Google Pixel Frauen-Bundesliga
Kögel führt Leverkusen zum vierten Sieg in Serie

Bayer 04 Leverkusen wahrte am 24. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga die Chance auf den dritten Tabellenplatz und damit auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Das Team von Trainer Roberto Pätzold fuhr mit dem souveränen 4:0 (2:0) bei der abstiegsbedrohten SGS Essen den vierten Dreier nacheinander ein und verkürzte den Rückstand zu Rang drei (Eintracht Frankfurt) zumindest vorerst auf zwei Punkte.
Vor 1614 Zuschauer*innen im Stadion an der Hafenstraße brachte U 23-Nationalspielerin Loreen Bender (4.) die Gäste bereits früh auf die Siegerstraße. Kristin Kögel (41./68.), die schon das Führungstor vorbereitet hatte, schnürte einen Doppelpack, ehe Cornelia Kramer (88.) in der Schlussphase zum Endstand traf. Die SGS Essen, die das Hinspiel in Leverkusen noch 1:0 gewonnen hatte, bleibt auf einem Abstiegsplatz. Zwei Runden vor dem Saisonende beträgt der Rückstand auf den Hamburger SV drei Punkte und neun Tore.
Jaques: "Nicht unser Spiel"
"Das war nichts. Das muss man so ehrlich sagen", räumte SGS-Trainerin Heleen Jaques nach der Begegnung ehrlich ein. "Es war nicht unser Spiel. Wir haben von Anfang an unsere Energie nicht gefunden und die Zweikämpfe nicht gewonnen. Wir haben in der Halbzeit mit drei Wechseln noch einmal versucht, etwas zu ändern. Am Ende muss man aber sagen, dass Leverkusen verdient gewonnen hat."
Leverkusens Trainer Roberto Pätzold meinte: "Ich habe den Spielerinnen schon in der Halbzeit gesagt: Wenn man nach der Gier und der Zweikampfführung geht, dann könnte man denken, dass wir die Mannschaft sind, die um den Klassenverbleib kämpft. Auch von der Einstellung her ein Riesen-Kompliment an die Mannschaft. Fußballerisch haben wir fast alles auf das Tableau gebracht und richtig tolle Angriffe vorgetragen. Wir haben das sehr souverän und reif heruntergespielt. Der Sieg ist auch in dieser Höhe absolut verdient."
Beide Teams unverändert
Heleen Jaques, Trainerin der SGS Essen, setzte auf dieselbe Anfangsformation wie beim 4:3-Heimsieg gegen Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena. Die etatmäßige Mittelstürmerin Ramona Maier kehrte zwar nach abgesessener Gelbsperre in das Aufgebot zurück, nahm aber zunächst auf der Bank Platz. Kapitänin Jacqueline Meißner, gegen Jena ebenso wie Ella Touon Doppeltorschützin, lief erneut in ihrer neuen offensiven Rolle im Angriff auf.
Auch Bayer-Trainer Roberto Pätzold verzichtete im Vergleich zum überzeugenden 4:1 gegen den SC Freiburg auf Umstellungen. Torhüterin und Spielführerin Friederike Repohl, die nach ihrem Innenband-Teilriss in das Mannschaftstraining zurückgekehrt war, gehörte erstmals wieder zum Aufgebot. Für die zuletzt ebenfalls angeschlagene Juliette Vidal kam die Partie dagegen noch zu früh. Caroline Kehrer (nach Meniskus-OP) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) fielen weiterhin aus. Mit Selina Ostermeier, Nationalspielerin Carlotta Wamser und Katharina Piljic standen drei Ex-Essenerinnen in der Leverkusener Startelf.
Bender per Kopf zur Stelle
Die Gäste aus dem Rheinland ergriffen sofort die Initiative und wurden schnell belohnt. Eine Flanke von Kristin Kögel im Anschluss an einen zunächst abgewehrten Eckball köpfte Loreen Bender zum frühen 0:1 (4.) in die Maschen. Überhaupt war die 20 Jahre alte Offensivspielerin in der ersten Halbzeit die auffälligste Akteurin auf dem Spielfeld und hatte mehrfach den zweiten Treffer auf dem Fuß. So scheiterte sie einmal an Essens Torhüterin Kim Sindermann, traf beim nächsten Versuch das Außennetz und schließlich mit einem direkten Freistoß den Pfosten.
Nachdem von den Essenerinnen in der ersten halben Stunde offensiv kaum etwas zu sehen war, kamen sie dann zu zwei ersten Tormöglichkeiten. Ein Freistoß von Natasha Kowalski, die in der nächsten Saison für Bayer 04 auflaufen wird, von der linken Seite strich knapp über die Latte. Einen Abschluss von Jacqueline Meißner nach einem Steilpass von Natasha Kowalski parierte Leverkusens Torhüterin Rafaela Borggräfe souverän.
Stattdessen legten die Gäste nach. Nach einer Flanke von Carlotta Wamser konnte die SGS-Abwehr den Ball nicht entscheidend klären. Kristin Kögel reagierte am schnellsten und wuchtete die Kugel aus kurzer Entfernung zum 0:2 (41.) über die Linie.
Kramer setzt Schlusspunkt
Zur Pause reagierte SGS-Trainerin Heleen Jaques gleich mit drei Wechseln auf den Rückstand. Romana Maier (für Jacqueline Meißner), Julie Terlinden (für Paulina Platner) und Lany Mia Bäcker (für Julia Debitzki) sollten noch einmal neuen Schwung bringen. Wirklich gefährlich wurden die Essenerinnen aber auch in der Folgezeit nur selten.
Stattdessen sorgte erneut Kristin Kögel für die Entscheidung. Nach einem sehenswerten Steckpass von U 23-Nationalspielerin Sofie Zdebel enteilte die Angreiferin ihrer Gegenspielerin und überwand Kim Sindermann überlegt zum 0:3 (68.).
Die SGS Essen versuchte bis zum Abpfiff, zumindest noch den Anschlusstreffer zu erzielen, blieb aber glücklos. Am nächsten dran war noch Abwehrspielerin Lany Mia Bäcker, die den Ball nach einer Ecke von Ella Touon am Tor vorbeiköpfte. Vielmehr ließen die Leverkusenerinnen in der Schlussphase noch einige gute Chancen liegen. So trafen die eingewechselte Vanessa Haim und auch Cornelia Kramer in aussichtsreichen Positionen das Spielgerät nicht richtig. Kurz vor dem Anpfiff stellte Cornelia Kramer dann aber doch noch mit einem direkt verwandelten Freistoß den 0:4-Endstand (88.) her.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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