DER DFB
DFB trauert um Prof. Dr. Heinrich Heß

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) trauert um Prof. Dr. Heinrich Heß, den früheren Mannschaftsarzt der A-Nationalmannschaft der Männer. Heß ist in Saarbrücken im Alter von 94 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben, wie seine Familie mitteilte.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nannte den Sportmediziner aus dem Saarland einst "Knochen und Seele der Nationalmannschaft", Franz Beckenbauer bezeichnete Heß als einen Arzt, "der sensationell vertrauensvoll mit Spielern umging und neben seiner fachlichen Qualifikation immer Vorbild war".
Der spätere Bundestrainer Jupp Derwall hatte Heß 1969 für den DFB gewinnen können, zunächst als medizinischen Betreuer der damaligen B-Nationalmannschaft. Nach seinen Tätigkeiten für die Junioren-Nationalmannschaften sowie während des olympischen Fußballturnieres 1972 in München trat er 1974 unter Bundestrainer Helmut Schön die Nachfolge von Prof. Hans Schoberth als Teamarzt der A-Nationalmannschaft an. Er betreute das DFB-Team mehr als 20 Jahre lang, unter anderem bei den WM-Triumphen 1974 und 1990 sowie den EM-Erfolgen 1980 und 1996. Ihm folgte Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt als Arzt der Nationalmannschaft nach.
Seine Expertise brachte Heinrich Heß, dessen Sohn Dr. Martin Heß später als Mannschaftsarzt die Frauen- und U 21-Nationalmannschaften betreute, darüber hinaus 16 Jahre lang als Mitglied der Medizinischen Kommission des DFB ein, von 2000 bis 2010 zusätzlich als Mitglied der Anti-Doping-Kommission. Parallel zu seiner Funktion als Leiter der Orthopädischen Klinik in Saarlouis und seinem gesellschaftlichen Engagement mit seiner eigenen Stiftung vor allem in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung.
Für seine herausragenden Verdienste um den Fußball und das Gemeinwohl wurde Prof. Dr. Heinrich Heß 1998 mit der Goldenen Ehrennadel des DFB und 2004 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Kategorien: DER DFB, Männer-Nationalmannschaft
Autor: dfb

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