Google Pixel Frauen-Bundesliga

Wolfsburg auf dem Weg zur Vizemeisterschaft

02.05.2026
Auf dem Weg zur Vizemeisterschaft: Die Frauen des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg machte in der Google Pixel Frauen-Bundesliga am 24. Spieltag einen großen Schritt in Richtung der erneuten Vizemeisterschaft. Nach zuvor drei Partien ohne Sieg bezwang das Team von Trainer Stephan Lerch nach einem umkämpften Duell RB Leipzig 3:2 (0:1) und baute den Abstand zum Tabellendritten Eintracht Frankfurt zumindest vorerst auf sieben Zähler aus. Damit ist die erneute direkte Qualifikation für die UEFA Women's Champions League in greifbare Nähe gerückt.

Vor 3037 Zuschauer*innen im AOK Stadion brachte Gina Chmielinski (9.) die Gäste bereits in der Anfangsphase in Führung. Nach der Pause wendeten jedoch Nationalspielerin Janina Minge (59.) und die eingewechselte Doppeltorschützin Lena Lattwein (66./84.) das Blatt. Erneut Gina Chmielinski (90.+1) sorgte mit einer direkt verwandelten Ecke für den Endstand.

Für RB Leipzig endete eine Serie von neun Ligaspielen ohne Niederlage. Seit dem 0:3 beim alten und neuen Deutschen Meister FC Bayern München Ende Januar hatte die Mannschaft von Trainer Jonas Stephan nicht mehr verloren. In diesem Zeitraum standen drei Siege und fünf Unentschieden zu Buche.

Johannes zurück im Tor

VfL-Trainer Stephan Lerch nahm im Vergleich zur Niederlage im Topspiel bei Eintracht Frankfurt lediglich zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Nach abgesessener Rotsperre kehrte Nationaltorhüterin Stina Johannes zwischen die Pfosten zurück und ersetzte Nelly Smolarczyk. Außerdem lief Justine Kielland von Beginn an für Lena Lattwein auf, die zunächst auf der Bank Platz nahm.

Nach überstandenen Verletzungen gehörten Vivien Endemann und Cora Zicai wieder zum Wolfsburger Aufgebot. Für Kessya Bussy kam die Partie dagegen noch für früh. Anführerin Alexandra Popp, Caitlin Dijkstra und Torfrau Martina Tufekovic stehen weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Janou Levels fehlt nach wie vor rotgesperrt.

Bei RB Leipzig rückten gegenüber dem 1:1 gegen den SV Werder Bremen Verteidigerin Victoria Krug und Mittelfeldspielerin Gina Chmielinski für Annabel Schasching (Gelbsperre) und Marleen Schimmer, die mit Kniebeschwerden bis zum Saisonende ausfällt, neu in die Startelf. Kapitänin Sandra Starke, die von 2021 bis 2023 für die Wölfinnen am Ball war, traf auf ihre früheren Teamkolleginnen. Nationalstürmerin Giovanna Hoffmann, die nach dem Saisonende aus Leipzig nach Wolfsburg wechseln wird, ist nach ihrem Kreuzbandriss noch nicht wieder fit.

Baum legt glänzend vor

Von Beginn an entwickelte sich ein sehr unterhaltsames Duell mit Torchancen auf beiden Seiten. Zunächst waren die Gastgeberinnen am Zug, als ein Flugkopfball von Janina Minge den Leipziger Kasten nur knapp verfehlte und RB-Torhüterin Elvira Herzog nach einer gefährlichen Hereingabe von Svenja Huth auf dem Posten war.

In Führung gingen jedoch die Sächsinnen. U 23-Nationalspielerin Lisa Baum setzte sich auf der rechten Seite gegen gleich zwei Gegenspielerinnen stark durch und fand mit ihrem Rückpass die mitgelaufene Gina Chmielinski, die sofort abschloss und zum 0:1 (9.) traf.

Im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte verdienten sich die Gäste ihre Halbzeitführung durch einige gelungene Aktionen. So hatten Marlene Müller und vor allem dreimal U 23-Nationalstürmerin Delice Boboy das mögliche 2:0 für RB Leipzig auf dem Fuß, scheiterten aber jeweils knapp.

Die beiden besten Gelegenheiten für die Wolfsburgerinnen hatte jeweils VfL-Torjägerin Lineth Beerensteyn nach kapitalen Abwehrfehlern. Zunächst legte Nikoline Dudek unfreiwillig im eigenen Strafraum für die Niederländerin auf, die ihren Abschluss zu hoch ansetzte. Kurz vor der Pause bekam Lineth Beerensteyn den Ball am Fünfmeterraum von Gina Chmielinski serviert, traf dann aber nur den Pfosten und zögerte schließlich beim Nachschuss zu lange.

Minge aus spitzem Winkel

Zur Pause reagierte Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch mit der Einwechslung von Nationalstürmerin Vivien Endemann (für Smilla Vallotto), um den Druck auf das Leipziger Tor zu erhöhen. Das zeigte schnell Wirkung, auch wenn zunächst Delice Boboy auf der anderen Seite den ersten gefährlichen Abschluss verzeichnete. Stina Johannes lenkte den Ball jedoch über die Latte. Auf der Gegenseite prallte eine Hereingabe von VfL-Außenverteidigerin Sarai Linder ans Aluminium.

Insgesamt waren nun die Wölfinnen deutlich mehr am Drücker, drängten auf den Ausgleich und wurden auch schnell belohnt. Bei ihrer ersten guten Möglichkeit hatte Janina Minge ihren Abschluss zentral vor dem Tor noch über die Latte geschossen. Nur wenige Minuten später egalisierte die DFB-Vizekapitänin aber aus einer deutlich schwierigeren Position das Ergebnis. Nach einer Freistoßflanke von Svenja Huth bekamen die Leipzigerinnen den Ball nicht geklärt, so dass Janina Minge fast von der Torausline abziehen konnte und aus vermeintlich unmöglichem Winkel sehenswert zum 1:1 (59.) ins kurze Eck traf.

Lattwein zweimal per Kopf

Die langjährige Nationalspielerin Svenja Huth leitete dann auch den zweiten Wolfsburger Treffer ein. Nach ihrem Eckball stieg die nur wenige Minuten zuvor für Lineth Beerensteyn eingewechselte Lena Lattwein zum Kopfball hoch. Die Kugel landete, noch abgefälscht von RB-Abwehrspielerin Julia Landenberger, zum 2:1 (66.) im Netz.

In der Folgezeit konnten sich die Leipzigerinnen zwar wieder ein wenig besser befreien, kassierten aber dennoch das nächste Gegentor. Diesmal waren sogar zwei Einwechselspielerinnen entscheidend beteiligt. Maria-Joelle Wedemeyer flankte von der rechten Seite, Lena Lattwein lenkte den Ball erneut per Kopf zum 3:1 (84.) ins lange Eck.

Trotz des Zwei-Tore-Rückstands gab sich RB Leipzig nicht auf, sondern spielte weiter nach vorne. Einen Freistoß von Lisa Baum konnte Stina Johannes noch parieren. Zu Beginn der Nachspielzeit musste die Wolfsburger Torfrau jedoch bei einem direkt verwandelten Eckball von Gina Chmielinski zum 3:2 (90.+1) noch einmal hinter sich greifen. Die Gäste warfen noch einmal alles nach vorne, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw