Julius Hirsch Preis
80 Jahre Tag der Befreiung: Erinnerungsarbeit des DFB

Heute vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg mit der Kapitulation Deutschlands. Der 8. Mai 1945 ist für die Welt ein Tag der Befreiung, genauso für Deutschland. Die grausamen Verbrechen, die von Nazi-Deutschland verübt wurden, dürfen nie vergessen werden. Auch der Fußball und seine Funktionäre haben in der NS-Zeit viel zu oft weggeschaut und mitgemacht. Die kritische Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit ist heute mehr denn je Teil des Wirkens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Aus Anlass des Tags der Befreiung zeigt DFB.de Auszüge der Erinnerungsarbeit des DFB.
"Anlässlich unseres Jubiläums - der DFB wurde am 28. Januar 1900 in Leipzig gegründet - müssen wir auch auf die wechselvolle und mitunter beschämende Geschichte unseres Verbandes zurückzublicken", so DFB-Präsident Bernd Neuendorf rund um die Jubiläumsgala in Leipzig. "Nicht nur auf die großen Erfolge und die glänzenden Pokale. 125 Jahre DFB sind eben auch 125 Jahre deutscher Geschichte. Und daraus erwächst heute die Notwendigkeit, klar Stellung zu beziehen. Insbesondere zur Rolle des Verbandes in der Zeit des Nationalsozialismus. Ja, der DFB hat sich mit der NS-Diktatur und einem menschenverachtenden System, das den Holocaust zu verantworten hat, gemein gemacht. Dort, wo man sich für Verbands- und Vereinsmitglieder hätte einsetzen müssen, herrschte Opportunismus und Willfährigkeit. Aus unserer Vergangenheit erwächst unzweifelhaft eine Verantwortung. Wir müssen klar sagen: Nie wieder! Deshalb ist uns der Julius Hirsch Preis so wichtig, der an unseren in Auschwitz ermordeten deutsch-jüdischen Nationalspieler erinnert. Und deshalb werden wir auch nicht müde, uns gegen Hass und Hetze, gegen Antisemitismus und Diskriminierung einzusetzen - unter anderem und insbesondere über die Arbeit der DFB-Stiftungen."
Hier gibt es umfangreiche Informationen zur Erinnerungsarbeit des DFB und zum Julius Hirsch Preis des DFB.
Kategorien: Julius Hirsch Preis, DER DFB, Stiftungen, Vielfalt und Anti-Diskriminierung
Autor: dfb

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