3. Liga

MSV Duisburg verpasst Punkterekord nur knapp

19.10.2026
25 Punkte nach zehn Spieltagen: Duisburg verpasst den Startrekord knapp Foto: IMAGO

Tabellenführer MSV Duisburg hat einen neuen Punkterekord nach dem 10. Spieltag in der 3. Liga knapp verpasst. Beim 1:1 im Topspiel gegen den FC Viktoria Köln hielten die "Zebras" den ärgsten Verfolger zwar weiterhin auf Distanz. Einen neuen Bestwert in der Historie der dritthöchsten deutschen Spielklasse hätte der MSV aber nur mit dem fünften Sieg in Serie aufgestellt. DFB.de mit einer Übersicht.

Viel fehlte nicht, dann hätte Ligaprimus MSV Duisburg die Englische Woche als einziges Team mit der vollen Ausbeute von neun Zählern beendet. In der Nachspielzeit der Partie gegen den Tabellenzweiten aus Köln köpfte der eingewechselte Peter Remmert nach einer Flanke von Joshua Bitter an den Pfosten.

Fünf Punkte Vorsprung auf Platz zwei

"Mit dem Pfostentreffer haben wir den Lucky Punch nicht gesetzt - das wäre natürlich Wahnsinn gewesen", sagte MSV-Trainer Dietmar Hirsch im Interview bei MagentaSport. "Man hat gesehen, dass wir gewinnen wollten. Bei beiden Mannschaften hat man aber schon die Kräfte schwinden sehen. Wir sind mit dem Punkt zufrieden, wir haben auf die Hauptkonkurrenz noch einen Zähler gutgemacht und den Tabellenzweiten konstant von uns weggehalten."

Der FC Viktoria Köln ist weiterhin fünf Zähler vom Tabellenführer entfernt. Der Vorsprung auf den Relegationsrang (Rot-Weiss Essen) ist auf sieben Punkte angewachsen. Gleichzeitig haben die Duisburger ihren erst vor einem Jahr aufgestellten Startrekord in der 3. Liga um einen Zähler übertroffen. Und das, obwohl der MSV diesmal nicht zehn Spieltage lang unbesiegt geblieben ist. In der Geschichte in der 3. Liga bedeuten die 25 Punkte nur knapp keine neue Bestmarke.

Dynamo Dresden hält Bestwert

Den Höchstwert nach zehn Spieltagen wird seit der Spielzeit 2015/2016 von Dynamo Dresden mit 26 Zählern gehalten. Die Dresdner stellten wenige Wochen später sogar auch die längste Serie an Spielen, in denen nach dem Saisonstart immer mindestens ein Punkt herausgesprungen war, auf. Die SGD blieb in ihren ersten zwölf Partien unbesiegt und holte dabei unter Trainer Uwe Neuhaus zehnmal die volle Ausbeute (insgesamt 32 Punkte). Bei nur zwei Niederlagen in der gesamten Spielzeit stieg Dynamo Dresden am Saisonende auch als Meister in die 2. Bundesliga auf.

Die Erfahrung, dass ein guter Saisonstart nicht immer zu einer Endplatzierung auf den Aufstiegsrängen führt, musste neben dem MSV Duisburg auch schon Kickers Offenbach machen. Trotz eines fulminanten Auftakts mit 25 Punkten aus den ersten zehn Partien betreute Wolfgang Wolf das Team 2010/2011 nicht bis zum Saisonende. Ende Februar 2011 musste der inzwischen 69-Jährige nach der Zwischenbilanz von nur fünf Zählern aus sieben Begegnungen gehen. Unter seinen Nachfolgern Thomas Gerstner (bis Ende April 2011) und Tobias Dudeck (bis Ende Juni 2011) landete der OFC trotz der vielversprechenden Ausgangslage im Aufstiegsrennen in der Endabrechnung nur noch auf Rang sieben.

Der FC Hansa Rostock, der in derselben Saison nach zehn Partien zunächst noch drei Punkte weniger auf dem Konto hatte als der OFC, stieg dagegen als Zweitplatzierter auf. Drei Jahre später führte der 1. FC Heidenheim nicht nur nach zehn Spieltagen mit 25 Punkten die Tabelle an. Das Team von Trainer Frank Schmidt krönte sich am Saisonende auch zum Meister der 3. Liga.

Paderborn nutzt Start zweimal

In der Spielzeit 2017/2018 ging es nach zehn Spieltagen an der Tabellenspitze sehr eng zu. Zunächst hatte der SC Paderborn 07 (25 Punkte) gegenüber dem 1. FC Magdeburg (24) die Nase vorne. Bis zum Saisonfinale zog der FCM als späterer Titelträger noch vorbei. Die Paderborner, die schon 2008/2009 nach ihrem guten Start (23 Punkte) über die Relegation den Sprung in die 2. Bundesliga geschafft hatten, stiegen als Zweiter aber ebenfalls auf.

Ein spannendes Rennen lieferten sich 2022/2023 zunächst auch der TSV 1860 München (23 Zähler) und die SV 07 Elversberg (22). Während die Saarländer als Meister ihren Durchmarsch von der Regionalliga Südwest in die 2. Bundesliga perfekt machen konnten, mussten sich die "Löwen" in der Endabrechnung allerdings mit Rang acht zufrieden geben. Noch weiter in der Tabelle zurück ging es lediglich für die SpVgg Unterhaching, die die Spielzeit 2012/2013 mit 22 Zählern aus zehn Partien begonnen hatte, dann aber noch bis auf Platz neun abrutschte.

Kein gutes Omen war die Ausbeute von 22 Punkten nach dem 10. Spieltag auch für den 1. FC Saarbrücken und Dynamo Dresden. Die Saarländer landeten 2020/2021 nach ihrer zwischenzeitlichen Tabellenführung noch auf Rang fünf. Eine Position besser beendete die SGD die Saison 2023/2024. Wohin der Weg für den MSV Duisburg in dieser Spielzeit führen wird, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen.

Kategorien: 3. Liga

Autor: mspw