Google Pixel Frauen-Bundesliga
Bei Bayern-Sieg: Gwinn und Oberdorf geben Comeback

Doublesieger FC Bayern München stellte am 2. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga seine eigene Bestmarke ein. Nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Liganeuling 1. FSV Mainz 05 ist die Mannschaft von Trainer José Barcala bereits seit 44 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse ungeschlagen. Das war dem FC Bayern schon zwischen 2022 und 2024 einmal gelungen.
Vor 2500 Zuschauer*innen am ausverkauften FC Bayern Campus brachte DFB-Kapitänin Giulia Gwinn (38.) die Gastgeberinnen auf die Siegerstraße und krönte damit ihr Comeback nach überstandener Schulteroperation. Den zweiten Dreier im zweiten Saisonspiel machte die eingewechselte Vanessa Gilles (90.+1) perfekt. Zuvor gab es während der zweiten Halbzeit bereits einen Gänsehautmoment, als Nationalspielerin Lena Oberdorf elf Monate nach ihrem zweiten Kreuzbandriss erstmals wieder eingewechselt wurde.
Für den 1. FSV Mainz 05 war es das erste Ligaspiel überhaupt gegen den FC Bayern München. Der Aufsteiger zog sich achtbar aus der Affäre, musste aber die zweite Niederlage hinnehmen und steht noch bei null Punkten.
Oberdorf: "Tränen in den Augen"
"Es war ein unbeschreibliches Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen", sagte Lena Oberdorf im Interview bei Sport1. "Bei meiner Einwechslung hatte ich Tränen in den Augen. Es ist so schön, endlich wieder bei der Mannschaft zu sehen."
Torschützin Giulia Gwinn erklärte: "Wir freuen uns alle riesig, dass Obi wieder dabei ist. Es war ein sehr emotionaler Moment. Sie ist schon jetzt wieder in der Lage, dem Team zu helfen. Bei mir waren es diesmal ja nur drei Monate Pause. Dennoch bin ich natürlich ebenfalls froh, wieder spielen zu können. Mit einem Tor habe ich nicht unbedingt gerechnet."
FCB-Trainer José Barcala meinte: "Wir haben sehr viele Chancen herausgespielt. Nach der Pause hat das Tempo ein wenig nachgelassen. Mit Giulia und Lena haben wir noch deutlich mehr Qualität im Team."
Takashi Yamashita, Trainer des 1. FSV Mainz 05, betonte: "Die Mannschaft hat gut gearbeitet und gekämpft. Wir wollten so lange wie möglich ohne Gegentor bleiben, das ist uns gelungen. Es war auf jeden Fall ein Schritt nach vorne."
Ballisager muss passen
Im Vergleich zum 4:1-Auswärtserfolg des FC Bayern im Eröffnungsspiel beim 1. FC Union Berlin nahm Trainer José Barcala lediglich eine Veränderung in seiner Anfangsformation vor. Für Stine Ballisager, die wegen einer Oberschenkelverletzung passen musste, kehrte die spätere Torschützin Giulia Gwinn nach überstandener Schulter-Operation ins Team zurück.
Während Torhüterin Anna Klink (Mittelhandbruch), Nationalspielerin Franziska Kett (Sprunggelenkverletzung) und Sarah Zadrazil (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) weiterhin fehlten, gehörte Lena Oberdorf erstmals nach ihrem zweiten Kreuzbandriss wieder zum Aufgebot und gab in der zweiten Halbzeit als Einwechselspielerin ebenfalls ihr umjubeltes Comeback nach elf Monaten Zwangspause.
Der Mainzer Trainer Takashi Yamashita entschied sich im ersten Auswärtsspiel der Vereinsgeschichte in der höchsten deutschen Spielklasse für zwei Umstellungen gegenüber der 1:2-Heimniederlage zum Auftakt gegen den SV Werder Bremen. Kara Bathmann und Lara Martin starteten für Akari Kurishima und Vital Kats. Bis auf Nicola Hauk, die an einer Sprunggelenkverletzung laboriert, steht Yamashita der gesamte Kader zur Verfügung.
Dallmann legt gut vor
Von Beginn an dominierte der Doublesieger das Geschehen, tat sich gegen die tief und kompakt verteidigenden Gäste aber in der ersten Halbzeit recht schwer, hochkarätige Tormöglichkeiten herauszuspielen. Linda Dallmann zielte zweimal knapp vorbei, ein Rückzieher von Momoko Tanikawa war nicht druckvoll genug, auch ein Abschluss von Jovana Damnjanovic verfehlte sein Ziel. Außerdem verpasste Pernille Harder eine Hereingabe von Klara Bühl nur hauchdünn.
Eine Co-Produktion von drei deutschen Nationalspielerinnen bescherte dem Favoriten dann die hochverdiente Führung. Klara Bühl flankte von der rechten Seite, Linda Dallmann legte den Ball am zweiten Pfosten quer und Giulia Gwinn beförderte die Kugel entschlossen aus kurzer Entfernung zum 1:0 (38.) ins Netz.
Bühl-Ecke genau auf Gilles
Auch in der zweiten Halbzeit lief das Spiel fast nur in eine Richtung, auch wenn die Gäste mit Chiara Bouziane und Vital Kats zwei frische Offensivspielerinnen eingewechselten. Bayern Münchens Linksverteidigerin Katharina Naschenweng zielte aus 20 Metern knapp vorbei. Auch Pernille Harder konnte einen weiten Pass von Innenverteidigerin Magdalena Eriksson nicht mit einem Treffer veredeln, verfehlte den Kasten mit einem Linksschuss. Momoko Tanikawa wurde im letzten Moment gebremst und die eingewechselte Alara Sehitler schoss mit einem wuchtigen Abschluss knapp vorbei.
Zu Beginn der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung. Nach einem mustergültigen Eckball von Klara Bühl stieg die ebenfalls eingewechselte Vanessa Gilles zum Kopfball hoch und platzierte die Kugel genau ins Eck zum 2:0 (90.+1). Erst danach verzeichnete Mainz 05 den einzigen gefährlichen Torschuss der Partie. Kapitänin Johanna Berg schoss aus 20 Metern knapp über das Tor.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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