Google Pixel Frauen-Bundesliga

Fünf Scorerpunkte: Cerci führt Hoffenheim zum Sieg

27.04.2026
Drei Tore, zwei Vorlagen: Cerci lässt Hoffenheim von Europa träumen Foto: IMAGO

Die TSG Hoffenheim mischt in der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiter im Rennen um den dritten Tabellenplatz mit, der am Saisonende die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb bedeuten würde. Das Team von Trainerin Eva-Maria Virsinger meldete sich zum Abschluss des 23. Spieltages mit einem torreichen 6:2 (4:1)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln aus der Länderspielpause zurück und verkürzte den Abstand zum Tabellendritten Eintracht Frankfurt wieder auf vier Punkte. Drei Runden stehen bis zum Saisonende noch aus.

Zur Matchwinnerin im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion avancierte Hoffenheims Nationalstürmerin Selina Cerci, die drei Treffer selbst erzielte (7./42./90.) und zwei weitere Tore von Marie Steiner (2.) und Nikee van Dijk (20.) vorbereitete. Mit jetzt 15 Saisontreffern übernahm Selina Cerci auch die alleinige Führung in der Torjägerinnenliste vor Vanessa Fudalla (Bayer 04 Leverkusen) und Pernille Harder (FC Bayern München), die beide jeweils 14-mal erfolgreich waren. Den Schlusspunkt für die TSG setzte die eingewechselte Janna Grimm (90.+4) in der Nachspielzeit.

Für den 1. FC Köln trafen lediglich Lydia Andrade (10.) und Sandra Maria Jessen (50.), die damit auch schon ihr elftes Tor in der laufenden Spielzeit markierte. Die fünfte Niederlage in den zurückliegenden sechs Begegnungen konnten sie damit aber auch nicht verhindern. Das Hinspiel hatte der FC noch 1:0 gewonnen.

Virsinger: "Hohe Effizienz"

"Es war ein wilder Ritt mit einer starken ersten Halbzeit von uns", sagte Hoffenheims Trainerin Eva-Maria Virsinger: "Wir kamen gegen das Pressing der Kölnerinnen gut in die Aktionen, die wir uns vorgenommen haben. Wir haben die Tiefe attackiert und vor dem Tor hohe Effizienz gezeigt. Nach der Halbzeit gab es eine Phase, in der Köln mit seiner Erfahrung ein Aufbäumen gezeigt hat. Wir haben aber gut verteidigt sowie etwas Glück und Laura Dick im Tor gehabt. Hintenraus haben wir mit einer Willensleistung das Ding zugemacht und ein Ausrufezeichen gesetzt."

Selina Cerci meinte: "Ich habe lange nicht mehr aus dem Spiel heraus getroffen. Als Stürmerin tut es gut, wenn das wieder gelingt. Ich freue mich mit der Mannschaft, dass wir es so deutlich gestalten konnten. Wenn man ein gutes Spiel macht, wird man auch belohnt."

Schmitz für Fuchs im Tor

Im Vergleich zum 2:1-Derbysieg beim SC Freiburg vor der Länderspielpause stellte TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger ihre Anfangsformation auf drei Positionen um. Jamilla Rankin, Franziska Harsch und Valesca Ampoorter starteten für Lisann Kaut (nicht im Kader), Laura Gloning und Janna Grimm (beide Bank). Neben Lisan Kaut fehlten verletzungsbedingt auch Féli Delacauw, Dominika Grabowska, Linda Natter, Napsugár Sinka und Sara Ritter im Hoffenheimer Aufgebot.

Beim 1. FC Köln gab es gegenüber der 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt fünf Veränderungen. Für Irina Fuchs, die kurzfristig wegen einer Muskelverletzung passen musste, stand Lisa Schmitz zwischen den Pfosten. Mittelfeldspielerin Laura Feiersinger war krankheitsbedingt nicht dabei, außerdem hielten sich Sara Agrez, Anna-Lena Stolze und Laura Donhauser diesmal als Einwechselspielerinnen bereit. Dafür liefen Adriana Achcinska, Zoe Hasenauer, Martyna Wiankowska und Lydia Andrade von Beginn an auf. Dora Zeller und Taylor Ziemer standen nach ihren Verletzungspausen erstmals wieder im Kader, Anna Gerhardt ist dagegen noch angeschlagen.

Mit Amelie Bohnen, die zur Startelf gehörte, sowie Vanessa Leimenstoll, Celina Degen und Dora Zeller waren gleich vier Spielerinnen mit dem 1. FC Köln bei ihrem früheren Verein im Kraichgau zu Gast. Auf der anderen war Selina Cerci von 2022 bis 2024 für den FC am Ball.

Steiner sorgt für Blitzstart

Die Gastgeberinnen erwischten einen Blitzstart. Mit einem langen Pass setzte Torhüterin Laura Dick U 23-Nationalspielerin Marie Steiner ein, die nach einem glänzenden Zusammenspiel mit Selina Cerci mit einem Flachschuss zum frühen 1:0 (2.) traf. Nur fünf Minuten später profitierte Selina Cerci bei ihrem ersten Treffer zum 2:0 (7.) erst nach einem Fehlpass der Kölnerin Pauline Bremer und dann von einem Zuspiel ihrer Sturmpartnerin Nikee von Dijk. Die FC-Spielerinnen reklamierten vergeblich eine Abseitsposition.

Ein kapitaler Schnitzer von Laura Dick brachte die Gäste zurück ins Spiel. Beim Versuch, den Ball nach vorne zu schlagen, schoss die Hoffenheimer Torfrau die anlaufende Lydia Andrade an, von der die Kugel zum 2:1 (10.) ins Netz sprang. Aber auch dem 3:1 (20.) ging ein krasser Fehlpass voraus, diesmal wieder auf der anderen Seite von Adriana Achcinska. Selina Cerci legte für Nikee van Dijk vor, die mit einem wuchtigen Abschluss ihr erstes Tor in der höchsten deutschen Frauen-Spielklasse erzielte.

Nachdem TSG-Kapitänin Vanessa Diehm mit einer beherzten Grätsche gegen einen Schuss von Lydia Andrade das erneute Kölner Anschlusstor verhindert hatte, legte erneut Selina Cerci nach starker Vorarbeit von Rechtsverteidigerin Jill Janssens kurz vor der Pause noch das 4:1 (42.) nach. Wermutstropfen für die Kraichgauerinnen: Die angeschlagene Franziska Harsch musste schon nach einer guten halben Stunde ausgewechselt und durch Janna Grimm ersetzt werden.

Zeller gibt Comeback

Zur Pause reagierte FC-Trainerin Britta Carlson auf den deutlichen Rückstand mit den ersten beiden Wechseln. Sara Agrez und Anna-Lena Stolze lösten Adriana Achcinska und Martyna Wiankowska ab. Die folgenden Offensivbemühungen der Gästen wurden schnell belohnt. Nach einer Rechtsflanke von Laura Vogt konnte Laura Vogt den Ball nur nach vorne abwehren. Dort zog Torjägerin Sandra Maria Jessen sofort ab und setzte die Kugel mit links zum 4:2 (50.) in den rechten Torwinkel. Für die isländische Nationalspielerin war es der elfte Saisontreffer.

Weil es wenig später für Torschützin Lydia Andrade verletzungsbedingt nicht weiterging, kam Dora Zeller zu ihrem Comeback. Wegen einer langwierigen Knieverletzung musste die Ungarin ein Jahr lang pausieren. Kurz darauf wäre Pauline Bremer nach Vorarbeit von Anna-Lena Stolze beinahe der Anschlusstreffer gelungen. Ihr Schuss in Rücklage kam aber genau auf die Mitte des Tores, so dass Laura Dick parieren konnte.

Die Gäste versuchten bis zum Schluss, noch einmal heranzukommen, wurden dann aber in der Schlussphase noch mit zwei weiteren Gegentoren bestraft. Zunächst verpasste Selina Cerci noch die mögliche Entscheidung, als sie die Unterkante der Latte traf. Dann aber schloss die überragende Torjägerin ein sehenswertes Solo mit dem 5:2 (90.) ab, ehe Janna Grimm in der Nachspielzeit noch einen Ballverlust von Laura Vogt ausnutzte und zum 6:2-Endstand (90.+4) vollendete.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw