Google Pixel Frauen-Bundesliga

Torloses Topspiel zwischen Hoffenheim und Bremen

01.02.2026
Gerechtes Ergebnis: Bremen ringt Hoffenheim ein torloses Remis ab Foto: IMAGO/Eibner

Das Verfolgerduell zwischen der TSG Hoffenheim und dem SV Werder Bremen endete am 16. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga torlos 0:0. Durch das zweite Remis nach der Winterpause (zuvor 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg) musste der SV Werder den dritten Tabellenplatz an Bayer 04 Leverkusen abtreten. Die Rheinländerinnen sind mit Bremen punktgleich (jeweils 28 Zähler) und weisen auch die gleiche Tordifferenz auf (plus zwei), haben jedoch mehr Treffer erzielt.

Beide Mannschaften verzeichneten beim Topspiel im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion jeweils einen Alutreffer. Werder-Kapitänin Lina Hausicke traf schon zu Beginn der Partie die Latte, Hoffenheims Valesca Ampoorter nach der Pause den Pfosten. Für die TSG war es das erste Ligaspiel nach der Winterpause. Der Abstand zu Bremen bleibt bei zwei Punkten.

Virsinger: "Viel Spaß gemacht"

"Es hat viel Spaß gemacht, erstmals in der Bundesliga hauptverantwortlich an der Seitenlinie zu stehen", sagte die neue TSG-Cheftrainerin Eva-Maria Virsinger nach ihrem Einstand in der höchsten deutschen Spielklasse. "Wir konnten noch nicht alles umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Zu Beginn haben wir uns schwergetan, ins Spiel zu kommen. In der zweiten Halbzeit waren wir dominant, allerdings nach vorne nicht zielstrebig genug."

Hoffenheims Innenverteidigerin Lisa Doorn erklärte: "Es war ein anstrengendes Spiel, wir waren im eigenen Ballbesitz nicht genau genug. Dennoch hatten wir einige gute Chancen und deshalb aus meiner Sicht eher zwei Punkte verloren." Bremens Offensivspielerin Mara Alber meinte nach dem Duell mit ihrem langjährigen Verein: "Es war ein schönes Gefühl, hierher zurückzukehren. Ich hatte mich sehr auf das Wiedersehen mit der Heimat gefreut. Es war eine intensive Partie. Wir hätten gerne gewonnen, konnten aber zumindest einen Punkt mitnehmen. Der dritte Platz ist eng umkämpft. Wir wollen oben dranbleiben."

Werder-Spielführerin Lina Hausicke betonte: "Wir sind gut ins Spiel gestartet. Leider ist mein Schuss nicht direkt reingegangen. Später war Hoffenheim besser, daher ist das Ergebnis gerecht. Unter dem Strich haben wir ein gute Leistung gezeigt. Auch nach zuletzt zwei Unentschieden können wir stolz auf unsere Entwicklung sein."

Sarah Ernst erstmals im Kader

TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger nahm im Vergleich zum 5:1-Heimsieg vor der Winterpause gegen den FC Carl Zeiss Jena lediglich zwei Umstellungen in der Hoffenheimer Anfangsformation vor. Für Jamilla Rankin (Bank) und die in die USA gewechselte Melissa Kössler starteten Lisa Doorn in der Innenverteidigung und Marie Steiner in der Offensive. Verletzungsbedingt fehlten Féli Delacauw, Linda Natter, Naomi Luyet und Sara Ritter.

Beim SV Werder vertraute Cheftrainerin Friederike Kromp derselben Startelf wie beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg im ersten Ligaspiel nach der Winterpause. Die 21 Jahre alte Mittelfeldspielerin Sarah Ernst, die erst wenige Tage zuvor vom FC Bayern München II verpflichtet worden war, gehörte bereits erstmals zum Aufgebot. Nicht mehr dabei war dagegen die zum Zweitligisten VfB Stuttgart abgewanderte Reena Wichmann.

Tuana Mahmound (Kreuzbandriss) und Caroline Siems (Knieverletzung) fehlten genauso weiterhin wie Michaela Brandenburg (Aufbautraining). Außerdem mussten die Bremerinnen erneut auf Sharon Beck (Sprunggelenkprobleme) und Rieke Dieckmann (Knieprobleme) verzichten.

Alu-Pech für Lina Hausicke

Die Gästinnen von der Weser erwischten den deutlich besseren Start in die Partie. Schon in der Anfangsphase traf Spielführerin Lina Hausicke im Anschluss an einen Eckball mit einem sehenswerten Volleyschuss die Latte des Hoffenheimer Tores. Bei zwei weiteren guten Möglichkeiten konnten Medina Desic und Maja Sternad jeweils TSG-Torfrau Laura Dick mit Schüssen auf das kurze Eck nicht überwinden.

Erst ab der Mitte des ersten Durchgangs kam die TSG Hoffenheim besser in die Partie und auch zu ersten Chancen. So schoss Valesca Ampoorter nach einem Zuspiel von Jill Janssens aus kurzer Entfernung über den Kasten. Kurz vor der Pause hätte Valesca Ampoorter die Gastgeberinnen eigentlich in Führung bringen müssen. Nach einem mustergültigen Querpass von Nationalspielerin Selina Cerci schaffte es die 21 Jahre alte Belgierin nicht, die Kugel im Fünfmeterraum ins schon verlassene Tor zu schieben, sondern ließ den Ball unfreiwillig passieren. So blieb es zur Pause beim torlosen Remis.

Ampoorter an den Pfosten

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte taten sich beide Teams zunächst schwer, weitere hochkarätige Chancen herauszuspielen. Die beiden Abwehrreihen agierten konzentriert und ließen nur wenig zu. Erst nach mehr als einer Stunde hatten die Fans erstmals wieder den Torschrei auf den Lippen, nachdem Selina Cerci erneut Valesca Ampoorter gut in Szene gesetzt hatte. Diesmal schloss sie stark ab und hatte Pech mit einem Pfostentreffer.

Insgesamt hatte die TSG Hoffenheim mehr vom Spiel, der SV Werder verlegte sich mehr auf Konter. Wirklich gefährlich waren aber nur wenige Szenen. Wenn sie gefordert wurden, waren sowohl TSG-Torhüterin Laura Dick als auch Bremens Torfrau Mariella El Sherif sicher auf dem Posten. Kurz vor dem Abpfiff parierte Österreichs Nationaltorhüterin Mariella El Sherif auch noch einen Flachschuss der eingewechselten Dominika Ewa Grabowska.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw