Google Pixel Frauen-Bundesliga

Vor 30.411 Fans: Klarer Sieg für Köln im Highlight-Spiel

02.05.2026
Sorgt mit ihrem zwölften Saisontor für die Entscheidung: Sandra Maria Jessen

Eine überzeugende Leistung vor großer Kulisse zeigte der 1. FC Köln am 24. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Das Team von Trainerin Britta Carlson gewann das Highlight-Spiel vor 30.411 Zuschauer*innen im großen RheinEnergieSTADION gegen den SV Werder Bremen 3:0 (2:0). Mit dem insgesamt neunten Dreier in der laufenden Saisonverbesserte sich der FC vorerst auf Rang sieben und rückte bis auf sechs Punkte an die sechstplatzierten Bremerinnen heran.

Lydia Andrade (20.) und Anna-Lena Stolze (36.) stellten schon vor der Pause für die Gastgeberinnen die Weichen auf Sieg. In der zweiten Halbzeit machte Torjägerin Sandra Maria Jessen (54.) mit ihrem zwölften Saisontreffer alles klar. Der SV Werder blieb in seinem vierten Ligaspiel innerhalb von zehn Tagen jeweils ohne dreifachen Punktgewinn (zwei Niederlagen, zwei Remis).

Carlson: "Unterstützung überragend"

"Es war eine sehr gute Leistung des gesamten Teams", sagte Kölns Trainerin Britta Carlson im Interview bei MagentaSport. "Wir waren von der ersten Sekunde an sofort voll da, haben uns diesen verdienten Sieg gemeinsam erarbeitet. Die Unterstützung der Fans war überragend und hat uns sehr geholfen."

Die 21-malige Nationalspielerin Pauline Bremer, die als Vorbereiterin an zwei Treffern beteiligt war, erklärte: "Wir haben die Menschen im Stadion sofort mitgenommen und uns mit den Toren belohnt. Die Atmosphäre war unglaublich, wir konnten das genießen."

Werder-Trainerin Friederike Kromp meinte: "Das Ergebnis ist enttäuschend, wir hatten uns viel mehr vorgenommen. Man muss aber auch anerkennen, dass Köln ein sehr gutes und intensives Spiel abgeliefert hat. Wir sind nach den Belastungen der zurückliegenden Partien körperlich an unsere Grenzen gestoßen. Trotz der Niederlage spielen wir immer noch eine sehr gute Saison, die wir auch gut abschließen wollen."

Bremens Torhüterin Mariella El Sherif betonte: "Der 1. FC Köln hat verdient gewonnen, uns ist nur wenig gelungen. Vier Spiele in zehn Tagen zu absolvieren, sind wir nicht gewohnt. Das soll aber keine Ausrede sein. Köln war an diesem Tag die bessere Mannschaft."

Premiere: "Fritzy" Kromp verkabelt

Während der Partie wurde erstmals eine Trainerin "Near-Live" verkabelt. Werder Bremens Cheftrainerin "Fritzy" Kromp trug ein Funkmikrofon, dessen Inhalte in enger Abstimmung mit dem SV Werder Bremen in die Liveübertragung eingebunden und somit sowohl im TV als auch im Anschluss als Highlight-Clip für die Fans sichtbar wurden. Die erstmalige Verkabelung einer Trainerin eröffnete Fans neue, innovative und unmittelbare Einblicke indie Kommunikation an der Seitenlinie.

Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit dem Host Broadcaster Sky, der die Produktion des Basissignals verantwortet. Kromp wurde dafür mit einem kleinen, kabellosenAnsteckmikrofon ausgestattet. Die Audio- und Videosequenzen wurden im Übertragungswagen vorproduziert und nach inhaltlicher Freigabe durch den Verein "Near-Live" in das Basissignal integriert.

Die zu Beginn der Saison eingeführte "Pixel Cam" kam beim Highlight-Spiel in Köln ebenfallszum Einsatz. Auch dadurch werden Fans neue Perspektiven im Live-TV ermöglicht, darunteraus dem Fanblock, hinter dem Tor und von der Auswechselbank. Die Umsetzung derdynamischen Perspektiven ermöglichen handgeführte Google-Pixel-Smartphones.

Torschützin Stolze neu im Team

Kölns etatmäßige Stammtorhüterin Irina Fuchs verpasste wegen einer Muskelverletzung auch das Highlight-Spiel, wurde erneut von Lisa Schmitz vertreten. Die erkrankte Laura Feiersinger fehlte ebenso im Aufgebot wie die angeschlagene Anna Gerhardt sowie die verletzten Sylwia Matysik, Merle Hokamp und Torfrau Paula Hoppe.

Im Vergleich zur deutlichen Niederlage bei der TSG Hoffenheim (2:6) nahm FC-Trainerin Britta Carlson lediglich drei interne Wechsel in ihrer Anfangsformation vor. Für Martyna Wiankowska, Adriana Achcinska und Zoe Hasenauer rückten diesmal die beiden Verteidigerinnen Sara Agrez und Celina Degen sowie die Offensivspielerin und spätere Torschützin Anna-Lena Stolze neu in die Startelf.

Für den SV Werder war es nach der Nachholpartie gegen den alten und neuen Deutschen Meister FC Bayern München (0:2) die zweite Begegnung innerhalb von drei Tagen. Juliane Wirtz (nach Gelbsperre) und Medina Desic liefen von Beginn an auf. Dafür nahmen Lara Schmidt und U 23-Nationalspielerin Mara Alber zunächst auf der Bank Platz. Dort saß auch die österreichische Nationalspielerin Sarah Gutmann nach ihrer Rotsperre. Dagegen mussten Tuana Mahmoud, Caroline Siems, Sharon Beck, Verena Wieder und Rieke Dieckmann weiterhin verletzungsbedingt passen.

Andrade nutzt Fehlpass aus

Angetrieben von der riesigen Kulisse ergriffen die Kölnerinnen nach einer kurzen Abtastphase schnell die Initiative und spielten deutlich druckvoller nach vorne als die Gäste von der Weser. Zwei Distanzschüsse von Pauline Bremer waren noch nicht wirklich gefährlich, Lydia Andrade kam im Laufduell mit Bremens Torhüterin Mariella El Sherif einen Schritt zu spät.

Dem verdienten Führungstor der Rheinländerinnen ging dann allerdings ein kapitaler Fehlpass von Bremens Nationalspielerin Larissa Mühlhaus voraus, die den Ball unfreiwillig genau in den Lauf von Lydia Andrade spielte. Die 27 Jahre alte Angreiferin umkurvte noch Mariella El Sherif und netzte aus spitzem Winkel zum 1:0 (20.) ein.

Nachdem Lydia Andrade mit einem Lupfer, der noch geklärt werden konnte, und Laura Vogt mit einem Distanzschuss, der knapp am Tor vorbeiging, den zweiten Kölner Treffer schon auf dem Fuß hatten, baute schließlich Anna-Lena Stolze den Vorsprung aus. Den ersten Abschluss von Pauline Bremer konnte Mariella El Sherif noch parieren, gegen Stolzes Nachschuss zum 2:0 (36.) war die Österreicherin aber machtlos. Für die FC-Angreiferin war es das erste Saisontor.

Erst kurz vor der Pause kam der SV Werder zu seiner ersten guten Chance. Nach einem Rückpass von Maja Sternad zog Larissa Mühlhaus sofort aus der Drehung ab, der Schuss wurde jedoch von Kölns Kapitänin Marina Hegering geblockt. In der Nachspielzeit hatten dann aber Laura Vogt, deren Freistoß aus 20 Metern von Mariella El Sherif abgewehrt wurde, und FC-Torjägerin Sandra Maria Jessen per Kopfball sogar noch sehr gute Möglichkeiten, um das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben.

Jessen macht alles klar

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs setzten die Gastgeberinnen sofort nach. Der Flachschuss von Marina Hegering nach einem Doppelpass mit Lydia Andrade strich nur um Zentimeter am Bremer Gehäuse vorbei. Nur wenig später baute Sandra Maria Jessen den Vorsprung weiter aus. Nach einer Flanke der gut aufgelegten Pauline Bremer war die isländische Nationalspielerin mit dem Kopf zur Stelle und verlängerte den Ball zum 3:0 (54.) ins lange Eck.

Auch im weiteren Spielverlauf war der 1. FC Köln dem vierten Treffer näher als der SV Werder dem Anschluss. So scheiterten Sara Agrez, Sandra Maria Jessen und die eingewechselte Adriana Achcinska jeweils knapp, während die Gäste nur selten gefährlich vor dem Kölner Kasten auftauchten. Nach dem Abpfiff feierten die Kölner Spielerinnen ausgelassen mit ihren Fans den verdienten Erfolg.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw