DFB-Pokal
Last-Minute-Sieg: Dortmund schlägt Bremen 3:2
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Borussia Dortmund setzte sich am späten Dienstagabend in der zweiten Runde des DFB-Pokals erst in letzter Minute 3:2 (2:0) gegen Werder Bremen durch. Für eine Überraschung sorgte Zweitligist SV Darmstadt 98, der beim Bundesligisten SV Elversberg 2:0 (1:0) gewann. Der 1. FC Köln ließ dem 1. FC Union Berlin beim 5:0 (1:0) keine Chance, und Borussia Mönchengladbach siegte trotz Unterzahl 2:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC.
Mit einer fünfminütigen Verspätung startete das Bundesligaduell zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen, in dem es früh zum ersten Mal klingelte: Julian Ryerson ließ eine flache Hereingabe von links perfekt für Serhou Guirassy abtropfen, der aus kurzer Distanz zum 1:0 vollendete (6.). Die Gastgeber spielten weiter druckvoll, ein weiterer Treffer zählte wegen einer Abseitsstellung jedoch nicht (14.). Drei Minuten später war es dann so weit: Jobe Bellingham bediente per Kopf Carney Chukwuemeka, dessen Schuss zum 2:0 unter der Latte einschlug (17.). Die Gäste aus Bremen kamen erst nach einer guten halben Stunde erstmals gefährlich vor das Dortmunder Tor: Nach einem Steilpass von Dinkci rauschte der Abschluss von Grüll knapp über die Latte (33.). Fünf Minuten später verpasste Guirassy mit einem Kopfball aus kurzer Distanz die Vorentscheidung (38.), so ging es mit einem verdienten 2:0 in die Halbzeit.
Nach der Pause kamen die Bremer besser ins Spiel: Ein Kopfball von Cedric Itten aus guter Position war jedoch zu unplatziert (50.), kurz darauf rettete Nationalspieler Nico Schlotterbeck in höchster Not (51.). Auf der anderen Seite ließ Chukwuemeka das 3:0 liegen (56.). Nach einer guten Stunde nahm das Spiel eine überraschende Wendung: Ryerson hielt Dariusz Stalmach im Strafraum regelwidrig an der Schulter fest. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte der eingewechselte Niclas Füllkrug sicher zum 2:1 (65.). Vier Minuten später war es erneut Füllkrug, der gegen aufgerückte Dortmunder frei vor Kobel auftauchte – und zum 2:2 einnetzte (69.). Im Anschluss bekam Bremen Oberwasser und hatte gute Konterchancen, ein Schuss von Mitchell Weiser verfehlte das Dortmunder Tor um Haaresbreite (75.). Doch dann gelang dem BVB der Lucky Punch: In der dritten Minute der Nachspielzeit verwandelte Marcel Sabitzer einen Freistoß von halblinks zum 3:2 und ließ die Dortmunder jubeln. Kurz darauf war Schluss.
Köln überrollt Union
Im RheinEnergieStadion sahen die Zuschauer zunächst zwei defensiv eingestellte Teams. Einzelne Nadelstiche setzte Maina, der nach einer Traumvorlage von El Mala den Ball im Fallen jedoch nur an den Pfosten schlenzte. Schäfer versuchte es auf der anderen Seite aus der Distanz, doch sein Schuss flog deutlich über die Latte. Köln präsentierte sich aber etwas giftiger: Krauß störte die Unioner entscheidend im Spielaufbau und legte quer auf Maina. Der zog mit Tempo nach vorne und bediente im richtigen Moment El Mala, der den Ball aus anspruchsvollem Winkel zum 1:0 an Raab im Berliner Tor vorbeidrehte (32.). Der FC wurde nun stärker und über Maina und El Mala immer wieder gefährlich, schaffte es aber nicht mehr, vor dem Halbzeitpfiff zu erhöhen.
Doch das Duo El Mala und Maina schlug nach dem Seitenwechsel wieder zu: Nach einem langen Abschlag von Schwäbe gelang es den Berlinern nicht, den Ball entscheidend zu klären. El Mala legte kurz vor dem Unioner Kasten quer auf Maina, der schnörkellos zum 2:0 verwandelte (52.). Acht Minuten später machte es El Mala dann allein: Von rechts kommend verschaffte er sich mit einem Übersteiger Platz und schlenzte den Ball zum 3:0 ins Tor (60.). Den Kölnern war die Torlust aber noch nicht vergangen: Nach einem Zuspiel von Bülter stand Johannesson frei vor dem Tor und musste zum 4:0 nur noch einschieben (79.). Kurz vor Schluss bediente Heskey dann Sebulonsen, der aus 16 Metern zum 5:0-Endstand ins lange Eck traf (88.).
Gladbach feiert Achtelfinaleinzug in Unterzahl
Die Fohlen starteten vor heimischem Publikum mit viel Schwung. Gegen hochstehende Karlsruher ergab sich für Scally plötzlich über rechts die Möglichkeit, Meter zu machen. Seine präzise Hereingabe in den Sechzehner nutzte Hack prompt und brachte die Borussia so früh mit 1:0 in Front (7.). Auf der anderen Seite legte Wanitzek nach einer unsauberen Flanke auf Egloff ab, der wuchtig abschloss, doch Batz verhinderte mit einer spektakulären Parade den schnellen Ausgleich (9.). Mönchengladbach übernahm zunehmend die Spielkontrolle, blieb offensiv aber zu harmlos. Nach einem Steilpass von Väänänen drehte sich Fukuda geschickt an Fohlen-Kapitän Sander vorbei und hätte frei zum Schuss kommen können. Doch Sander zerrte den laufstarken Japaner zu Boden und sah nach Eingreifen des VAR glatt Rot (39.).
Die Borussia wurde vom KSC zu Beginn der zweiten Halbzeit in die eigene Hälfte gedrängt, nutzte allerdings gleich die erste Kontermöglichkeit: Der eingewechselte Ullrich bekam nach einem Doppelpass mit Hack den Ball im Sechzehner zurück und zimmerte ihn zum 2:0 unter die Latte. Karlsruhe drückte weiter, war aber nicht zwingend genug und ließ große Chancen ungenutzt: Nach einer Flanke von Wanitzek kam Eichinger zum Kopfball, der Ball rauschte aber über den Kasten (77.). Die Borussen verteidigten die Führung in Unterzahl erfolgreich bis zum Schluss und feierten so den Einzug ins Achtelfinale.
Schuhen hält, Darmstadt jubelt
Im Duell zwischen Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg und Zweitliga-Schlusslicht Darmstadt 98 erwischten überraschend die Gäste den besseren Start: Lars Kehl, der bereits in der 4. Minute für den verletzten Nicolas Verkooijen eingewechselt worden war, zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern sehenswert zum 0:1 oben links in die Maschen. Der Bundesligist versuchte sofort, eine Reaktion zu zeigen: Cole Campbell scheiterte gleich zweimal an Torhüter Marcel Schuhen (15. und 23.). Auch bei einem abgefälschten Schuss von Frederik Schmahl und einem artistischen Abschluss von Florian Le Joncur war der gut aufgelegte Darmstädter Schlussmann zur Stelle. Zur Pause stand die Torschussstatistik bei 14:1 zugunsten der Saarländer, doch Darmstadt rettete die knappe Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel drückte Elversberg weiter auf den Ausgleich. Ein Abschluss von Le Joncur nach einer flachen Hereingabe trudelte nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei (47.). Das nächste Tor gelang dann aber den Gästen: Mit dem erst zweiten Darmstädter Torschuss erzielte Milan Smit das 0:2 (56.). Die Gastgeber ließen auch nach diesem Nackenschlag nichts unversucht, Noel Futkeu traf nur den Querbalken (61.). Doch trotz weiterer Chancen und insgesamt 26 Abschlüssen sollte Elversberg an diesem Abend kein Tor gelingen. Damit war die Überraschung perfekt.
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: dfb

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