Schiedsrichter
DFB-Workshop-Tour: Edubreak in den Landesverbänden

Wie kann digitales Lernen die Lehrarbeit im Schiedsrichterwesen sinnvoll ergänzen und weiterentwickeln? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell eine Workshop-Tour der Abteilung Schiedsrichter*innen des DFB. Zwei Mitarbeitende, die das Projekt rund um die Lernplattform Edubreak federführend betreuen, sind derzeit unterwegs durch die 21 Landesverbände. Ihr Ziel: gemeinsam mit den Kreislehrwarten die Möglichkeiten des Lerncampus praxisnah zu erarbeiten und zu zeigen, wie digitale Elemente die Lehrarbeit vor Ort unterstützen können.
Im vergangenen Jahr wurde Edubreak als zentrale Lernplattform für den Schiribereich eingeführt. Seitdem wird sie Schritt für Schritt weiterentwickelt und in die Verbandsstrukturen integriert. Die aktuelle Workshop-Tour dient dazu, die Nutzung der Plattform weiter in die Fläche zu tragen und Verantwortliche im Lehrwesen mit ihren Funktionen vertraut zu machen.
Blended Learning als zentrales Konzept
Im Mittelpunkt der Workshops steht deshalb nicht nur die technische Einführung in die Plattform. Vielmehr geht es darum, konkrete Anwendungsmöglichkeiten für den Alltag im Schiri-Lehrwesen zu entwickeln. Wie können Lehrabende durch digitale Elemente ergänzt werden? Wie lassen sich größere Gruppen ebenso wie kleinere Förderformate sinnvoll begleiten? Und wie können Schiedsrichter*innen stärker aktiv in Lernprozesse eingebunden werden?
Ein zentrales Stichwort dabei ist das Konzept des Blended Learnings – also die Kombination aus Präsenzformaten und digitalen Lernangeboten. Auch künftig werden Lehrabende, Lehrgänge und Präsenzveranstaltungen eine wichtige Rolle im Schiedsrichterwesen spielen. Gleichzeitig bietet Edubreak die Möglichkeit, Lernprozesse über einzelne Termine hinaus zu verlängern, Diskussionen fortzuführen oder Inhalte zu vertiefen.
In den Workshops arbeiten die Kreislehrwarte daher sowohl in kleinen Gruppen als auch gemeinsam im Plenum direkt mit dem Lerncampus. Dabei wird ausprobiert, wie Videoanalysen, Diskussionsforen oder Aufgabenformate eingesetzt werden können. Die Teilnehmenden erleben aus erster Hand, wie sich Inhalte vorbereiten, moderieren und nachbereiten lassen – und welche Möglichkeiten sich daraus für die eigene Lehrarbeit ergeben.
RefPortal bietet Platz für Dialog
Ein weiterer Bestandteil der Plattform ist das sogenannte RefPortal. Diese Austauschplattform richtet sich an alle Schiedsrichter*innen und soll den fachlichen Dialog über Kreis- und Verbandsgrenzen hinweg fördern. Hier können Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt oder aktuelle Regelsituationen diskutiert werden. Gerade für Schiedsrichter*innen kann dieser Austausch eine wertvolle Ergänzung zur Arbeit im eigenen Kreis sein.
Die bisherigen Stationen der Workshop-Tour führten das Team unter anderem zu den Landesverbänden Mittelrhein, Westfalen, Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Südwest. Überall trafen die Referenten auf engagierte Kreislehrwarte, die sich intensiv mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzten und zahlreiche Ideen für die eigene Lehrarbeit entwickelten.
Dass die Plattform großes Potenzial bietet, wurde auch in den Rückmeldungen aus den Workshops deutlich. Ein Teilnehmer brachte seine Begeisterung nach einer praktischen Übung augenzwinkernd auf den Punkt: Mit den Möglichkeiten der Plattform lasse sich im Lehrwesen "richtig viel auf die Beine stellen".
Werkzeug, das neue Wege eröffnet
Die Workshop-Tour ist dabei auch ein Signal dafür, welchen Stellenwert die Unterstützung des Amateurfußballs für den DFB hat. Die Entwicklung und Betreuung der Plattform, aber auch der direkte Austausch mit den Landesverbänden zeigen, dass die Weiterentwicklung des Schiriwesens als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden wird.
Gleichzeitig lebt das System davon, dass die Verantwortlichen in den Kreisen und Verbänden die Möglichkeiten vor Ort nutzen und mit Leben füllen. Edubreak soll dafür kein Ersatz bestehender Lehrformate sein, sondern ein Werkzeug, das neue Wege eröffnet und bestehende Strukturen ergänzt.
In den kommenden Wochen stehen weitere Termine in verschiedenen Landesverbänden an. Ziel bleibt es, möglichst viele Verantwortliche im Lehrwesen mit der Plattform vertraut zu machen und gemeinsam daran zu arbeiten, Ausbildung, Weiterbildung und Austausch im Schiedsrichterwesen noch moderner, flexibler und vernetzter zu gestalten.
Kategorien: Schiedsrichter
Autor: dfb

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