DFB - BUND FÜR DIE ZUKUNFT

11 BEGRÜNDUNG: Das Antragspaket setzt die in den letzten zwei Jahren zunächst im Len- kungskreis „Governance“ und nachfolgend in verschiedenen Diskussions- foren erarbeiteten Positionen zu einer Neuordnung der Struktur des DFB e.V. konsequent um. Ausgangspunkt ist die nunmehr mit der Neufassung von § 6 Nr. 3. der Sat- zung ermöglichte und dringend gebotene strikte Trennung der operativen wirtschaftlichen Tätigkeiten vom ideellen Vereinsbereich. Wirtschaftliche Tätigkeiten sollen - vorbehaltlich weiterer rechtlicher Überprüfungen und der abschließenden Entscheidung des Präsidiums - zukünftig grundsätzlich unter dem Dach der DFB GmbH, ideelle Tätigkeiten im DFB e.V. durchge- führt werden. Zentrales Element des Konzeptes ist die Übertragung von operativen Aufgaben im Rahmen der wirtschaftenden Geschäftsbereiche des DFB aus dem steuerbegünstigten DFB e.V. in eine hierfür besser geeig- nete und vom Gesetzgeber für wirtschaftliches Handeln auch intendierte Gesellschaftsform – konkret die DFB GmbH. Hieraus ergibt sich eine kon- sequente Trennung von den unverändert im DFB e.V. verbleibenden origi- nären und satzungsgemäßen ideellen Zwecken, die letztlich dessen ge- meinnützigen Status begründen. Zugleich geht damit auch eine aus Steuerungs- wie auch Transparenzgründen dringend wünschenswerte stär- kere Trennung von Mittelgenerierung (= wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb) und Mittelverwendung (= ideelle Aufgaben) innerhalb der Gesamtorgani- sation DFB einher. Während die DFB GmbH sich in ihrem Handeln unter Berücksichtigung der sportpolitischen Vorgaben des Präsidiums an den Prinzipien der Umsatzorientierung und der Wirtschaftlichkeit ausrichtet, ist die Entscheidung über die Verwendung der dort generierten Finanzmittel – und damit verbunden die Priorisierung der verschiedenen ideellen Akti- vitäten des Verbands – eine sportpolitische Aufgabe, die unverändert den zuständigen Gremien im DFB e.V. obliegt. Mit der erklärten politischen Absicht der Trennung von Mittelgewinnung und Mittelverwendung sowie der Stärkung der Aufsicht in den wirtschaf- tenden Bereichen korrespondiert eine Neuorganisation der Gover- nancestrukturen des DFB e.V.. Waren bislang viele operative Arbeiten der DFB-Zentralverwaltung im wirtschaftlichen Handeln noch sehr eng mit der Wahrnehmung der Geschäfte durch die Mitglieder des Präsidiums verbun- den oder kollidierten sogar miteinander, so liegt zukünftig gerade mit Blick auf die wirtschaftlichen Themenfelder der Schwerpunkt des Präsidiums- handelns im Bereich der Aufsicht, Kontrolle und sportpolitischen Steue- rung, denn von operativem Handeln in der DFB GmbH ist das DFB- Präsidium zukünftig grundsätzlich strukturell ausgeschlossen. Der DFB e.V. ist allerdings alleiniger 100%iger Gesellschafter der DFB GmbH, weshalb zukünftig die Vorgabe von Zielen und sportpolitischen Maßgaben ebenso wie die Kontrolle und Aufsicht über das Handeln der DFB GmbH und seiner Geschäftsführung vornehmste Aufgabe des DFB- Präsidiums sein muss. Das DFB-Präsidium besteht zukünftig aus 14 stimmberechtigten Mitglie- dern. Hinzu kommen eine Reihe weiterer Mitglieder ohne Stimmrecht, die

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