Google Pixel Frauen-Bundesliga
4:0 in Hoffenheim: HSV verlässt Abstiegszone

Aufsteiger Hamburger SV hat die Abstiegsplätze der Google Pixel Frauen-Bundesliga verlassen. Das Team von Trainerin Liese Brancao gewann am 18. Spieltag bei der TSG Hoffenheim 4:0 (2:0). Nach ihrem dritten Saisonerfolg stehen die Hamburgerinnen nun mit zwei Punkten Vorsprung über dem Strich.
Im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion brachte Doppeltorschützin Camilla Linberg (18./33.) den HSV auf Kurs. Für die in der Winterpause vom norwegischen Erstligisten Kolbotn IL verpflichtete Offensivspielerin waren es die ersten Treffer in Deutschlands höchster Spielklasse. Gleichzeitig waren es für die Hoffenheimerinnen die ersten Gegentore im dritten Spiel unter der neuen Trainerin Eva-Maria Virsinger. Im zweiten Durchgang sorgten U 19-Nationalspielerin Lotta Wrede (54.) und Sophie Hillebrand (69.) für den Endstand.
Die TSG Hoffenheim, die das Hinspiel in Hamburg noch 4:1 für sich entschieden hatte, verpasste durch die sechste Saisonniederlage den Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Bayer 04 Leverkusen beträgt aber nur zwei Punkte.
Trainerin Brancao: "Sehr stolz"
"Wir haben von der ersten Minute an eine sehr erwachsene Leistung gezeigt", erklärte HSV-Trainerin Liese Brancao: "Wir sind überzeugend aufgetreten, haben viele Zweikämpfe gewonnen und standen defensiv sehr stabil. Man hat gemerkt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Ich bin sehr stolz auf meine Spielerinnen und ihre Leistung. Es hat alles funktioniert - und es ist schön zu sehen, dass sich das Team für die harte Arbeit belohnt hat."
Doppelpackerin Camilla Linberg meinte: "Ich kann noch gar nicht in Worte fassen, was passiert ist. Wir haben ein unglaubliches Spiel gezeigt. Der Zusammenhalt im Team war herausragend. Gemeinsam vier Tore gegen ein Spitzenteam der Liga zu erzielen, ist eine beeindruckende Leistung. Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen beiden Treffern meinen Beitrag zum Sieg leisten konnte."
TSG-Kapitänin Vanessa Diehm sagte: "Ich bin sehr leer - das war ein Totalausfall. Solche Tage gibt es, an denen einfach nichts zusammenläuft. Nach der Pause sind wir ganz ordentlich reingekommen, hatten uns ganz gut eingeschworen auf die zweite Halbzeit. Aber das 0:3 hat uns dann den Stecker gezogen. Kurz danach fiel das 0:4 - da war es dann schwierig, noch einmal zurückzukommen."
Jeweils drei Veränderungen
Nach dem 3:0-Auswärtserfolg beim 1. FC Nürnberg nahm TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger drei Wechsel in ihrer Startelf vor. Jill Janssens (Gelbsperre) fehlte ebenso im Kader wie die angeschlagene Marie Steiner. Wiëlle Douma rückte auf die Bank. Dafür starteten Emilie Byrnak, Chiara Hahn und Nikée van Dijk.
Auch beim Hamburger SV gab es im Vergleich zum 1:3 gegen RB Leipzig drei Veränderungen. Annaleen Böhler, Jonna Wrede und Paulina Bartz waren neu dabei. Nigar Mirzaliyeva und Maria Mikolajova standen als Einwechselspielerinnen bereit. Emilia Hirche gehörte nicht zum Aufgebot.
Freistoß-Treffer zur Führung
Die TSG Hoffenheim startete mit mehr Ballbesitz in die Partie. Auch die erste gute Torchance gehörte den Gastgeberinnen. Torjägerin Selina Cerci kam im gegnerischen Strafraum an den Ball. Die deutsche Nationalspielerin legte für Chiara Hahn ab. Ihren Schuss aus spitzem Winkel parierte HSV-Torhüterin Lea Paulick aber. Die Hamburgerinnen setzten immer wieder auf schnelles Umschaltspiel. Bei einem solchen Gegenstoß wurde Melanie Brunnthaler an der gegnerischen Strafraumgrenze gefoult. Camilla Linberg verwandelte den folgenden Freistoß zur HSV-Führung (18.).
Den Hoffenheimerinnen wäre fast die direkte Antwort gelungen. Die flache Hereingabe von Chiara Hahn klärte die Defensive der Gäste aber im letzten Moment noch. Danach hatte die TSG zunächst Probleme, den HSV unter Druck zu setzen. Die besseren Chancen gehörten stattdessen den Hamburgerinnen. Nach einem langen Pass von Melanie Brunnthaler tauchte Sophie Hillebrand frei vor dem gegnerischen Tor auf. Ihren Abschluss konnte die 24-Jährige aber nicht genau genug platzieren, um TSG-Torhüterin Laura Dick zu überwinden.
Auf der Gegenseite wurde es gefährlich, als Hamburgs Torhüterin Lea Paulick eine Flanke von Lisann Kaut nicht erreichte. Selina Cerci war aber zu überrascht und köpfte vorbei. Stattdessen baute der Hamburger SV die Führung aus. Nach einem Konter über Melanie Brunnthaler und Magou Doucouré flankte Hillebrand ins Zentrum, wo Camilla Linberg freistehend auf 0:2 (33.) erhöhte.
Die TSG Hoffenheim näherte sich erst durch Selina Cerci wieder dem gegnerischen Tor, ihr Schlenzer auf das lange Eck ging aber vorbei. Kurz vor der Pause hätte der HSV fast erneut getroffen. Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gastgeberinnen parierte Laura Dick aber den Drehschuss von Melanie Brunnthaler. Nur wenige Augenblicke später musste die TSG-Torhüterin auch beim Schuss von Paulina Bartz eingreifen.
HSV-Konter sehr gefährlich
Beide Teams starteten personell unverändert in den zweiten Durchgang. Dabei erspielte sich die TSG Hoffenheim in den ersten Minuten ein Übergewicht. Die Gastgeberinnen taten sich allerdings weiterhin schwer, eine Lücke in der gegnerischen Defensive zu finden. Stattdessen kam der HSV zu weiteren Chancen. Nach einer zunächst abgewehrten Ecke zwang Doppeltorschützin Camilla Linberg Hoffenheims Torhüterin Laura Dick zu einer Parade. Kurz darauf jubelten die Hamburgerinnen aber erneut. Nach einem Hoffenheimer Ballverlust schaltete der HSV schnell um. Melanie Brunnthaler legte den Ball beim Konter für Lotta Wrede ab, die aus kurzer Distanz Laura Dick zum 0:3 (54.) überwand.
Beide Teams nahmen danach ihre ersten Wechsel vor. Beim HSV kam Michela Croatto für Jonna Wrede ins Spiel. Auf Hoffenheimer Seite wurde Lisann Kaut von Janna Grimm ersetzt. Am Spielgeschehen änderte sich aber nur wenig. Der HSV bereitete den Gastgeberinnen immer wieder über Umschaltmomente Probleme. Melanie Brunnthaler und Camilla Linberg setzten Sophie Hillebrand in Szene, die an der gut reagierenden TSG-Torhüterin Laura Dick scheiterte.
Der vierte Treffer gelang dem Hamburger SV dennoch. Bei einem weiteren Gegenstoß konnte TSG-Verteidigerin Lisa Doorn den Pass von Melanie Brunnthaler auf Sophie Hillebrand nicht entscheidend verhindern und die beste Torschützin der Hamburgerinnen markierte ihren sechsten Treffer zum 0:4-Endstand (69.).
Bei einer der nur wenig gefährlichen Offensivaktionen der Hoffenheimerinnen klärte HSV-Torhüterin Lea Paulick den Ball vor der lauernden Selina Cerci. Die letzte hochkarätige Chance gehörte aber wieder den Hamburgerinnen. Nach einem weiteren Konter blockte Chiara Hahn den Schuss von Sophie Hillebrand im letzten Moment zur Ecke.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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