowalski (43., Foulelfmeter) der Ausgleich. Auch der Siegtreffer der Gastgeberinnen resultierte aus einem Strafstoß, als erneut Natasha Kowalski (81.) in der Schlussphase einen Handelfmeter verwandelte. Turbine-Torhüterin Vanessa Fischer sah nach dem Abpfiff wegen einer Beleidigung noch die Rote Karte (90.+5).
Trainer Högner: "Keine klare Linie gefunden"
"Der frühe Rückstand hat uns leider verunsichert", analysierte SGS-Trainer MarkusHögner. "Wir haben dann keine klare Linie gefunden, keine klaren Entscheidungengetroffen und immer wieder in den gegnerischen Druck reingespielt. So konntePotsdam aus der kompakten Abwehr heraus leicht die Räume zustellen. Bei uns warirgendwie viel Aktionismus dabei. Mit den Wechseln ist noch einmal etwas neuerSchwung reingekommen, aber insgesamt haben wir nicht gut gespielt."
Mit dem zweiten Heimsieg nacheinander vergrößerten die Essenerinnen den Abstand zum einzigen Abstiegsplatz auf 15 Punkte und 46 Treffer. Damit kann die SGS fünf Runden vor dem Saisonende bereits für eine weitere Saison in der höchsten deutschen Frauen-Spielklasse planen.
Turbine-Trainer Russ zu Wechseln gezwungen
Markus Högner, Trainer der SGS Essen, veränderte seine Anfangsformation aus dem Auswärtsspiel bei Titelanwärter Eintracht Frankfurt (1:2) auf zwei Positionen. Neben Natasha Kowalski rückte auch Flügelstürmerin Laureta Elmazi neu ins Team. Dafür fehlten Lilli Purtscheller und Laura Pucks im Kader.
Beim 1. FFC Turbine Potsdam gab es im Vergleich zum 0:1 gegen den SC Freiburg drei Veränderungen, allerdings allesamt unfreiwillig. Caroline Krawczyk (Kreuzbandriss), Maya Hahn (krank) und Kapitänin Viktoria Schwalm (Rückenprobleme) waren nicht einsatzfähig. Ihre Positionen nahmen Alina Gnädig, Kim Schneider und Laura Lindner ein.
Potsdam durch Kuznezov früh in Führung
Die Partie begann für die Gäste aus Brandenburg optimal. Gleich der erste Eckball brachte den umjubelten Führungstreffer. Ex-Nationalspielerin Jennifer Cramer brachte den Ball nach innen, Emilie Bernhardt leitete weiter und Irena Kuznezov drückte die Kugel aus kurzer Entfernung zum 0:1 (5.) ins Netz.
Das Tor gab Turbine weiteren Auftrieb. Die SGS Essen tat sich gegen kompakt und konzentriert verteidigende Potsdamerinnen schwer, gefährliche Torraumszenen herauszuspielen. Noch die bis dahin beste Chance hatte Mittelstürmerin Ramona Maier, die eine Linksflanke von Verteidigerin Lena Ostermeier jedoch am ersten Pfosten knapp verpasste.
Kurz vor der Pause fiel dann doch noch der Ausgleich. Nach einem Zuspiel von Annalena Rieke kam SGS-Offensivspielerin Maike Berentzen im Strafraum im Zweikampf mit Sara Ito zu Fall. Schiedsrichterin Annika Kost (Schwerte) entschied auf Foulelfmeter und Essens Spezialistin Natasha Kowalski ließ sich die Chance zum 1:1 (43.) nicht entgehen. Per Flachschuss ließ sie Torfrau Vanessa Fischer keine Abwehrmöglichkeit.
Einwechselspielerinnen bringen Schwung
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte SGS-Spielführerin Jacqueline Meißner die große Chance zum Führungstor. Nach einer Freistoßflanke von Paulina Platner legte Ramona Maier den Ball per Kopf auf. Die aufgerückte Innenverteidigerin Jacqueline Meißner schoss aber aus wenigen Metern deutlich drüber.
Essen hatte zwar mehr vom Spiel, aber Potsdam versteckte sich ebenfalls keineswegs. Fast hätte der zweite Eckball für Turbine auch zum zweiten Tor geführt. Nach Jennifer Cramers Hereingabe kam Mia Schmid zum Kopfball. SGS-Torhüterin Kim Sindermann bekam die Kugel aber gerade noch vor der Torlinie zu fassen.
Nach etwas mehr als einer Stunde nahm Essens Trainer Markus Högner einen Dreifachwechsel vor, um den Druck zu erhöhen. Das sollte sich letztlich auszahlen, auch wenn hochkarätige Torchancen zunächst Mangelware blieben. Erst traf die eingewechselte Julie Terlinden den Ball aus aussichtsreicher Position nicht richtig. Nur wenig später kam dann aber die ebenfalls neu ins Spiel gekommene Jette Ter Horst von der Strafraumgrenze zum Abschluss. Ihr Schuss berührte den Arm von Mia Schmid, die damit unglücklich den zweiten Elfmeter gegen Turbine Potsdam verursachte. Diesmal bekam Vanessa Fischer zwar eine Hand an den Ball, konnte das 2:1 (81.) durch Natasha Kowalski aber nicht verhindern. Für die Essenerin war es der fünfte verwandelte Strafstoß in dieser Saison.
Turbine versuchte in den Schlussminuten noch einmal alles, konnte den Gegner aber nicht mehr ernsthaft in Verlegenheit bringen. Nach dem Schlusspfiff entlud sich bei Potsdams Torfrau Vanessa Fischer der Frust über die 16. Niederlage im 17. Saisonspiel. Wegen einer Beleidigung handelte sie sich noch die Rote Karte ein und wird vorerst fehlen.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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