Google Pixel Frauen-Bundesliga

Karczewska rettet Remis für HSV gegen Freiburg

23.08.2026
Sorgte für den Hamburger Ausgleich gegen Freiburg: Nikola Karczewska (l.) Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Der Einstand von Marco Konrad, dem neuen Trainer beim SC Freiburg, endete am 1. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit einem Punktgewinn. Die Breisgauerinnen kamen beim Hamburger SV zu einem leistungsgerechten 1:1 (0:0).

Vor 3005 Zuschauer*innen im Volksparkstadion fielen beide Treffer der Partie in der zweiten Halbzeit. Zunächst brachte Nicole Ojukwu (63.) die Gäste aus dem Breisgau per Freistoß in Führung. Nur wenig später gelang jedoch der neuen HSV-Stürmerin Nikola Karczewska (72.) mit einem eleganten Heber der Ausgleich. In der Schlussphase hatten beiden Teams noch die Chance zum Siegtreffer, letztlich blieb es aber beim Remis.

Cardoso: "Gut für die Moral"

"Zu Hause hätten wir uns vielleicht noch mehr gewünscht, aber ein Punkt gegen Freiburg ist gut für die Moral", sagte HSV-Trainer Rodolfo Cardoso. "Wir hatten einige gute Aktionen im Strafraum, bei denen uns im Abschluss aber die letzte Konsequenz gefehlt hat. Ich fand, dass wir insgesamt sehr stabil waren und auch in der zweiten Halbzeit nicht nachgelassen haben. Defensiv haben wir viele Situationen gut geklärt und dem Gegner aus dem Spiel heraus nicht allzu viele Möglichkeiten gegeben. Für uns ist es wichtig, aus solchen Spielen Punkte zu holen."

Kapitänin Annaleen Böhler meinte: "Wir freuen uns über den ersten Punkt der Saison. In den größten Teilen des Spiels konnten wir den Ball behaupten und unser Spiel auf den Platz bringen. Wir hatten gute Ballkontakte, leider hat es nach vorne manchmal gefehlt. Das müssen wir besser machen und uns mehr Chancen herausarbeiten. Die Vorbereitung hat uns sehr geholfen, wir haben intensiv gearbeitet und einen Schritt nach vorne gemacht."

Freiburgs neuer Trainer Marco Konrad erklärte: "Es war durchaus drin, hier zu gewinnen. Wir hatten richtig gute Phasen, haben die Hamburgerinnen aber wieder stark gemacht, wenn wir passiver wurden. Am Ende lag es an uns, weil wir nicht mutig genug waren, nicht mit genügend Überzeugung aufgetreten sind und den Gegner nicht genügend bespielt haben, um mehr Fehler zu erzwingen. Diese Qualität müssen wir uns im Training weiter erarbeiten."

Anna Reimann gibt Debüt

Im Duell mit seinem früheren Verein, für den er als Profi von 1993 bis 1995 am Ball war, beorderte HSV-Trainer Rodolfo Cardoso drei neuverpflichtete Spielerinnen in seine Startelf. Kinga Szemik (zuvor West Ham United) stand zwischen den Pfosten. Außerdem liefen Mittelfeldspielerin Leila Peneau (SKN St. Pölten) und Angreiferin Nikola Karczewska (Lazio Rom) von Beginn an auf. Dazu nahmen Torfrau Jule Baum (SC Sand) und Celainy Obispo (Feyenoord Rotterdam) auf der Bank Platz.

Beim SC Freiburg begannen neben der erst 17 Jahre alten Junioren-Nationaltorhüterin Anna Reimann, die aus dem eigenen Nachwuchs aufgerückt war und ihr Bundesligadebüt gab, ebenfalls drei externe Zugänge. Ilayda Acikgöz (Eintracht Frankfurt), Emma Memminger (Eintracht Frankfurt II) und Jana Vojteková (FC Basel) spielten ebenfalls von Beginn an. Als Einwechselspielerinnen hielten sich außerdem Torhüterin Lorena Barth (FC Aarau) sowie Amira Arfaoui (SV Werder Bremen), Carina Brunold (SKN St. Pölten), Sabah Seghir (FC Basel) und Borbala Vincze (FC Zürich) bereit.

Keine Optionen waren die Langzeitausfälle Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle schwanger) und Zoe Schick (Kreuzbandriss). Ebenso standen Tessa Blumenberg (Reha), Nora Scherer (Aufbautraining nach Sprunggelenkverletzung) und Nia Szenk (muskuläre Beschwerden) nicht zur Verfügung.

Kinga Szemik reagiert gut

Der HSV begann nervös. Ein leichter Ballverlust am eigenen Strafraum bescherte den Gästen aus dem Breisgau die größte Möglichkeit der ersten Halbzeit. Maj Schneider kam völlig frei vor Kinga Szemik zum Abschluss, scheiterte jedoch an der sehr gut reagierenden polnischen Nationaltorhüterin.

Auf der Gegenseite musste Anna Reimann weit aus ihrem Tor eilen, um gegen Camilla Linberg zu klären. Anschließend hatte sie jedoch Glück, dass Paulina Bartz mit ihrem folgenden Fernschuss aus der eigenen Hälfte den Freiburger Kasten um einige Meter verfehlte. Später setzte HSV-Offensivspielerin Melina Krüger ihren Versuch zu hoch. Insgesamt lieferten sich die beiden Mannschaften bis zur Pause ein recht unterhaltsames Duell, auch wenn hochkarätige Tormöglichkeiten eher Seltenheitswert hatten.

Nicole Ojukwu ins kurze Eck

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit prüfte Nicole Ojukwu zunächst Kinga Szemik mit einem wuchtigen Distanzschuss. Ein Schlenzer von Lisa Kolb landete auf dem Hamburger Tornetz. Auf der anderen Seite schoss erneut Melina Krüger am langen Eck vorbei.

Beim Freiburger Führungstor überraschte Nicole Ojukwu HSV-Torfrau Kinga Szemik mit einem Freistoß von der rechten Seite, den sie direkt auf das kurze Eck zog. Die polnische Nationaltorhüterin bekam zwar noch eine Hand an den Ball, konnte das 0:1 (63.) aber nicht mehr verhindern.

Die Hanseatinnen zeigten sich von dem Rückstand jedoch nicht geschockt und drängten sofort auf den Ausgleich, der auch schnell gelingen sollte. Eine Linksflanke von Jonna Wrede nahm Mittelstürmerin Nikola Karczewska im Strafraum elegant an und lupfte die Kugel über Anna Reimann hinweg zum 1:1 (72.) ins Netz. Für Karczewska, die in der Saison 2023/2024 bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag stand, war es das insgesamt elfte Bundesligator.

Beide Mannschaften gaben sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden und hatten noch einige Möglichkeiten zum Siegtor. So traf die eingewechselte Lena Joy Martens für den HSV das Außennetz, während Freiburgs Jokerin Carina Brunold nur knapp über das Tor köpfte. So blieb es beim 1:1.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw