Männer-Nationalmannschaft

1:2 im letzten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador

25.06.2026
Niederlage zum Abschluss: Deutschland verliert nach Führung gegen Ecuador Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Die deutsche Nationalmannschaft hat das abschließende Gruppenspiel bei der FIFA Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko verloren, geht aber nichtsdestotrotz als Gruppensieger ins Sechzehntelfinale in Foxborough am Montag (ab 22.30 Uhr, live im ZDF und bei MagentaTV) - der Gegner steht noch nicht fest. Im Vorrundenfinale in East Rutherford unterlag das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nach den Siegen gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) der Auswahl aus Ecuador mit 1:2 (1:1). Bereits in der zweiten Minute traf Leroy Sané zur Führung, die Nilson Angulo (9.) schnell kontern konnte. Gonzalo Plata drehte die Partie dann komplett (78.).

Nagelsmann baute seine Startelf im Vergleich zu den beiden vorhergehenden WM-Spielen auf zwei Positionen um. Vor Torhüter Manuel Neuer bildeten Jonathan Tah und Antonio Rüdiger die Innenverteidigung, Kapitän Joshua Kimmich und David Raum die Außen in der Viererkette. Im Mittelfeld besetzten Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha die Doppelsechs vor dem Offensivtrio Florian WirtzJamal Musiala und Leroy Sané sowie der einzigen Spitze Kai Havertz.

Und die DFB-Auswahl startete furios: Nach einem Einwurf von Raum landete der Ball über Pavlovic und Wirtz bei Sané, der aus 14 Metern ansatzlos ins linke Eck traf. Die Ecuadorianer schüttelten sich kurz und schlugen fast postwendend zurück. Nach einem deutschen Ballverlust in der eigenen Hälfte traf Angulo aus mehr als 20 Metern punktgenau ins lange Eck. Und es ging auf beiden Seiten mit viel Tempo und Einsatz weiter, zunächst mit mehr Ballbesitz für das deutsche Team.

Intensives Spiel von Beginn an

Nmecha hatte aus der Distanz den nächsten Abschluss, der das Tor aber am langen Pfosten verfehlte (14.). Danach erspielten sich die Südamerikaner mit hoher Intensität Feldvorteile, ohne gefährliche Torchancen zu kreieren, das deutsche Team konnte sich in dieser Phase offensiv nur selten in Szene setzen. Doch die nächste Chance hatte wieder Deutschland, Havertz' Kopfball geriet aber zu zentral (25.). Und auch Musiala wurde nach Wirtz' Pass im letzten Moment geblockt (35.).

Deutschland gelang es Ende des ersten Durchgangs wieder besser, das Spiel zu beruhigen und in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Musiala drang nach Steilpass von Raum in den Strafraum ein, seine Hereingabe wurde vor Havertz geklärt (41.).

Nagelsmann wechselte zur zweiten Halbzeit und verhalf Angelo Stiller zu seinem WM-Debüt, der für Aleks Pavlovic in die Partie kam (46.). Und fast startete die deutsche Mannschaft wieder optimal: Nach Pass von Nmecha auf Havertz wurde dieser im Strafraum zu Fall gebracht. Zuvor hatte Sané bei der Balleroberung aber ein Foul begangen, so dass der Strafstoß zurückgenommen wurde (47.). Es blieb ein intensives Spiel, in dem wieder Deutschland viel Ballbesitz sammelte, Ecuador aber immer wieder schnell umschaltete.

WM-Debüt für Thiaw, Beier und Groß

Die Partie spielte sich nun viel im Mittelfeld ab, beiden Teams gelang es nicht, sich ins gefährliche Drittel durchzuspielen. Es folgten die nächsten deutschen Wechsel: Deniz Undav ersetzte Kai Havertz und Malick Thiaw den Kapitän Joshua Kimmich (60.). Gefährlich wurde es aber auf ecuadorianischer Seite durch Enner Valencia, der Manuel Neuer aus 20 Metern zu einer Parade zwang (62.). Und auch Maximilian Beier betrat wenig später das Feld für Felix Nmecha (64.).

Ecuador schnupperte nach einem leichtfertigen deutschen Ballverlust an der Führung, doch Moises Caicedo brachte den Ball nicht aufs Tor (73.). Julian Nagelsmann wechselte zum fünften Mal, brachte Pascal Groß für Wirtz ins Spiel (74.). Auf der Gegenseite verpasste Beier eine scharfe Flanke von Raum nur hauchzart (76.). Und auch Leroy Sané ließ allein vor Ecuadors Keeper Hernan Galindez das 2:1 liegen (76.).

Es ging jetzt hin und her: Kevin Rodriguez wurde gerade noch geblockt (77.). Dann aber schaltete Plata nach einer Ecke am schnellsten und schoss "El Tri" in Führung. Die deutsche Mannschaft warf in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, fand aber keine Lücke mehr in der dichten ecuadorianischen Defensive. Undav traf in der Nachspielzeit das Außennetz, mehr wollte nicht mehr gelingen (90.+2).

Kategorien: Männer-Nationalmannschaft, WM 2026

Autor: sid/js