Google Pixel Frauen-Bundesliga
Doppelpack von Beerensteyn lässt Wolfsburg jubeln

Vizemeister VfL Wolfsburg ist mit einem schwer erkämpften Heimsieg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga in das neue Fußballjahr 2026 gestartet. Im Rahmen des 16. Spieltages bezwang der Tabellenzweite den formstarken 1. FC Köln 2:1 (1:1). Mit dem fünften Dreier nacheinander verkürzten die Niedersächsinnen den Rückstand zu Spitzenreiter FC Bayern München wieder auf sechs Punkte.
Vor 2343 Zuschauer*innen bei Minustemperaturen im AOK Stadion sorgte die niederländische Nationalstürmerin Lineth Beerensteyn (4./68.) mit einem Doppelpack für die Entscheidung. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gästinnen war Sarai Linder (22.) verantwortlich, die einen Heber von Martyna Wiankowska unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Schon das Hinspiel hatte der VfL in Köln 2:1 gewonnen. Damals traf Nationalspielerin Camilla Küver erst tief in der Nachspielzeit.
Alexandra Popp: "Viele Fehler"
"Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben viele Fehler gemacht und waren nicht sauber und klar in unseren Aktionen", sagte Wolfsburgs Anführerin Alexandra Popp im Interview mit MagentaSport. "Nach der Pause haben wir uns gesteigert. Es war aber immer noch nicht gut, so ehrlich müssen wir sein. Am Ende waren wir dennoch die glücklichen Siegerinnen."
Doppeltorschützin Lineth Beerensteyn erklärte: "Am wichtigsten sind die drei Punkte, die wir eingefahren haben. Es war sehr ein schwieriges Spiel - wegen des starken Gegners, aber auch wegen der Eiseskälte. Wir wissen, dass wir besser spielen können und müssen."
Sandra Jessen: "Können stolz sein"
"Wir haben alles gegeben und können stolz auf diese Leistung sein", meinte Kölns Torjägerin Sandra Maria Jessen im Gespräch bei SPORT1. "Wir sind jetzt sauer, dass wir keinen Punkt gegen diese Spitzenmannschaft mitgenommen haben. Das zeigt schon, wie positiv unsere Entwicklung ist. Es ist ein besonderer Verein. Alle sind mit Herzblut bei der Sache."
FC-Trainerin Britta Carlson, die früher selbst viele Jahre beim VfL Wolfsburg tätig war, betonte gegenüber MagentaSport: "Es war ein sehr gutes Auswärtsspiel von uns, ich bin stolz auf das Team. Wenn wir kaltschnäuziger vor dem gegnerischen Tor sind, ist eventuell sogar ein Sieg für uns drin. Wir arbeiten weiter, um uns noch zu verbessern."
Offensivspielerin Anna-Lena Stolze sagte an ihrer früheren Wirkungsstätte: "Mindestens ein Punkt wäre für uns verdient gewesen. In der ersten Halbzeit können wir 2:1 oder 3:1 führen. Wir machen riesige Schritte nach vorne. Daran ändert auch die Niederlage nichts."
Startelf-Debüt für Kleinherne
Gegenüber der abschließenden Partie vor der Winterpause gegen den Hamburger SV (3:1) nahm VfL-Trainer Stephan Lerch gleich sieben Veränderungen in seiner Anfangsformation vor, allerdings nicht ganz freiwillig. Schließlich gehörten Nationalspielerin Cora Zicai und Lena Lattwein krankheitsbedingt nicht zum Aufgebot. Dazu nahmen Thea Bjelde, Justine Kielland, Guro Bergsvand, Maria-Joelle Wedemeyer und Vivien Endemann diesmal zunächst auf der Bank Platz.
Neu ins Team rückten die deutschen Nationalspielerinnen Janina Minge, Camilla Küver, Sarai Linder und Sophia Kleinherne, die ihr Startelf-Debüt für die Wölfinnen gab, sowie Ella Peddemors, Kessya Bussy und Torjägerin Lineth Beerensteyn. Neben Cora Zicai und Lena Lattwein waren auch Smilla Vallotto und Janou Levels nicht einsatzfähig.
Beim 1. FC Köln kehrte im Vergleich zum 1:0-Heimsieg im ersten Ligaspiel des neuen Jahres gegen den SC Freiburg Adriana Achcinska nach abgesessener Gelbsperre in die Startelf zurück. Außerdem lief auch ihre polnische Landsfrau Weronika Zawistowska von Beginn an auf. Dafür blieben Zoe Hasenauer und Laura Donhauser zunächst auf der Bank.
Von den insgesamt fünf ehemaligen Wolfsburgerinnen im FC-Kader standen nur Innenverteidigerin Sara Agrez und Offensivspielerin Anna-Lena Stolze von Beginn an auf dem Platz. Lisa Schmitz war als Ersatztorhüterin dabei, Kapitänin Marina Hegering und Pauline Bremer fehlten im Aufgebot.
Klares Kölner Chancenplus
Die Gäste aus dem Rheinland starteten sehr mutig in die Begegnung und drängten den VfL zunächst in die Defensive. Das nutzten die Wolfsburgerinnen allerdings direkt in der Anfangsphase zu einem mustergültigen Konter. Nach starker Vorarbeit von Alexandra Popp und Kessya Bussy lief Lineth Beerensteyn alleine auf das Kölner Tor zu und ließ FC-Torhüterin Irina Fuchs beim 1:0 (4.) keine Abwehrchance.
Die Kölnerinnen zeigten sich von dem Rückstand allerdings nicht geschockt, sondern setzten den Tabellenzweiten weiter unter Druck. Dennoch kam der verdiente Ausgleich recht glücklich zustande, weil Sarai Linder eine Hereingabe von Martyna Wiankowska so unglücklich abfälschte, dass sich der Ball über VfL-Torhüterin Stina Johannes hinweg zum 1:1 (22.) ins Netz senkte.
Insgesamt war der FC bis zur Pause jedoch drauf und dran, sogar in Führung gehen zu können. Vor allem Torjägerin Sandra Maria Jessen setzte sich immer wieder gut durch und hatte drei sehr gute Möglichkeiten, um ihren zehnten Saisontreffer zu erzielen. Zweimal war Stina Johannes gut auf dem Posten, einmal klärte Sarai Linder. Auf der Gegenseite kam der VfL Wolfsburg nur zu einer weiteren hochkarätigen Chance. Ella Peddemors scheiterte nach einem Zuspiel von Kessya Bussy an der gut reagierenden Irina Fuchs.
Endemann bereitet gut vor
In der zweiten Spielhälfte ging es erst einmal ohne Wechsel weiter, auch der Spielverlauf änderte sich zunächst wenig. Die Kölnerinnen hielten die Partie weiterhin offen, agierten aber nicht mehr ganz so zielstrebig und torgefährlich.
Auf Wolfsburger Seite bewies dann Trainer Stephan Lerch nach einer Stunde mit den Einwechslungen von Thea Bjelde (für Judit Pujols) und Vivien Endemann (für Kessya Bussy) ein glückliches Händchen. Zwar kam ein Kopfball von Alexandra Popp nach einer Flanke von Thea Bjelde zu zentral auf das Tor, um Irina Fuchs ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Nur wenig später bereitete jedoch Vivien Endemann mit einem unwiderstehlichen Solo den erneuten Führungstreffer durch Lineth Beerensteyn zum 2:1 (68.) sehr gut vor.
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Torszenen auf beiden Seiten. Während Wolfsburgs Ella Peddemors mit einem Distanzschuss an Irina Fuchs scheiterte, konnte sich der 1. FC Köln keine klaren Torchancen mehr erspielen.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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