Die DFB-Präsidenten

"Bund für die Zukunft" lautete das Motto des 43. Ordentlichen Bundestages am 27. September in Frankfurt. Und mit Fritz W. Keller, dem 13. Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, mochten die 257 anwesenden Delegierten des DFB-Bundestags einstimmig diesen Bund eingehen. In seiner Antrittsrede bedankte sich Fritz Keller bei den Delegierten: "Ich freue mich sehr über das klare Votum und das große Vertrauen, das mir die Delegierten entgegenbringen. Wer mich gewählt hat, der hat Veränderung gewählt. Mir ist wichtig, dass wir den DFB zusammen in eine erfolgreiche Zukunft führen, mit neuen Strukturen, effizient und transparent. Eine One-Man-Show wird es dabei nicht geben, den deutschen Fußball von der Basis bis zur Spitze weiterzuentwickeln, geht nur gemeinsam, im Team."

Zur Agenda des neuen DFB-Präsidenten gehören: die strukturelle Entwicklung des Verbandes, insbesondere vor dem Hintergrund der strikten Trennung von wirtschaftlichem und ideellem Bereich im DFB, die sportliche Arbeit für erfolgreiche Nationalmannschaften, bestmögliche Rahmenbedingungen für Lizenzfußball und Amateurfußball, eine effiziente Nachwuchskonzeption, die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs sowie die Stärkung des Ehrenamtes. Zu Kellers Kernthemen gehören daneben Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung mit dem klaren Eintreten für Vielfalt, Integration, Inklusion und Menschenrechte.

Zuvor war der DFB nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel am 2. April 2019 zum zweiten Mal von der Interimsspitze, bestehend aus den beiden 1. Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Dr. Reinhard Rauball, geführt worden.

Reinhard Grindel war der zwölfte Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Der Jurist ist am 15. April 2016 beim Außerordentlichen DFB-Bundestag in Frankfurt als Nachfolger von Wolfgang Niersbach gewählt worden, der am 9. November 2015 zurückgetreten war. Am 2. März 2012 war der ehemalige Journalist beim Außerordentlichen Bundestag in Frankfurt am Main gewählt, am 25. Oktober 2013 beim Ordentlichen Bundestag in Nürnberg im Amt bestätigt worden.

"Fußball ist Zukunft." So lautete das Motto des 41. Ordentlichen Bundestages in Nürnberg. Und so heißt auch die Dachmarke des DFB. Sie gibt die generelle Ausrichtung für alle Aktivitäten des Verbandes vor. Und sie zielt ab auf das Motto: Vereint. Innovativ. Leistungsstark. Es sind drei Begriffe, die für die Arbeit und den Auftritt des DFB stehen. Mit "vereint" ist die Einheit des Fußballs gemeint - die Gemeinsamkeit von Spitze und Breite, Profis und Amateuren, Haupt- und Ehrenamt, Männern und Frauen, im Nachwuchsbereich für Jungen und Mädchen sowie für Fußballer mit und ohne Migrationshintergrund.

Mit anderen Worten: Der DFB setzt auf Teamwork. So wie es auch zwischen DFB und Ligaverband vorgelebt und mit der Verlängerung des Grundlagenvertrags dokumentiert wurde. Die dadurch entstehenden Spielräume sollten optimal genutzt werden. Vor allen Dingen auch im Sinne der Basis. Als Teil eines umfangreichen Masterplans wurde im Rahmen des Bundestages in Nürnberg die Amateur-Kampagne "Unsere Amateure. Echte Profis." gestartet.

Innovativ zu sein, bedeutete in erster Linie, Zukunft zu gestalten. Im Internet- und Handy-Zeitalter heißt das, die technischen Entwicklungen gewinnbringend einzusetzen und Serviceinhalte zu schaffen. Mit Training und Wissen online wurde beispielsweise ein Angebot geschaffen, dass jedem Vater, der eine Jugend-Mannschaft übernimmt, jedem Vereinsmitarbeiter und jedem Spieler praktische Tipps gibt. In letzter Konsequenz soll die Theorie den User zur Praxis bewegen.