Sieger 2010

Gemeinsam gewinnen: Sieger des Integrationspreises

234 Schulen, Vereine, Städte und zahlreiche Institutionen aus ganz Deutschland hatten sich beworben – drei von ihnen stehen nun als Sieger des DFB und Mercedes-Benz-Integrationspreises 2010 fest: die Spielvereinigung Kaufbeuren e.V., die Gesamtschule Horst aus Gelsenkirchen und der Verein FAIR e.V. aus Ellwangen.

Am Vorabend des Australien-Länderspiels wurden die Preisträger in Düsseldorf in den Kategorien "Verein", "Schule", und "Sonderpreis" geehrt. Rolf Hocke, DFB-Vizepräsident für Prävention, Integration, Freizeit- und Breitensport, Ursula Schwarzenbart, Leiterin des Global Diversity Office der Daimler AG und Nationalspieler Cacau überreichten den Gewinnern die Schlüssel zu ihrem Siegerpreis: einem neuen Mercedes-Benz Vito. Prof. Dr. Maria Böhmer, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hielt die Eröffnungsansprache.

Die Broschüre des Integrationspreises 2010


Sieger Kategorie Verein:

SpVgg. Kaufbeuren

Die Ausbildung der Trainer hat bei der SpVgg. Kaufbeuren höchste Priorität. Wie verhält sich der Trainer, wenn seine Spieler aus unterschiedlichen Kulturen stammen? Wie geht man um mit dem Kasten Bier nach dem Sieg, mit unterschiedlichen Schamgrenzen, mit Fußball während der Fastenzeit? Kaufbeurens Trainer kennen meistens die Antwort. Der Verein zeigt, wie ein Verein aus dem ländlichen Süden Deutschlands sinnvolle Integrationsarbeit leistet.


Sieger Kategorie Schule:

Gesamtschule Horst Gelsenkirchen

2001 stellte die Schulleitung fest, dass nur wenige ihrer Schülerinnen im Verein Sport trieben. Kein einziges türkischstämmiges Mädchen war in einem Sportverein angemeldet. Um talentierten muslimischen Mädchen den Weg in den Verein zu erleichtern, ergriff die Schule eine Reihe von Maßnahmen, unter anderem in zahlreichen Fußball-AGs und Turnieren, der Ausbildung von Trainer/innen und Schiedsrichter/innen sowie der aktiven Vermittlung in Vereine.


Sieger Kategorie Sonderpreis:

FAIR e.V. Ellwangen

Der Verein wurde von mehreren Institutionen in Ellwangen gegründet. FAIR e.V. nutzt den Fußball als Mittel, benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine verstärkte Teilhabe zu ermöglichen. Dafür organisiert FAIR e.V. Fußballschulen, Mädchenfußball-AGs oder auch das Projekt "Kicken und Lesen" sowie Bewerbertrainings.