DFB-Pokal
Dresden überrascht gegen Schalke

Die frühen Mittwoch-Spiele der zweiten DFB-Pokalrunde haben für eine Überraschung gesorgt: Zweitligist Dynamo Dresden setzte sich mit 2:0 (0:0) gegen Bundesligist FC Schalke 04 durch. Dem VfB Stuttgart gelang kurz vor Abpfiff beim SC Paderborn der Lucky Punch und zieht per 1:0 (0:0) ins Achtelfinale ein. Der SC Freiburg drehte gegen den VfL Wolfsburg die Partie auf 3:2 (1:2). Im vierten Spiel des frühen Slots tat sich Hertha BSC zunächst schwer beim letzten verbliebenen Vertreter des Amateur-Topfes, SSV Jeddeloh, doch gewann letztlich mit 2:0 (0:0).
Die Zuschauer in Dresden sahen eine aufregende Anfangsphase mit zunächst drückenden Schalkern und lauernden Dresdnern. Nach den ersten Minuten übernahm Dynamo an Ballbesitz und Schalke positionierte sich vermehrt gegen den Ball. Das Spiel beruhigte sich und fand in erster Linie im Mittelfeld statt. Nach einer halben Stunde wartete das Rudolf-Harbig-Stadion immer noch auf eine nennenswerte Tormöglichkeit. Schalkes Hee-Chan Hwang hatte kurz vor Schluss der ersten Halbzeit schließlich die erste Möglichkeit, als er eine Flanke Ebimbes per Kopf verwertete - Dynamo-Torwart Grill parierte jedoch (45.).
Einer chancenarmen ersten Halbzeit folgte ein früher Treffer in Durchgang zwei: Nach einem stringent vorgetragenen Angriff gingen die Dresdner Hausherren in Führung, als Patrice Covic eine Flanke nach Annahme mit einem satten Schuss aus wenigen Metern zum 1:0 einnetzte (53.). In der 74. Minute kam Edin Dzeko aus wenigen Metern zum Abschluss, doch Dresdens Rossipal verhinderte Schlimmeres. Kurz vor Schluss sorgte Dynamo für die Entscheidung: Schalke-Keeper Karius verschätzte sich beim Eckball, sodass Dresden-Joker Daferner zum 2:0-Endstand einköpfen konnte (88.).
Undav erlöst den VfB
Die Hausherren aus Paderborn kamen schwungvoll in die Partie. In der 4. Minute kamen es zur Doppelchance, als der über links anstürmende Dennis Zeitler am Fuß des Stuttgarter Schlussmanns Fabian Bredlow scheiterte. Die anschließende Flanke fand den Kopf von SCP-Stürmer Marvin Pieringer, der den Ball freistehend an den rechten Pfosten setzte. In der Folge agierte Paderborn mit mehr Ballbesitz gegen sich schwertuende Schwaben. Ab der 37. Minute spielte der VfB allerdings in Überzahl, nachdem Paderborns Laurin Curda nach übertriebenem Einsteigen mit gestrecktem Bein gegen Bilal El Khannouss von Schiedsrichter Florian Badstübner die rote Karte sah. Wenig später gelang dem VfB in Form von Maximilian Mittelstädt die erste Großchance, als der Linksverteidiger aus der Distanz das Kreuzeck zittern ließ.
Die Gäste aus Stuttgart kamen als agierende Kraft aus der Kabine und wurden mit der Zeit immer zwingender. In der 66. Minute setzte Undav sehenswert Demirovic in Szene, der einlief, aber im Abschluss an SCP-Keeper Schubert scheiterte. Zwei Minuten später wiederholte sich die Situation, abermals ging Schubert als Sieger hervor. Der VfB drückte in der Folge weiterhin nach vorne. In der Nachspielzeit wurde der VfB schließlich per Lucky Punch erlöst: Kapitän Deniz Undav verwertete eine Hereingabe Führichs zum 1:0-Endstand (90.+1).
Doppelpacker Goto dreht die Partie
Der SC Freiburg erwischte gegen den VfL Wolfsburg einen Auftakt nach Maß. Grifo schickte Günter auf der linken Außenbahn, dessen Flanke punktgenau Igor Matanovic fand, der zum 1:0 einköpfte (6.). Doch die Wölfe antworteten postwendend: Ein Abstoß von Wolfsburg-Keeper Wellenreuther sprang nach einem Aufsetzer genau in den Lauf von Kento Shiogai, der durchlief und Florian Müller im Freiburger Tor keinerlei Chance ließ - zum 1:1 (8.). Danach agierten die Breisgauer zunächst druckvoller als der Zweitligist. Im Laufe der ersten Halbzeit entwickelte sich eine durchaus ausgeglichene Partie. Wenige Minuten vor der Pause schnürte Shiogai seinen Doppelpack: Der Japaner köpfte den VfL infolge eines Eckballs zur 2:1-Halbzeitführung (43.).
Die zweite Halbzeit in Freiburg ging turbulent und unglücklich aus Sicht der Hausherren los. In der 54. Minute entschied Referee Sören Storks auf Handelfmeter für Freiburg, den der VAR jedoch wieder einkassierte. In der 59. Minute traf Günter dann zum vermeintlichen Ausgleich, dem ging allerdings eine Abseitsstellung voraus. In der 76. Minute belohnte der Sport-Club die bis dahin dominante zweite Halbzeit, als Joker Keisuke Goto bei einem Eckball höher als alle anderen stieg und zum 2:2 einnickte. Schließlich entgingen die aufspielenden Freiburger doch noch der drohenden Verlängerung: Lienhart setzte Goto in Szene, der durchstartete und den Ball über Wellenreuther hob - zur 3:2-Entscheidung (90.+2).
Hertha bezwingt tapferes Jeddeloh
Der Außenseiter aus Jeddeloh zeigte eine durchaus ordentliche Anfangsphase, der Viertligist verteidigte tief und kompakt und gewährte Hertha BSC die Hauptanteile im Ballbesitz. Berlin tat sich schwer, eine Lücke zu finden. In der 26. Minute traf der Favorit aus der Hauptstadt in Form von Linksverteidiger Mads Pedersen den rechten Pfosten. Die Defensive Jeddelohs machte es für den Tabellenführer der 2. Bundesliga schwierig, doch in der 43. Minute setzte sich Farid Alfa-Ruprecht über rechts durch, scheiterte letztlich jedoch ebenfalls am Pfosten. Sebastian Grönning vergab den Nachschuss. So sicherte Jeddeloh das 0:0 zur Halbzeit.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Jeddeloh dann die Führung auf dem Fuß: Nach einem Berliner Eckball setzte sich Pascal Steinwender über links durch und trieb den Konter nach vorne, gab den Ball in die Mitte herein, wo der wartende Moritz Brinkmann den Ball jedoch neben das Tor setzte (48.). Knapp zehn Minuten später ging dann doch der Favorit in Führung: Sessa steckte auf Alfa-Ruprecht, der über rechts durchlief und schließlich auf Josip Brekalo legte, der zum 1:0 einschob (57.). Dem Dosenöffner folgte wenig später das 2:0, als Julian Eitschberger mit einem satten Linksschuss erhöhte (63.). In der Folge setzte die verdient führende Hertha nichts Zählbares mehr nach und zieht dank eines 2:0 gegen tapfere Jeddeloher in die nächste Runde ein.
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: sid/pt

Janne Sietan nach RWE-Pokalfight gegen Leipzig: "Unfassbar stolz"
Drittligist Rot-Weiss Essen hat in der zweiten DFB-Pokalrunde eine Überraschung nur knapp verpasst. Mit DFB.de spricht RWE-Mittelfeldspieler Janne Sietan über das 1:2 gegen Champions-League-Teilnehmer RBL.

Video: So scheidet der erste Bundesligist im Pokal aus
Überraschung in der zweiten DFB-Pokalrunde: Zweitligist VfL Bochum besiegte Mainz 05 mit 2:0 - und kegelte damit den ersten Bundesligisten aus dem Wettbewerb. DFB.de zeigt die Highlights im YouTube-Video.

BVB-Sieg im Video: Sabitzer kontert Füllkrug-Doppelpack
2:0 geführt, Ausgleich kassiert und doch gewonnen: Borussia Dortmund setzte sich in der zweiten Pokalrunde in letzter Minute mit 3:2 gegen Werder Bremen durch. DFB.de zeigt die Highlights im YouTube-Video.