Google Pixel Frauen-Bundesliga
Jena-Stürmerin Reuter: "Mit kühlem Kopf zum Klassenverbleib"

Mit dem späten 2:1-Coup beim 1. FC Union Berlin schöpfte der FC Carl Zeiss Jena im Kampf um den Klassenverbleib in der Google Pixel Frauen-Bundesliga neue Hoffnung. Heute (ab 18 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) kommt der FC Bayern München. Im DFB.de-Interview spricht Jenas Stürmerin Melina Reuter (20) mit Mitarbeiter Ralf Debat über den Befreiungsschlag und das Duell mit dem Ligaprimus.
DFB.de: Wie groß war die Erleichterung nach dem gelungenen Ligastart im neuen Jahr mit dem 2:1-Auswärtserfolg beim 1. FC Union Berlin, Frau Reuter?
Melina Reuter: Der Erfolg tut uns allen sehr gut. Entsprechend froh war das gesamte Team.
DFB.de: Was war aus Ihrer Sicht entscheidend für den erhofften Dreier?
Reuter: Die Basis ist immer, dass jede für die andere kämpft. Sehr wichtig war aber auch, dass wir auch in schwierigen Phasen nicht hektisch geworden sind, sondern die Ruhe bewahrt haben. Das war der Schlüssel zum Sieg. Insgesamt mussten wir in den Defensive hart arbeiten, bei einigen guten Torchancen von Union war auch unsere Torhüterin Jasmin Janning zur Stelle. Außerdem waren wir in der Offensive diesmal äußerst effektiv.
DFB.de: In Köpenick gelang schon im Achtelfinale des DFB-Pokals ein 1:0-Triumph. Gewinnen Sie dort besonders gerne?
Reuter: Es hat uns auf jeden Fall geholfen, weil wir dadurch wussten, dass wir dort etwas holen zu können. Wir hatten das Spiel im Hinterkopf und dadurch auch ein gutes Gefühl für das erneute Aufeinandertreffen. Das hat sich zum Glück bestätigt. (lacht)
DFB.de: Sie konnten Ihr erstes Saisontor zum Dreier beisteuern. Warum mussten Sie sich so lange gedulden?
Reuter: Ich musste während der Hinrunde mehrfach krankheitsbedingt pausieren, hatte dadurch einige Anlaufprobleme. Zuletzt bin ich aber immer besser reingekommen und jetzt gut ins neue Jahr gestartet. So möchte ich natürlich auch weitermachen.
DFB.de: Erstmals seit längerer Zeit konnte der FCC zumindest kurzzeitig den letzten Tabellenplatz verlassen. Gibt das noch einmal einen zusätzlichen Schub?
Reuter: Die drei Punkte waren vor allem wichtig, um den Abstand zu den direkten Konkurrenten zu verkürzen und damit Anschluss zu halten. Mit dem Tabellenplatz sollten wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht allzu sehr beschäftigen. Es sind noch viele Spiele zu absolvieren, das Rennen ist längst nicht gelaufen. Wir müssen kühlen Kopf bewahren.
DFB.de: Witterungsbedingt klappte es erst im dritten Anlauf mit dem ersten Meisterschaftsspiel nach der Winterpause. Wie nervig war die Wartezeit?
Reuter: Nach der Vorbereitung brennt natürlich jede Spielerin auf die erste Partie. Wir haben die Zeit jedoch trotz aller Widrigkeiten gut genutzt, um bestmöglich gerüstet zu sein. Als Team sind noch stärker zusammengewachsen.
DFB.de: Welche Veränderungen wurden vorgenommen, um eine erfolgreichere Rückrunde zu spielen?
Reuter: Mit Olivia Alcaide, die ja schon in Berlin als Einwechselspielerin das Siegtor erzielt hat, und Lara Schenk haben wir zwei neue Spielerinnen dazubekommen, die unseren Kader verbessern. Da wir auch nicht mehr so viele verletzungsbedingte Ausfälle haben, ist der Konkurrenzkampf wesentlich größer als noch vor der Winterpause. Dadurch muss jede Spielerin immer ihr Bestes geben, um im Team zu bleiben oder neu nominiert zu werden. Das wiederum macht uns auch als gesamte Mannschaft stärker.
DFB.de: Besitzt das Team grundsätzlich die nötige Qualität, um erneut den Klassenverbleib zu schaffen?
Reuter: Klares Ja. Wir haben schon gezeigt, dass wir gegen nahezu jeden Gegner in dieser Liga bestehen können.
DFB.de: Wie bewerten Sie aktuell die Ausgangslage im unteren Tabellendrittel?
Reuter: Auch wenn die SGS Essen, der Hamburger SV und wir noch einen kleinen Rückstand auf die anderen Vereine aufweisen, glaube ich nicht, dass der Abstieg allein zwischen diesen drei Teams entschieden wird. Es könnte durchaus noch der eine oder andere Klub Probleme bekommen, der sich schon im gesicherten Mittelfeld wähnt. Die Liga ist sehr ausgeglichen, da kann wirklich fast jeder gegen jeden gewinnen.
DFB.de: Gleich fünf der nächsten sechs Pflichtspiele finden vor eigenem Publikum statt. Wie schauen Sie auf das bevorstehende Programm?
Reuter: Es sind sehr schwierige Aufgaben dabei. Es ist aber immer cool, im eigenen Stadion zu spielen. Wir werden 100 Prozent geben, um weitere Punkte zu sammeln.
DFB.de: Acht der bisherigen neun Zähler wurden allerdings auf fremden Plätzen eingefahren. Wie lautet Ihre Erklärung, dass es zu Hause noch nicht so gut funktioniert hat?
Reuter: Einen bestimmten Grund für diese Bilanz sehe ich nicht. Wir haben auch im eigenen Stadion schon sehr gute Spiele abgeliefert. Daran wollen wir anknüpfen. Klar ist: Um in der Liga zu bleiben, müssen wir auch in unseren Heimspielen punkten.
DFB.de: Den Auftakt bildet die Nachholpartie heute gegen den souveränen und noch unbesiegten Spitzenreiter FC Bayern München. Was nehmen Sie sich vor?
Reuter: Wir wollen als Einheit auftreten und es dem Gegner so schwierig wie möglich machen. Wir wissen aber auch um die Kräfteverhältnisse und sind nicht so vermessen, dass wir sagen, wir wollen jetzt unbedingt gegen Bayern gewinnen. Vielleicht können wir sie wie schon im Heimspiel ärgern.
DFB.de: Mit dem 0:0 in München erkämpfte der FC Carl Zeiss als bislang einziges Team überhaupt in dieser Saison einen Punktgewinn gegen den Spitzenreiter. Wie könnte erneut eine Überraschung gelingen?
Reuter: Dafür müsste bei uns erneut alles zusammenpassen: Defensiv stabil stehen, aber auch den einen oder anderen Nadelstich setzen. Dass es nicht unmöglich ist, haben wir im Hinspiel gezeigt. Das stimmt uns zuversichtlich.
DFB.de: Sie haben in dieser Saison erst drei Startelfeinsätze absolviert. Wie würden Sie Ihre persönliche Zielsetzung für die zweite Hälfte der laufenden Spielzeit beschreiben?
Reuter: In erster Linie möchte ich gesund bleiben, so viele Spiele wie möglich bestreiten und dabei dem Team im besten Fall mit einigen Toren und Vorlagen helfen.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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