Google Pixel Frauen-Bundesliga
Zellers Last-Minute-Tor lässt Köln gegen HSV jubeln

Der 1. FC Köln verabschiedete sich am 25. und vorletzten Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit einem Last-Minute-Sieg von seinem heimischen Publikum. Das Team von Trainerin Britta Carlson setzte sich gegen den Hamburger SV 2:1 (1:0) durch und wahrte mit dem zweiten Dreier nacheinander die Chance, die Saison 2025/2026 in der oberen Tabellenhälfte zu beenden.
Vor 1895 Zuschauer*innen im Kölner Franz-Kremer-Stadion gelang Lydia Andrade (30.) das Führungstor für die Gastgeberinnen. Nachdem der FC zahlreiche Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, nicht nutzen konnte, markierte Annaleen Böhler (83.) in der Schlussphase per Kopfball den umjubelten 1:1-Ausgleich. Dieses Ergebnis hätte den Gästen zum vorzeitigen Klassenverbleib gereicht. In der Nachspielzeit war jedoch die eingewechselte Dora Zeller (90.+7) noch für den FC erfolgreich.
Aufsteiger HSV hat trotz der 15. Saisonniederlage nach wie vor gute Chancen auf eine weitere Saison in der höchsten deutschen Spielklasse. Vor dem abschließenden Spieltag am Sonntag, 17. Mai (ab 14 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN), beträgt der Vorsprung vor der SGS Essen, die den ersten Abstiegsplatz belegt, drei Punkte und elf Tore. Während die SGS zum Saisonfinale den SC Freiburg empfängt, haben die Hamburgerinnen gleichzeitig Heimrecht gegen den alten und neuen Deutschen Meister FC Bayern München.
Fünf FC-Spielerinnen gehen
Nach dem überzeugenden 3:0-Heimsieg vor mehr als 30.000 Fans im RheinEnergieSTADION gegen den SV Werder Bremen hatte FC-Trainerin Britta Carlson, die früher selbst als Spielerin für den Hamburger SV am Ball war, keinen Grund für Umstellungen. Entsprechend lief dieselbe Anfangsformation auch gegen den HSV auf, zumal die Torhüterinnen Irina Fuchs und Paula Hoppe sowie Merle Hokamp, Laura Feiersinger und Anna Gerhardt weiterhin passen mussten.
Von den fünf Spielerinnen, die den Verein nach dem Saisonende verlassen werden und nach dem Abpfiff offiziell verabschiedet wurden, lief nur Abwehrspielerin Sara Agrež von Beginn an auf. Die drei polnischen Nationalspielerinnen Adriana Achcińska, Sylwia Matysik, und Martyna Wiankowska sowie die norwegische Torfrau Aurora Mikalsen nahmen dagegen zunächst auf der Bank Platz.
Bei den Hamburgerinnen nahm Trainer Rodolfo Cardoso im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Union Berlin zwei Veränderungen in seiner Startelf vor. Jaqueline Dönges und Camilla Linberg erhielten diesmal den Vorzug gegenüber Magou Doucouré und Mia Büchele, die sich als Einwechselspielerinnen bereithielten.
Andrade vergibt und trifft
Der HSV startete engagiert in die Begegnung, spielte mutig nach vorne. Klare Tormöglichkeiten blieben allerdings zunächst aus. Stattdessen liefen die komplett aufgerückten Gäste in einen Konter. Kölns Stürmerin Lydia Andrade eilte nach einem Hamburger Ballverlust aus der eigenen Hälfte völlig alleine auf das HSV-Tor zu, hatte aber offenbar zu viel Zeit zum Nachdenken und brachte den Ball nicht an der gut reagierenden Torhüterin Lea Paulick vorbei.
Das war allerdings das Signal für die Kölnerinnen, die anschließend klar spielbestimmend waren. Den verdienten Führungstreffer leitete Mittelfeldspielerin Laura Vogt mit einer Kopfballvorlage in den Lauf von Anna-Lena Stolze ein. Die Offensivspielerin legte den Ball mustergültig quer, so dass Lydia Andrade das Spielgerät nur noch aus kurzer Entfernung zum 1:0 (30.) ins leere Tor schieben musste.
Die Gastgeberinnen setzten nach und machten weiter Druck. Beinahe hätte ein erneuter Ballverlust von Annaleen Böhler am eigenen Strafraum das zweite Kölner Tor eingeleitet. Pauline Bremer eroberte die Kugel und zog aus etwas spitzem Winkel ab, schoss aber deutlich über das Tor. Deshalb blieb es bei der knappen Führung.
Paulick pariert stark
Beide Teams wechselten schon zur Pause. Beim 1. FC Köln kam Adriana Achcinska für Anna-Lena Stolze, beim HSV wurde Michela Croatto von Magou Doucouré abgelöst. In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs gestalteten die Gäste das Duell wieder ein wenig ausgeglichener. Dennoch kam erneut der FC nach einem schnellen Gegenstoß zur ersten hochkarätigen Tormöglichkeit. Pauline Bremer tauchte alleine vor Lea Paulick auf und scheiterte an der glänzend aufgelegten HSV-Torhüterin. Ein Abspiel zur mitgelaufenen Lydia Andrade wäre wohl die bessere Option gewesen.
Auf der Gegenseite bekam Kölns Torfrau Lisa Schmitz im Abschluss an einen Eckball etwas zu tun, als Sophie Hillebrand von der Strafraumgrenze zum Abschluss kam. Lisa Schmitz konnte den gefährlichen Aufsetzer nur abprallen lassen, ihre Teamkolleginnen klärten jedoch die Situation. Wesentlich besser war die Chance für Pauline Bremer nach einem Steckpass von Laura Vogt. Die 21-malige Nationalspielerin schob die Kugel jedoch am Tor vorbei.
Böhler lässt HSV hoffen
Mit Vildan Kardesler (für Melina Krüger), Melanie Brunnthaler (für Christin Meyer) und Mia Büchele (für Kapitänin Pauline Machtens) wechselte HSV-Trainer Rodolfo Cardoso nach etwas mehr als einer Stunde drei frische Offensivspielerinnen ein. Das sollte sich auszahlen. Nach einer weiten Freistoßflanke von Mia Büchele war die aufgerückte Abwehrspielerin Annaleen Böhler mit dem Kopf zur Stelle, ließ mit ihrem Treffer zum 1:1 (83.) ihr Team und die zahlreichen mitgereisten Anhänger auf den vorzeitigen Klassenverbleib hoffen.
In der Nachspielzeit durfte dann aber doch noch der 1. FC Köln jubeln. Pauline Bremer setzte sich auf der linken Seite stark durch und legte zurück auf die eingewechselte Dora Zeller, die wuchtig zum 2:1 (90.+7) unter die Latte traf. Für die ungarische Nationalspielerin war es erst der zweite Kurzeinsatz nach einer monatelangen Zwangspause wegen einer schweren Knieverletzung.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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