Frauen-Nationalmannschaft
Berger: "Die Mädels sind richtig gut drauf"

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bereitet sich im Homeground in Herzogenaurach auf die UEFA Women's EURO 2025 vor. Damit das Auftaktspiel gegen Polen am Freitag, 4. Juli (ab 21 Uhr) erfolgreich verläuft, wird es auch auf Torhüterin Ann-Katrin Berger ankommen. Sie ist als letzte Nationalspielerin in die Vorbereitung eingestiegen, nachdem sie vergangenen Sonntag noch in den USA für ihren Verein NY/NJ Gotham FC auflief. Gemeinsam mit Torwarttrainer Michael Fuchs spricht sie auf DFB.de über die Stimmung im Trainingslager und die Rivalität innerhalb des Torhüterinnen-Teams.
Ann-Katrin Berger über...
… ihre Eindrücke aus dem Trainingslager: Die Mädels sind richtig gut drauf, sind lebensfroh und energisch. Das reißt viele Leute mit. Ich bin normalerweise jemand, die früh einschläft. Hier komme ich nie dazu, weil die Mädels gerne was unternehmen. Es ist gut, dass die Jüngeren die Älteren da mitziehen. Da ist ein richtig guter Zusammenhalt. Man merkt wie viel Spaß wir haben und haben Bock auf das Turnier.
… den Vorteil, direkt aus der laufenden Saison in den USA zu kommen: Ich kann das wahrscheinlich erst nach der EM beurteilen, aber ich fühle mich sehr fit. Da habe ich vielleicht einen Vorteil, weil es manchmal schwerer ist nach einer kurzen Pause wieder anzufangen. Ich habe gehört, dass die erste Woche ein bisschen härter war, deswegen bin ich auch froh jetzt erst dazu zustoßen.
… ihre Zukunft beim DFB: Ich bin froh, dass ich jetzt zur EM fahre. Ich habe mich damit wirklich noch nicht befasst. Ich muss natürlich auf meinen Körper hören. Ich glaube in meinem Alter muss man von Tag zu Tag denken.
… das Verhältnis innerhalb des Torhüterinnen-Teams: Neben den Übungen haben wir Spaß und während der Übungen konzentrieren wir uns zu 100 Prozent darauf, unsere Arbeit zu machen. Wir haben wirklich ein richtig gutes Verhältnis und es macht viel Spaß sich manchmal auch zu nerven und zu ärgern. Es ist eine Rivalität auf spielerische Art und Weise.
… ihren Umgang mit Kritik: Kritisch bin ich mir selbst gegenüber und höre ich mir von meinem Torwarttrainer und meinen Kolleginnen an. Ansonsten interessiert es mich nicht, wenn mich irgendwer kritisiert, der noch nie im Tor stand.
Michael Fuchs über...
… die Stimmung im Torhüterinnen-Team: Mir macht es sehr viel Spaß mit den drei Torhüterinnen. Sie ergänzen sich in sehr vielen Bereichen. Im Torwartbereich ist eine gewisse Rivalität schon auch gut. Aber die Torhüterin ist die letzte Verteidigungslinie im Fußball und jeder Fehler wird bestraft. Da brauchen wir nicht zu viel Druck aus dem Hintergrund. Da haben die Drei genau das richtige Maß an gegenseitiger Unterstützung. Es ist ein sehr angenehmes und sehr leichtes Arbeiten.
… die Stärken von Ann-Katrin Berger: Ich schätze an Anne vor allem ihre Stärken in der Raumverteidigung, der Raumbeherrschung und im Offensivspiel. Sie erkennt gut Situationen und setzt unsere Offensivkräfte dann auch durch weite Bälle hervorragend in Szene. Sie fordert einen auch im Training heraus und stellt Übungen infrage, das ist gute Tradition. Sie achtet auf Details und Torwarttraining ist zum großen Teil Detailarbeit.
… die Entwicklung deutscher Torhüterinnen: Wir hatten immer sehr gute Torhüterinnen auf der Position Eins. Was sich jetzt deutlich verändert hat, ist, dass wir eine viel größere Breite in der Spitze haben. Wir können wirklich aus vielen guten, jungen Torhüterinnen aussuchen. Da haben wir einen ganz anderen Konkurrenzkampf als früher. Wir sind da in Deutschland wirklich in einer sehr guten Position.
Kategorien: Frauen-Nationalmannschaft, Frauen-EURO 2025
Autor: dfb

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