Google Pixel Frauen-Bundesliga

Zweiter Saisonsieg: Jena verlässt Tabellenende

08.02.2026
Lucky Punch: Jena jubelt über den Auswärtssieg in Berlin Foto: imago

Der FC Carl Zeiss Jena ist nicht mehr Tabellenletzter in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Das Team von Trainer Florian Kästner fuhr am 17. Spieltag mit dem 2:1 (0:0) beim 1. FC Union Berlin den zweiten Dreier in der laufenden Saison ein und verkürzte den Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz auf nur noch einen Zähler. Neues Schlusslicht ist zumindest vorerst die punktgleiche SGS Essen.

Vor 5161 Zuschauer*innen im Stadion An der Alten Försterei waren die Gastgeberinnen zwar über weite Strecken der Partie die tonangebende Mannschaft, standen am Ende jedoch trotz 23:9 Torschüssen mit leeren Händen da. Die 1:0-Führung des FCC durch Melina Reuter (61.) konnte Union Berlins Spielführerin Lisa Heiseler (66.) zwar schnell ausgleichen. In der Nachspielzeit machte jedoch die erst im Januar von Fenerbahce Istanbul verpflichtete Schwedin Olivia Alcaide (90.+4) die Überraschung perfekt.

Es war bereits das dritte Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison. Während der 1. FC Union das Hinspiel in Jena dank eines späten Treffers 2:1 für sich entscheiden konnte, behielt der FC Carl Zeiss im Achtelfinale des DFB-Pokals schon einmal in Berlin die Oberhand (1:0).

Poese: "Spiel ist uns entglitten"

"Wir wussten, dass es schwierig wird, einen tiefen Block zu bespielen", sagte Union-Trainerin Ailien Poese. "Dennoch haben wir größtenteils die richtigen Räume gefunden. Trotz der Chancen, die wir hatten, ist uns das Spiel am Ende entglitten."

Torschützin Lisa Heiseler meinte: "Gerade empfinde ich pure Enttäuschung und finde nicht die richtigen Worte. Wir haben gut mit dem Ball agiert, treffen aber das Tor nicht. Dieses Spiel müssen wir definitiv verdauen und analysieren."

Union tritt unverändert an

Beim 1. FC Union Berlin begannen erneut die elf Spielerinnen, die auch beim wichtigen 4:2-Auswärtserfolg bei der SGS Essen in der Startelf gestanden hatten. Verzichten musste das Trainerteam um Ailien Poese auf Alma Aagaard, Anna Aehling, Antonia Halverkamps, Korina Janež, Mariann Noack und Tomke Schneider.

Der FC Carl Zeiss Jena war in Berlin erstmals im Jahr 2026 im Einsatz. Im Vergleich zum 1:5 vor der Winterpause bei der TSG Hoffenheim nahm Trainer Florian Kästner drei Veränderungen vor. Felicia Sträßer und Nelly Juckel standen nicht im Spieltagsaufgebot. Außerdem saß Lisa Gora auf der Bank. Die freien Plätze im Team nahmen Josephine Bonsu, Isabella Jaron und Emily Reske ein. Josephine Bonsu traf dabei ebenso wie Gwen Mummert auf ihren früheren Verein aus der Hauptstadt.

Alu-Pech für Lia Kamber

Von Beginn an bestimmten die Gastgeberinnen eindeutig das Geschehen, verpassten es im Laufe der ersten Halbzeit aber mehrfach, den Führungstreffer zu erzielen. So setzte Tanja Pawollek einen Abschluss aus etwa 20 Metern knapp über die Latte. Aus einer sehr ähnlichen Position traf Lia Kamber mit einem wuchtigen Schuss die Oberkante der Latte.

Die österreichische Nationalspielerin Eileen Campbell, die einen Doppelpack und eine Vorlage zum Dreier in Essen beigesteuert hatte, war innerhalb kurzer Zeit zweimal nah am Führungstor. Zunächst verfehlte ein Kopfball das Tor der Thüringerinnen knapp, dann war Jenas Torfrau Jasmin Janning bei einem Schuss aus 18 Metern auf dem Posten. Weitere gute Möglichkeiten konnten kurz vor der Pause erneut Tanja Pawollek mit einem Kopfball sowie Hannah Eurlings mit einem Schuss an das Außennetz nicht verwerten. Daher blieb die Partie bis zur Pause torlos.

Lisa Heiseler gleicht aus

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte der 1. FC Union Glück, nicht in Rückstand zu geraten, als Jenas Suya Häring nach einem Ballverlust der Berlinerinnen im eigenen Strafraum mit einem Schlenzer nur die Latte traf. Dennoch blieben die "Eisernen" am Drücker und drängten weiter auf das 1:0. Zweimal Dina Orschmann sowie Lia Kamber konnten Jasmin Janning jedoch nicht überwinden.

Stattdessen schlugen die Gäste eiskalt zu. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld konterte der FCC mustergültig. Melina Reuter spielte mit Suya Häring Doppelpass - und markierte entschlossen den überraschenden Führungstreffer zum 0:1 (61.). Die Freude darüber währte allerdings nicht lange. Nur fünf Minuten später segelte ein als Hereingabe gedachter Freistoß von Union-Kapitänin Lisa Heiseler an allen Spielerinnen vorbei und landete als Aufsetzer zum 1:1 (66.) im langen Eck.

Debütantin Alcaide trifft

Union wollte sofort nachsetzen, konnte in dieser Phase aber nicht mehr ganz so häufig vor dem gegnerischen Tor für Gefahr sorgen. Das änderte sich erst wieder in den Schlussminuten. Nur Sekunden nach ihrer Einwechslung traf Mittelfeldspielerin Jenny Hipp aus 20 Metern die Oberkante der Latte. Außerdem wurde ein Kopfball der aufgerückten Innenverteidigerin Samantha Steuerwald kurz vor der Linie noch geklärt.

Als alles schon für ein Unentschieden sprach, schlug Jena doch noch zu. Nach einem langen Ball behinderten sich Union-Abwehrspielerin Amber Tysiak und Torhüterin Cara Bösl gegenseitig, so dass die eingewechselte Olivia Alcaide bei ihrem Debüt in der Google Pixel Frauen-Bundesliga keine Mühe hatte, den Ball zum entscheidenden 1:2 (90.+4) ins leere Tor zu befördern.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw