Google Pixel Frauen-Bundesliga

Fakten-Flash #4: Freigang und Memeti sind Frankfurts Topduo

15.09.2026
Gemeinsam an sechs Frankfurter Toren beteiligt: Laura Freigang und Ereleta Memeti Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Die Google Pixel Frauen-Bundesliga ist zurück. Die Saison 2026/2027 hat begonnen. Im Fakten-Flash wirft DFB.de einen Blick auf die spannendsten Zahlen, Daten und Fakten des 4. Spieltages.

Mit zehn Zählern aus den ersten vier Saisonspielen in der Google Pixel Frauen-Bundesliga setzte sich Eintracht Frankfurt erneut in der Spitzengruppe der höchsten deutschen Spielklasse fest. Das Team von Trainer Niko Arnautis, das schon in den fünf zurückliegenden Spielzeiten jeweils auf Rang drei gelandet war, ist auch nach dem 4. Spieltag der neuen Saison wieder der erste Verfolger des verlustpunktfreien Spitzenduos mit dem VfL Wolfsburg und Titelverteidiger FC Bayern München.

Beim 4:2-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim sorgten die Hessinnen für fünf Bestwerte des Spieltages. Die Eintracht erzielte nicht nur die meisten Tore aller Teams, sondern gab auch die meisten Torschüsse ab (24), erspielte sich die meisten Großchancen (sieben), schlug die meisten Flanken (28) und verzeichnete die beste Passquote (87,5 Prozent).

Linksverteidigerin Nina Lührßen und Offensivspielerin Ereleta Memeti steuerten jeweils einen Treffer und eine Torvorlage zum Frankfurter Erfolg bei. Für Memeti, Kapitänin der kosovarischen Nationalmannschaft, war es zwar das erste Tor, aber schon der fünfte Assist. Damit war sie an sechs der insgesamt acht Frankfurter Treffer (75 Prozent) direkt beteiligt. Unter anderem bereitete Memeti sämtliche vier Saisontreffer von Spielführerin Laura Freigang vor, die gemeinsam mit den beiden Wolfsburgerinnen Ella Peddemors und Cora Zicai die Torjägerinnenliste anführt. Lührßen schlug außerdem elf Flanken - Höchstwert unter allen Spielerinnen.

RB Leipzig zweikampfstark

Beim 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg kam RB Leipzig zum ersten Saisonsieg, obwohl die Sächsinnen lediglich acht Torschüsse abgaben, während Nürnberg auf 19 Abschlüsse kam. Emilia Ásgeirsdóttir erzielte bei drei Torschüssen beide Leipziger Treffer.

Allerdings gewannen die Leipzigerinnen 56,9 Prozent ihrer Zweikämpfe. Nur Bayern München (3:2 bei Bayer 04 Leverkusen) wies am 4. Spieltag eine noch bessere Quote auf (58,2).

Hebben: Debüt und Ehrung

Der SC Freiburg setzte sich 3:0 gegen Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 durch, obwohl die Gäste mehr Torschüsse (20:15), mehr Ballbesitzphasen (692:577) und deutlich mehr Pässe (465:350) verzeichneten. Freiburgs einzige registrierte Großchance war ein Strafstoß, bei dem Luca Birkholz in der Nachspielzeit an der Mainzer Torhüterin Mamiko Matsumoto scheiterte. Alle drei Freiburger Treffer fielen somit aus Situationen, die nicht als Großchance gewertet wurden.

U 23-Nationalspielerin Ilayda Acikgöz traf aus etwa 25 Metern, Carina Brunold und U 19-Nationalspielerin Emma Memminger waren jeweils von der Strafraumgrenze erfolgreich. U 17-Europameisterin Johanna Hebben gab als Einwechselspielerin ihr Bundesligadebüt und bekam einen Tag später vom DFB die Fritz-Walter-Medaille in Silber verliehen.

Jubiläum für Janina Minge

Tabellenführer VfL Wolfsburg kontrollierte das 2:0 beim Liganeuling VfB Stuttgart mit 734 Ballbesitzphasen und 531 Pässen. Nationalspielerin Sarai Linder verzeichnete 104 Ballbesitzphasen und bereitete den Führungstreffer vor. Ella Peddemors war mit einem Tor und einer Vorlage an beiden Wolfsburger Treffern beteiligt. Sie gab insgesamt fünf Torschüsse ab.

Nationalspielerin Cora Zicai benötigte für ihr viertes Saisontor zum Endstand dagegen nur einen Abschluss. DFB-Vizekapitänin Janina Minge absolvierte ihr 50. Spiel für den VfL Wolfsburg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Insgesamt war es bereits ihr 214. Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse. In Stuttgart bestritt sie 27 Zweikämpfe und gewann davon 66,7 Prozent.

Bei Köln steht die Null

Der 1. FC Köln gewann 3:0 gegen den weiterhin punktlosen 1. FC Union Berlin, obwohl die Gäste mehr Ballbesitzphasen (657:514), Pässe (436:297) und Dribblings (14:8) verbuchten. Die Kölner Treffer fielen durch ein Eigentor von Union-Torfrau Nadine Böhi, einen Kopfball von Pauline Bremer und ein Kontertor von Lydia Andrade.

Für den FC war es der dritte Sieg in Serie ohne Gegentor. Schon seit 315 Minuten musste Kölns Torhüterin Lisa Schmitz nicht mehr hinter sich greifen. Am Samstag (ab 14 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) wird diese Serie im Gastspiel beim Ligaprimus FC Bayern München auf den Prüfstand gestellt.

Dallmann hat 300 im Blick

Bayern Münchens Nationalspielerin Linda Dallmann absolvierte beim 3:2-Auswärtssieg in Leverkusen ihr insgesamt 296. Spiel in der Frauen-Bundesliga. Damit ist sie nun gleichauf mit Marina Himmighofen. Nur 18 Spielerinnen bestritten mehr Partien in der höchsten deutschen Spielklasse. Der FC Bayern geriet durch zwei Tore der polnischen Nationalstürmerin Paulina Tomasiak zweimal in Rückstand, obwohl das Team bei den Torschüssen (17:9), Ballbesitzphasen (803:364) und Pässen (640:206) deutlich überlegen war.

Vanessa Gilles und die eingewechselte Edna Imade trafen für die Münchnerinnen per Kopf zum Ausgleich, jeweils nach Flanken von DFB-Kapitänin Giulia Gwinn. Den Assist für Siegtorschützin Alara Sehitler lieferte Topscorerin Klara Bühl (zwei Tore, fünf Vorlagen). Vanessa Gilles erzielte nicht nur ein Tor, sondern führte auch die individuellen Ranglisten bei den Ballbesitzphasen (122) und Pässen (103) an. Klara Bühl bestritt fünf Dribblings und gewann alle fünf - ebenfalls alleiniger Höchstwert.

Vanzeir bereitet gut vor

Der SV Werder Bremen entschied das Nordderby gegen den Hamburger SV vor 26.814 Zuschauer*innen im Weserstadion durch einen Kopfballtreffer von Isabella Jaron 1:0 für sich. Die belgische Nationalspielerin Luna Vanzeir lieferte per Eckball die Vorlage und bereitete damit vier von insgesamt sieben Saisontoren der Bremerinnen vor.

Der HSV gab mehr Torschüsse ab (15:12), blieb aber ohne Treffer. Mit insgesamt 36 Luftzweikämpfen war es die kopfballduellreichste Partie des Spieltages.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw