Google Pixel Frauen-Bundesliga
Nach 2:1 gegen Essen: Bremen zu Hause noch unbesiegt

Der SV Werder Bremen bleibt in der Google Pixel Frauen-Bundesliga vor eigenem Publikum ohne Niederlage. Das Team von Trainerin Friederike Kromp behielt am 22. Spieltag gegen die abstiegsbedrohte SGS Essen 2:1 (0:0) die Oberhand und kommt damit nach zehn Heimspielen auf 24 von 30 möglichen Punkten (sieben Siege, drei Remis). Den Rückstand zum Tabellendritten Eintracht Frankfurt verkürzten die Grün-Weißen auf sieben Punkte, haben außerdem noch zwei Begegnungen weniger absolviert.
Vor 1627 Zuschauer*innen auf Platz 11 des Bremer Weserstadions ließen U 23-Nationalspielerin Mara Alber (55.) und Kapitänin Lina Hausicke (62.) die Gastgeberinnen innerhalb weniger Minuten zweimal jubeln. Die SGS Essen konnte durch Ramona Maier (65.) nur noch verkürzen.
Während sich der SV Werder für das bittere Aus im DFB-Pokal gegen die SGS (0:1) vor wenigen Wochen revanchierte, wartet der Tabellenvorletzte weiterhin auf den ersten Dreier nach der Winterpause. Aus acht Begegnungen sprangen lediglich drei Punkte heraus, ein Nichtabstiegsplatz ist derzeit drei Zähler entfernt.
Hausicke: "Spezieller Moment"
"Wir sind sehr erleichtert", sagte Lina Hausicke im Interview. "Es war kein schönes Spiel, insgesamt aber ein verdienter Sieg für uns. Es war wichtig, zu Hause weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Dass mir nach fast zweieinhalb Jahren erstmals wieder ein Tor gelungen ist, war ein spezieller Moment. Wir wollen jetzt bis zum Saisonende dranbleiben. Das Rennen ist Platz drei ist noch nicht entschieden."
Mara Alber erklärte: "Wir wollten unbedingt gewinnen und sind froh, dass es geklappt hat. Am Ende war es noch ganz schön hart, aber wir haben den Vorsprung ins Ziel gebracht. Auf unserem Platz 11 fühlen wir uns einfach besonders wohl."
Essens Beke Sterner meinte: "Die Niederlage tut weh, wir hatten uns zumindest einen Punkt erhofft. Wir haben alles reingeworfen, aber unsere Chancen leider nicht konsequent genutzt. Wir haben jetzt noch vier Endspiele, in denen wir die nötigen Punkte für den Klassenverbleib holen müssen. Wenn wir so weitermachen, bin ich sehr zuversichtlich."
Startelfdebüt für Petermann
Trotz der deutlichen Niederlage beim 1. FC Union Berlin (1:4) sah Werder-Trainerin "Fritzy" Kromp keinen Grund für große Umstellungen. Einzige Ausnahme: Für Verena Wieder (verletzungsbedingt nicht im Kader) stürmte die 22-malige Nationalspielerin Lena Petermann, die damit ihr Startelfdebüt gab.
Weiterhin fehlten Tuana Mahmoud, Caroline Siems, Michaela Brandenburg, Sharon Beck und Rieke Dieckmann. Auch bei Hanna Németh (nach Muskelfaserriss wieder im Training) reichte es noch nicht für einen Einsatz. Außerdem mussten die gesperrten Medina Dešić (fünfte Gelbe Karte) und Amira Arfaoui (Rote Karte in Berlin) zuschauen.
Bei der SGS Essen gab es im Vergleich zum 0:5 gegen den FC Bayern München fünf Veränderungen in der Anfangsformation, allerdings nicht ganz freiwillig. So konnten Kapitänin Jacqueline Meißner (Rotsperre), Paula Flach (Gelbsperre) und Jana Feldkamp (Knieverletzung) nicht eingesetzt werden. Außerdem nahmen Shari van Belle und Laura Pucks zunächst auf der Bank Platz. Dafür starteten Julia Debitzki, Vanessa Fürst und Lena Ostermeier in der Abwehr, Natasha Kowalski im zentralen Mittelfeld und Laureta Elmazi in der Offensive. Nach wie vor passen mussten auch die langzeitverletzten Lilli Purtscheller, Jette ter Horst und Mailin Tenhagen sowie Stammtorhüterin Kim Sindermann (Adduktorenverletzung) und Offensivspielerin Kassandra Potsi (Fußverletzung).
Elmazi früh verletzt runter
Schon in der Anfangsphase mussten die Essenerinnen erstmals wechseln, weil sich U 23-Nationalspielerin Laureta Elmazi bei einem Zweikampf unglücklich am Knie verletzt hatte. Für sie wurde Maike Berentzen eingewechselt.
Obwohl sich die Gäste keineswegs versteckten und allein in den ersten 18 Minuten schon zu vier Eckbällen kamen, verlief die erste Halbzeit recht chancenarm. Vor allem die Gastgeberinnen konnten sich lange Zeit vor dem gegnerischen Tor nur selten in Szene setzen. So ging ein Abschluss von Larissa Mühlhaus nach einer Ablage von Lena Petermann aus spitzem Winkel über das Tor.
Auf der Gegenseite musste sich Bremens Torhüterin Mariella El Sherif bei einem Freistoß von Ella Touon, die beim Pokalduell den Essener Siegtreffer erzielt hatte, schon sehr strecken, um den Ball aus dem oberen linken Toreck zu kratzen. Ein Linksschuss von Paulina Platner aus rund 20 Metern ging dagegen deutlich vorbei, ein Versuch von Natasha Kowalski stellte Mariella El Sherif vor keine Probleme.
Kurz vor der Pause musste dann aber doch SGS-Torfrau Luisa Palmen noch zweimal eingreifen. Erst war sie zur Stelle, als Werder-Abwehrspielerin Michelle Ulbrich nach einem Eckball kurz vor der Linie an den Ball kam. Dann lenkte Luisa Palmen bei der besten Bremer Chance durch Maja Sternad, die das kurze Eck anvisierte, die Kugel mit einem starken Reflex an den Außenpfosten.
Hausickes Wartezeit vorbei
Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging es zunächst unverändert weiter. Der SV Werder bemühte sich, mehr Druck auszuüben, tat sich aber weiterhin schwer. Erst eine gelungene Einzelaktion von Mara Alber brach dann den Bann. Die 20 Jahre alte Offensivspielerin, die vom FC Chelsea ausgeliehen ist, setzte sich an der Torauslinie gegen Maike Berentzen durch und zog dann aus spitzem Winkel ab. Weil der Ball von Lena Ostermeier noch leicht abgefälscht wurde, konnte Torhüterin Luisa Palmen das 1:0 (55.) nicht verhindern.
Plötzlich entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bremens Kapitänin Lina Hausicke erzielte nach einer Rechtsflanke von Maja Sternad per Kopfball ihren ersten Saisontreffer und ihr erstes Bundesligator seit Oktober 2023 zum 2:0 (62.). Nur wenig später war jedoch auch SGS-Mittelstürmerin Ramona Maier nach einer mustergültigen Hereingabe von Beke Sterner ebenfalls per Kopf erfolgreich und verkürzte auf 2:1 (65.).
Die Essenerinnen warfen am Ende alles nach vorne, konnten sich aber kaum noch klare Torchancen herausarbeiten. Ein wuchtiger Abschluss der eingewechselten Leonie Köpp ging deutlich über den Kasten. Stattdessen hatten erneut Mara Alber und Lina Hausicke auf der anderen Seite hochkarätige Möglichkeiten, um für die Entscheidung zu sorgen. Sie scheiterten jedoch an Luisa Palmen oder einem Essener Abwehrbein. So blieb es zwar bis zum Abpfiff knapp, am Ende jubelte jedoch der SV Werder.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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